Qualitätszirkel Nieren- und Dialysen

Kardiologie Potsdam

Cardiovascular Prevention Center @Charité

Herzinsuffizienz

Universitätzmedizin Rostock

Universitätsmedizin Greiswald

Alexianer St. Josephs Potsdam

Dialyse-Pflege-Standard

salt

PICS Ambulanz

Dr.Vetter

Woran erkranken wir in Deutschland?

BG Klinken - Post-COVID-Programm

Herz Check

EMA

Dr. Heart

Herzhose

Lauflabor

IKDT

Online Strafanzeigen

medpoint - Fortbildungskalendar

Was hab ich?

Healthtalk

BKV Info

BKG

KHS BB

KHS BB
.

Kardiologie

Urologie Berlin

bbgk

VEmaH

ProBeweis

jkb

zurück ins leben

CRO

Gewebenetzwerk

Anamnese- und Untersuchungsbogen

Diagnostische Pfade

CIRS Bayern

Gender Medizin

idw

Prof. Martin Diers: Einladung zur Studie Fibromysalgie-Syndrom: Gesunde Probandin FMS-Forschung“ oder „Patientin FMS-Forschung

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: 

Chronische Schmerzen verstehen und therapieren – Wissenschaftler suchen für MRT-Vergleichsstudie Gesunde wie Kranke

Mit Fragebögen und Tests dem Fibromyalgie-Syndrom auf die Spur kommen: 

LWL-Universitätsklinikum Bochum benötigt für Schmerzforschung Teilnehmerinnen. 

Prof. Martin Diers (rechts im Bild) ist zuständig für Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der LWL-Klinik für Psychosomatische Medizin der RUB und forscht für die aktuelle Schmerzstudie gemeinsam mit seinem Doktoranden M.Sc. Benjamin Mosch

Prof. Martin Diers (rechts im Bild) ist zuständig für Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der LWL-Klinik für Psychosomatische Medizin der RUB und forscht für die aktuelle Schmerzstudie gemeinsam mit seinem Doktoranden M.Sc. Benjamin Mosch Dietmar Wäsche LWL

Wissenschaftler der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum suchen derzeit für ihre Vergleichsstudie gesunde wie erkrankte Frauen, die sich bereit erklären, Fragebögen auszufüllen und an einer MRT-Untersuchung zur Erforschung des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) teilzunehmen. 

  • Mit Hilfe der Ergebnisse erhoffen sie sich Hinweise auf die neuronale Verarbeitung von unangenehmen Sinneseindrücken sowie Erkenntnisse im Hinblick auf schmerzbezogene Lern- und Gedächtnisprozesse.

Forschungsleiter Prof. Dr. Martin Diers, zuständig für Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der LWL-Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, forscht bereits seit vielen Jahren zum FMS und legt in der aktuellen Studie den Fokus auf die Behandlung von Schmerzpatientinnen mit Placebos, das heißt mit Medikamenten ohne Wirkstoff. 

  • „In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine Behandlung mit Placebos positive Auswirkungen unter anderem auf chronische Schmerzen haben kann. 

Erstaunlicherweise treten diese positiven Effekte auf akute und chronische Schmerzen auch dann auf, wenn die Patient:innen wissen, dass es sich bei dem eingesetzten Medikament um ein Placebo handelt“, so der Bochumer Wissenschaftler. 

Ob dieser Effekt mit den positiven Erwartungen an die Behandlung zusammenhängt, die zu weitreichenden Veränderungen des Schmerzerlebens und seiner Verarbeitung im Gehirn beitragen können, wird derzeit diskutiert. 

Im Rahmen der aktuellen Studie wollen die Forschenden den genauen Wirkprozessen und möglichen Einflussfaktoren weiter auf den Grund gehen.

Für seine Studie benötigt er gesunde sowie an FMS erkrankte Probandinnen ab 18 Jahren. 

„Wir sprechen gezielt Frauen an, da sie in der Regel deutlich häufiger vom FMS betroffen sind. 

Ganz wichtig ist, dass wir auch gesunde Frauen suchen. 

Gerade bei Vergleichsstudien sind wir auf die Daten von Gesunden und Kranken angewiesen, um Unterschiede zwischen den Gruppen identifizieren zu können. Mit unseren hier gewonnenen Erkenntnissen hoffen wir, Behandlungen verbessern zu können.“

Die Probandinnen sollen einige Fragebögen ausfüllen, Körperprozesse einschätzen und einen Bewegungstest durchführen. 

Während der Darbietung schmerzhafter, aber aushaltbarer Hitzereize sowie auditiver Reize wird die Aktivierung des Gehirns mittels unschädlicher funktioneller Kernspintomographie an zwei Tagen gemessen. 

Die Teilnahme wird mit einer Aufwandsentschädigung von 120 Euro vergütet.

Interessierte können sich bei dem Studienleiter und Psychologen M.Sc. Benjamin Mosch mit dem Stichwort „Gesunde Probandin FMS-Forschung“ oder „Patientin FMS-Forschung“ melden und sich über weitere Forschungsinhalte informieren.

Info zum Fibromyalgie-Syndrom

  • Menschen mit einem Fibromyalgie-Syndrom (FMS) leben mit starken chronischen Schmerzen am gesamten Körper. 
  • Weiterhin leiden sie oft zusätzlich unter Schlafstörungen und großen psychischen Belastungen. 
  • Etwa drei Prozent der Bevölkerung sind von dieser Erkrankung betroffen, vor allem Frauen. 
  • Früher als Weichteilerheuma bezeichnet, konnte vor wenigen Jahren nachgewiesen werden, dass dem Syndrom eine Schädigung des Nervensystems zugrunde liegen kann. 
Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

 











 

 

 

 
 
 
Über Google: Medizin am Abend Berlin

 idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

M.Sc. Benjamin Mosch
E-Mail: verhaltensmedizin@rub.de
Telefon: 0234 5077-3226

Rosa Sommer M.A.  LWL-Universitätsklinikum Bochum der Ruhr-Universität Bochum


 

Prof. Dr. Stephan Baldus: Besuchen Sie die Fachseite: https://www.myvroni.de/ Familiäre Hypercholesterinämie (FH) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

 Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit:

https://www.myvroni.de/

Bundesregierung stärkt Früherkennung von Herz-Kreislauferkrankungen – Kostenfalle oder Chance?

Das Bundesgesundheitsministerium hat mehrere Maßnahmen initiiert, um die Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen in Deutschland zu fördern. 

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und die Deutsche Herzstiftung diskutieren vermeintliche Kritikpunkte am Vorhaben des Gesundheitsministeriums. 

Sie kommen zu dem Schluss, dass der Nutzen die Kosten deutlich überwiegt. 

Prof. Dr. Stephan Baldus, Past-Präsident der DGK Prof. Dr. Stephan Baldus, Past-Präsident der DGK Romy Martínez HKM/Romy Martínez

Schon länger fordern kardiovaskuläre Fachgesellschaften eine Verbesserung von Forschungsbedingungen und Präventionsmaßnahmen in Deutschland. Zu diesem Zweck schlossen sich die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) und weitere herzmedizinische Fachgesellschaften und die Herzstiftung als Patientenvertretung zur Nationale Herz-Allianz zusammen. Die Initiative hat das Ziel, die Forschung und Patientenversorgung im Bereich Herzgesundheit zu verbessern.

Die Themen Vorbeugung und Früherkennung haben in diesem Jahr durch die Gesundheitspolitik viel Aufmerksamkeit erfahren. Zu den Auslösern gehörte unter anderen der aufmerksamkeiterregende Artikel „The underwhelming German life expectancy“, erschienen im April beim European Journal of Epidemiology. Darin heißt es, die in Deutschland lebenden Menschen hätten im Vergleich zu anderen OECD-Ländern die geringste Lebenserwartung (mit Ausnahme der USA) bei gleichzeitig hohen Gesundheitsausgaben. Die Autoren schreiben diesen Umstand einer hohen Sterblichkeit bei Herz-Kreislauferkrankungen sowie mangelnder Früherkennung und Prävention derselbigen zu.

Im Zuge dieser Entwicklungen teilte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Anfang Oktober mit, ein neues Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) aufbauen zu wollen, welches mit der Vermeidung nicht übertragbarer Erkrankungen beauftragt werden soll. Neben Krebs und Demenz werden hier erstmals auch Koronare Herzkrankheiten in den Mittelpunkt gestellt. Zudem veröffentlichte das BMG ein Impulspapier mit Plänen, die Früherkennung und Prävention kardiovaskulärer Ereignisse zu forcieren. Mittelfristig sollen diese in eine Gesetzesinitiative überführt werden. 

Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen unter anderen eine Verbesserung der Früherkennung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Identifizierung der familiären Hypercholesterinämie (FH). Warum ist das bemerkenswert?

  • FH ist eine erbliche Stoffwechselkrankheit, bei der LDL-Cholesterin nicht richtig abgebaut wird, was schon im mittleren Lebensalter zu Arteriosklerose und Herzinfarkten führen kann. 

Die aktuelle Früherkennungsmaßnahme, nämlich ein simples Anamnesegespräch beim Kinderarzt, hat versagt. 

95% der Fälle werden hierzulande nicht entdeckt. 

Etwa eins von 250 Kindern wird in Deutschland mit FH geboren. “Damit ist die familiäre Hypercholesterinämie die häufigste vererbbare Krankheit in Deutschland“, sagt Prof. Stephan Baldus, Past-Präsident der DGK. 

„Bei diesen Zahlen müssen wir davon ausgehen, dass heute über 315.000 Menschen in Deutschland mit dieser Stoffwechselkrankheit leben, die bei ihnen nicht diagnostiziert ist. Das bedeutet, 315.000 Menschen haben aktuell ein deutlich erhöhtes Risiko, vor ihrem 40. Geburtstag einen Herzinfarkt zu erleiden, und wissen es nicht einmal.“

Ein einfaches und kostengünstiges Lipid-Screening mittels Kapillarblutentnahme im Rahmen der U9-Untersuchungen beim Kinderarzt könnte schon in frühen Jahren Gewissheit bringen. 

Das würde die Möglichkeit eröffnen, diese Menschen frühzeitig zu therapieren. 

Aktuell laufen die beiden Vroni-Studien in Bayern und Niedersachsen, die den Nutzen dieser Früherkennungsmaßnahme untersuchen und bestätigen werden. Erste Zwischenergebnisse zeigen einen deutlichen Anstieg der Zahl leitliniengerecht behandelter Kinder seit Februar 2023 von 49 auf 84 Prozent [1]. Schon jetzt zeigen Langzeit-Daten von Kindern mit FH, die mit Statinen behandelt wurden, im Vergleich zu unbehandelten eine erhebliche Risikoreduktion für das Auftreten einer kardiovaskulären Erkrankung: Von den 156 unbehandelten Patient:innen starben 11 vor dem 40. Lebensjahr an Herzinfarkten. Aus der behandelten Gruppe starb niemand. FH frühzeitig zu erkennen und therapieren, rettet also Leben.

„Halten wir uns weiterhin die Schäden vor Augen, die ein Herzinfarkt bei den Patientinnen und Patienten verursacht. Ein Herzinfarkt erhöht nicht nur die Gefahr eines plötzlichen Herztods, sondern er erhöht auch das Risiko für irreparable Schäden am Herzmuskel und damit für Einbußen an Herzfunktion in Form der Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Hinzu kommen die Einweisung sowie Behandlung im Krankenhaus und der damit verbundene Ausfall von Arbeitskraft, was zwangsläufig auch negative Konsequenzen für Betriebe, die Volkswirtschaft und die Krankenkassen hat“, so Prof. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Im Jahr 2020 beliefen sich die Krankheitskosten für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems laut Statistischem Bundesamt auf 56,7 Milliarden Euro. Allein der akute Herzinfarkt hatte daran einen Anteil von 2,81 Milliarden Euro. Dagegen belaufen sich die Kosten für die Lipid-Screenings auf 2.090 Euro pro verhinderten Todesfall. „Vor diesem Hintergrund sind die überschaubaren Mehrkosten für diese Präventionsmaßnahme mehr als vertretbar. Bereits die Vroni-Studie in Bayern konnte zeigen, dass ein Behandlungsbeginn im Kindesalter bedrohliche koronare Folgeereignisse kosteneffizient verhindern, die Lebensqualität verbessern und die Sterblichkeit senken kann“, so Voigtländer.

Unabhängig vom finanziellen Aspekt könnte man die Frage nach personellen Hürden stellen. 

So steht berechtigterweise zu befürchten, dass dieser zusätzliche Aufwand von den Ärztinnen und Ärzten aufgrund des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen derzeit nicht gestemmt werden kann. 

Der Politik liegen aber bereits entsprechende Konzepte vor, um diesem Umstand zu begegnen. Konkret sollten zum einen die Chancen der Digitalisierung stärker genutzt und schnellstmöglich flächendeckend umgesetzt werden, um bestimmte Prozesse effizienter zu gestalten. Zum anderen können Screening-Untersuchungen problemlos in den nicht-ärztlichen Bereich ausgelagert werden. Diese Konzepte gilt es nun zum Wohle einer gesamtheitlich positiven Entwicklung unseres Gesundheitssystems umzusetzen.

Die Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen ist sicherlich kein Allheilmittel. Vor allem in Verbindung mit anderen Maßnahmen, wie der Verhältnisprävention, ist sie aber ein wichtiger, komplementärer Baustein zur Verbesserung der Herzgesundheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Diese Chance sollte dringend genutzt werden.

Weitere Informationen zu Vroni

Anfang 2021 startete die Vroni-Studie in Bayern unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Heribert Schunkert vom Deutschen Herzzentrum München (DHM). Aufgrund des bisherigen Erfolgs wurde beschlossen, die Studie auf Niedersachsen unter dem Namen „Vroni im Norden“ auszuweiten. Im Rahmen der Studie können Eltern ihre Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren kostenlos auf die erbliche Stoffwechselkrankheit familiäre Hypercholesterinämie testen lassen.

Die Studie folgt einer aktuellen evidenzbasierten Leitlinie der International Atherosclerosis Society [2]. Auf europäischer Ebene wurde das pädiatrische FH-Screening im Jahr 2021 vom Best-Practice-Portal der Europäischen Kommission im Bereich der öffentlichen Gesundheit als eine der besten Strategien zur gezielten Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen anerkannt [3].

Weitere Informationen zur Studie und zu den Möglichkeiten für eine Teilnahme unter www.myvroni.de.

Referenzen:

[1] Pressemitteilung vom 14.11.2023: „Große Akzeptanz für Früherkennung der Familiären Hypercholesterinämie in Deutschland: die VRONI Studie identifiziert in Bayern über 160 Familien in nur 3 Jahren“
URL: https://www.myVroni.de/wp-content/uploads/2023/11/Vroni_Studie_Pressemitteilung_...

[2] Watts et al., International Atherosclerosis Society guidance for implementing best practice in the care of familial hypercholesterolaemia. Nat Rev Cardiol. 2023 Dec. 2023. doi: 10.1038/s41569-023-00892-0

[3] Gidding, S.S., et al., Paediatric familial hypercholesterolaemia screening in Europe: public policy background and recommendations. Eur J Prev Cardiol, 2022. 29(18): p. 2301-2311. 

Medizin am Abend  Berlin DirektKontakt

 










 

 

 

 
 
 
Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Michael Böhm Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Grafenberger Allee 100
40237 Düsseldorf
Deutschland
Nordrhein-Westfalen

Kerstin Kacmaz
Telefon: 0211/ 600 692 43

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://Vollständige Stellungnahme: 
 
 
http://Langzeit-Daten von Kindern mit FH:
 
 

https://www.gesundheit-hochschule.de/

 https://www.gesundheit-hochschule.de/

 






 

Dr. Karen Ildico Hirsch-Ernst: Stärkere Abnahme der Knochendichte bei älteren Frauen, Erhöhung des Sturzrisikos, Verschlechterung der Herzfunktion

Medizin am Abend Berlin - MaAB -Fazit: Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D können langfristig die Gesundheit beeinträchtigen

https://www.gesundheit-hochschule.de/ 

Auch ein Nutzen durch die Kombination derartiger Präparate mit Vitamin K ist nicht belegt

Vitamin D nimmt eine Sonderstellung unter den Vitaminen ein: 

  • Anders als die meisten Vitamine, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, kann der Körper es selbst bilden, und zwar in der Haut unter dem Einfluss von Sonnenlicht. 
  • Bei ausreichender Sonnenlichtbestrahlung trägt die körpereigene Bildung zu 80 bis 90 Prozent zur Vitamin-D-Versorgung bei. 

Für einige Menschen kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D dennoch sinnvoll sein - z. B. für kranke oder pflegebedürftige Personen, die sich kaum oder gar nicht im Freien aufhalten. 

  • Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit 100 Mikrogramm (µg) bzw. 4.000 Internationalen Einheiten (IE) Vitamin D oder mehr pro Tagesdosis sind aber für eine ausreichende Versorgung nicht nötig.

 „Wer solche Mittel langfristig einnimmt, riskiert gesundheitliche Beeinträchtigungen“, sagt Dr. Karen Ildico Hirsch-Ernst. 

„In einigen klinischen Studien wurde durch die tägliche Gabe von 100 Mikrogramm Vitamin D über längere Zeit im Vergleich zur Kontrolle eine stärkere Abnahme der Knochendichte bei älteren Frauen, eine Erhöhung des Sturzrisikos sowie eine Verschlechterung der Herzfunktion bei herzkranken Menschen beobachtet.“ 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt: 

  • Wer als Verbraucherin oder Verbraucher Vitamin D ergänzen möchte, sollte auf Nahrungsergänzungsmittel mit bis zu 20 µg Vitamin D pro Tagesdosis zurückzugreifen. 
  • Mit dieser Dosis lässt sich auch gänzlich ohne Sonnenbestrahlung der Haut die nötige Vitamin D-Konzentration im Körper erreichen, ohne dass gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Wieviel Vitamin D der Körper bildet, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und hängt von zahlreichen Faktoren wie Hauttyp, Alter und Jahreszeit ab. 

So bilden etwa Menschen mit dunkler Haut weniger Vitamin D als Menschen mit heller Haut und ältere Menschen weniger als jüngere. Im Winterhalbjahr von Oktober bis März ist die Sonneneinstrahlung in Deutschland darüber hinaus nicht stark genug für eine ausreichende Produktion von Vitamin D.  

Allerdings kann der Körper das Vitamin im Fett- und Muskelgewebe speichern.  

Durch körperliche Aktivität kann es wieder freigesetzt werden und im Winter zur Vitamin-D-Versorgung beitragen.

Allerdings werden nicht immer ausreichende Vitamin-D-Spiegel durch die körpereigene Bildung erreicht. Daher kann eine zusätzliche Aufnahme von Vitamin D über Präparate für bestimmte Personengruppen, insbesondere in den Wintermonaten, sinnvoll sein.

Das Angebot Vitamin D-haltiger Nahrungsergänzungsmittel ist sowohl im traditionellen Handel als auch im Internet riesig. Darunter sind auch solche Mittel zu finden, die besonders hohe Dosen an Vitamin D enthalten, teils in Kombination mit anderen Stoffen, wie etwa Vitamin K. 

Doch solche hochdosierten Nahrungsergänzungsmittel sind aus Sicht des BfR nicht zu empfehlen; vielmehr sollten sie nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Bei langfristiger Einnahme von hochdosierten Vitamin D-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln steigt das Risiko für gesundheitlich negative Folgen. So wurde in einigen klinischen Studien durch die tägliche Gabe von 4.000 IE (100 µg) Vitamin D über längere Zeit im Vergleich zur Kontrolle eine stärkere Verringerung der Knochendichte bei älteren Frauen, eine Erhöhung des Sturzrisikos sowie eine Verschlechterung der Herzfunktion bei herzkranken Menschen beobachtet. 

  • In exzessiven Mengen aufgenommen kann es zur Vitamin-D-Vergiftung kommen. 
  • Diese zeigt sich durch eine ausgeprägte Erhöhung der Calciumwerte im Blut. 
  • Symptome einer solchen Hypercalcämie können z. B. Müdigkeit, Muskelschwäche, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen und Gewichtsverlust sein. 
  • Besteht die Hypercalcämie für längere Zeit, kann es zu Nierensteinen und einer Nierenverkalkung bis hin zu einer (irreversiblen) Abnahme der Nierenfunktion kommen.

Wer Vitamin D ergänzen möchte: Nahrungsergänzungsmittel mit bis zu 20 µg Vitamin D pro Tagesdosis sind auch langfristig gesundheitlich unbedenklich und reichen aus, um die Serumkonzentration des Blutmarkers 25-Hydroxyvitamin D auf angemessene 50 Nanomol (nmol) pro Liter (L) zu heben – auch ohne die Bildung über die Sonnenbestrahlung. 

Bei Kindern ab 1 Jahr und Erwachsenen entspricht die Dosis von 20 µg pro Tag dem Schätzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für eine angemessene Zufuhr an Vitamin D bei fehlender endogener Synthese.

Hochdosierte Vitamin-D-haltige Nahrungsergänzungsmittel werden oft mit Vitamin K, insbesondere Vitamin K2, kombiniert. 

Inwieweit sich die Interaktion dieser beiden Vitamine auf die Gesundheit auswirkt, ist gegenwärtig nicht hinreichend wissenschaftlich erforscht. 

Für eine zuverlässige Risikobewertung zu Kombinationen von Vitamin D mit Vitamin K liegen somit nicht genügend Daten vor. Die Behauptung, dass Vitamin K2 bei gleichzeitig hoher Vitamin D-Aufnahme das Risiko einer Gefäßverkalkung senkt, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Für Vitamin K empfiehlt das BfR, einem Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als 80 Mikrogramm (µg) Vitamin K1 oder nicht mehr als 25 µg Vitamin K2 pro Tagesdosis zuzusetzen. 

Menschen, die bestimmte blutgerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ) etwa zur Thrombose-Prophylaxe einnehmen, sollten Vitamin K grundsätzlich nur unter ärztlicher Kontrolle einnehmen, denn Vitamin K kann die therapeutische Wirkung dieser Mittel abschwächen.

Fazit: Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D helfen gesunden Menschen nicht, können in Einzelfällen aber schaden.

Zur Stellungnahme :
https://www.bfr.bund.de/cm/343/hochdosierte-nahrungsergaenzungsmittel-mit-vitami...

Weitere Informationen auf der BfR-Website zu Vitamin D und Nahrungsergänzungsmitteln

Fragen und Antworten zu Vitamin D:

https://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_vitamin_d-131898...

Stellungnahme: Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D – sinnvoll oder überflüssig?
https://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel-mit-vitamin-d-sinnvoll-...

Vitamin D, das Immunsystem und COVID-19
Mitteilung Nr. 015/2021 des BfR vom 14. Mai 2021

https://www.bfr.bund.de/cm/343/vitamin-d-das-immunsystem-und-covid-19.pdf

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt








 

 

 

Über Google: Medizin am Abend Berlin 
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Dr. Suzan Fiack Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Max-Dohrn-Str. 8-10
10589 Berlin
Deutschland
Berlin

Dr. Suzan Fiack
Telefon: 030-18412-4300
Fax: 030-18412-4970
E-Mail-Adresse: pressestelle@bfr.bund.de

 

Prof. Pilhatsch: Stress und Drogenkonsum hängen eng zusammen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Anti-Drogen-Projekt „Mama denk‘ an mich“ ausgezeichnet

Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Drogen konsumieren, tragen oft gesundheitliche Schäden davon. // Am Uniklinikum bietet ein Projekt drogenabhängigen Frauen schon in der Schwangerschaft eine Perspektive und stärkt Familien in schwierigen Situationen. // Eine Auszeichnung würdigt das Engagement der interdisziplinären Initiative, an der drei Kliniken des Uniklinikums beteiligt sind. 

 Das psychiatrische Team um Prof. Maximilian Pilhatsch (Mitte) ist nur ein Teil des Programms „Mama denk‘ an mich“, an dem drei Kliniken des Uniklinikums Dresden beteiligt sind.

 Das psychiatrische Team um Prof. Maximilian Pilhatsch (Mitte) ist nur ein Teil des Programms „Mama denk‘ an mich“, an dem drei Kliniken des Uniklinikums Dresden beteiligt sind. UKD/Michael Kretzschmar

Dank einer fachübergreifenden Zusammenarbeit am Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden steigen die Chancen drogenabhängiger Schwangerer und Mütter, die Sucht hinter sich zu lassen und sich um ihre Kinder zu kümmern. Im Mittelpunkt des Angebots „Mama denk‘ an mich“ steht der Konsum von Crystal Meth, der in Sachsen besonders hoch ist. 

Drei Kliniken des Uniklinikums sind an dem 2016 ins Leben gerufenen Projekt beteiligt. 

Die besondere Initiative verbessert die Aussichten, dass die Neugeborenen weiter von ihren Müttern betreut werden können. Ansprechpartnerinnen und -partner für Betroffene sind Mitarbeitende der Kliniken für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, für Kinder und Jugendmedizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie. Heute ist die Zahl der entlassenen Babys, die bei ihren Eltern bleiben dürfen, von einem Drittel auf zwei Drittel gestiegen. Den Erfolg des Projektes würdigt ein Team-Award, dessen Preisgeld Müttern von außerhalb Dresdens zugutekommt.

Die Droge Crystal Meth ist vor allem in Mitteldeutschland ein massives Problem. 2008 war der Konsum von Crystal schlagartig angestiegen und befindet sich seitdem auf hohem Niveau. Vom Konsum sind vor allem junge Menschen betroffen, darunter auch schwangere Frauen und Mütter. Das Projekt „Mama denk‘ an mich“ schließt seit gut sieben Jahren die Versorgungslücke in diesem Bereich und hat sich sehr gut etabliert. „Die Nachfrage ist ungebrochen hoch“, sagt Prof. Maximilian Pilhatsch, Leiter der Suchtambulanz am Universitätsklinikum Dresden. Er und sein Team sind Teil des fachübergreifenden Angebots, das jungen Familien in schwierigen Lebenslagen eine Perspektive gibt. Zwischen 25 und 35 Frauen werden jährlich neu in das Programm „Mama denk‘ an mich“ aufgenommen. „Unser Ziel ist es, dass die Familien zusammenbleiben und die Kinder bei ihren Eltern leben“, sagt Prof. Pilhatsch. In gut zwei Dritteln der Fälle gelingt dies bei den Familien, die an dem Programm teilnehmen Die sogenannte Haltequote, die aufzeigt, wie viele Frauen abstinent beziehungsweise in Betreuung bleiben, ist sogar auf 75 Prozent gestiegen. „Das zeigt, dass unser Konzept erfolgreich ist.“

Judith Kunkis ist eine von mehreren Sozialarbeiterinnen und -arbeitern, die sich um die Familien kümmern. Sie fungiert als eine Art Schnittstelle zwischen den Betroffenen, den Therapieangeboten an den Kliniken und den involvierten Behörden. „Ganz wichtig ist die enge Zusammenarbeit der verschiedenen medizinischen Fachbereiche. In Teamsitzungen wird über den jeweiligen Fall und das weitere Vorgehen beraten.“ Ein weiterer Vorteil ist die räumliche Nähe der einbezogenen Kliniken auf dem gemeinsamen Campus des Maximalversorgers Uniklinikum. So befindet sich die Kinder- und Frauenklinik in unmittelbarer Nachbarschaft zur Suchtambulanz in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. So werden die drogenabhängigen Frauen und ihre Kinder, die häufig unterentwickelt und mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zur Welt kommen, während der Schwangerschaft und auch danach medizinisch auf höchstem Niveau von den Ärztinnen und Ärzten am Uniklinikum betreut. Das Projekt „Mama denk‘ an mich“ unterstützt die jungen Frauen insbesondere nach der Geburt in ihrer Mütterrolle und soll verhindern, dass Eltern und Kind getrennt werden müssen.

Interdisziplinärer Lösungsansatz zeigt Erfolg


In der Regel findet vor der Aufnahme in das Programm ein diagnostisches Erstgespräch in der Suchtambulanz statt. 

Der Zugang hierfür erfolgt niedrigschwellig, also auf möglichst unkompliziertem Weg. 

Die größte Hürde, die die drogenabhängigen Frauen meistern müssen: ihre Sucht überwinden. 

Abstinenz ist oberstes Ziel der Behandlung und wird mittels Urinkontrollen regelmäßig überprüft. 

In einer etwa sechsmonatigen Phase mit gemeinsamen Sitzungen in der Müttergruppe werden die Frauen auch durch den Sozialdienst betreut. „Stress und Drogenkonsum hängen eng zusammen. 

Dort setzt die Arbeit des Sozialdienstes an“, sagt Prof. Pilhatsch. 

Schulden, Wohnungs- und Arbeitslosigkeit, ungewollte Schwangerschaft, Überforderung – hierbei helfen die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter des Programms. 

Im Idealfall können die gefestigten Betroffenen nach einem halben Jahr in die Betreuung einer Suchtberatungsstelle vermittelt werden.

Nun soll das Angebot erweitert werden – auch mithilfe eines Preisgeldes. 

 Das Team um Prof. Pilhatsch ist für das Projekt „Mama denk‘ an mich“ – ein interdisziplinäres, suchtspezifisches Behandlungsangebot für junge und werdende Eltern mit Methamphetaminabhängigkeit - mit dem diesjährigen Otsuka Team Award Psychiatrie+ in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet worden. Über die Stiftung zur Förderung der Hochschulmedizin Dresden wird diese Summe genutzt, um Familien, die für das Programm aus dem Dresdner Umland ans Uniklinikum fahren müssen, bei den Fahrtkosten zu unterstützen.

„Wir freuen uns, dass der Aufwand, den wir für dieses Projekt am Uniklinikum betreiben, aber auch dessen Erfolg gesehen und gewürdigt werden“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum. 

„Es erfüllt uns mit Stolz, dass dabei vor allem die großartige Teamarbeit zwischen unseren Kliniken im Fokus steht.“

Die Verleihung des Otsuka Team Award Psychiatrie+ fand am 1. Dezember 2023 im Rahmen des diesjährigen DGPPN Kongresses 2023, der wichtigsten Tagung deutscher Psychiaterinnen und Psychiater, in Berlin statt. 

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

 


 

 

 
 
 
 
 
Über Google: Medizin am Abend Berlin
idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
FamilieNetz - Initiative "Mama, denk an mich"
Judith Kunkis
Tel.: 0351 458 66 33
E-Mail: mama.dam@ukdd.de

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Suchtambulanz
Leiter Prof. Maximilian Pilhatsch
Tel.: 0351 458 2760
E-Mail: Maximilian.Pilhatsch@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de/psy

Nora Domschke Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Fetscherstraße 74
01307 Dresden
Deutschland
Sachsen

Holger Ostermeyer
Telefon: 0351 / 458-4162
Fax: 0351 / 458-884162
E-Mail-Adresse: pressestelle@uniklinikum-dresden.de

 

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

http://Medizin-Podcast Amboss über das Projekt

https://amboss.podigee.io/118-aerztliches-engagement

 
https://open.spotify.com/episode/7CE1mr9vtfN6DYqOIg4N8h

 

MaAB - Medizin am Abend Berlin TEAM VOR ORT: Intensiv-Fortbildung BAUCHRAUM DIALOGE / Austausch - Erfahrung - Expertise

 Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit:

 

https://www.behandeln-statt-verwalten.de/startseite