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Wer weniger Schmerz empfindet, zeigt auch weniger Mitgefühl / Körpereigene Opiate

Medizin am Abend Berlin Fazit:    Körpereigene Opiate beeinflussen Empathie


Die Fähigkeit, den Schmerz anderer Personen nachzuempfinden, baut auf jenen neurobiologischen Prozessen auf, die die Grundlage für die Empfindung von selbst erlebtem Schmerz sind. 

Mit einer innovativen experimentellen Methode konnte ein internationales WissenschafterInnenteam um den Psychologen Claus Lamm von der Universität Wien nachweisen, dass die Reduktion von selbst erlebtem Schmerz auch eine Reduktion von Empathie für Schmerz bewirkt.

Die ForscherInnen vermuten, dass dieser Effekt durch körpereigene Opiate beeinflusst wird und publizieren dazu aktuell in der Fachzeitschrift "PNAS". 
 
Claus Lamm und sein interdisziplinäres Team nutzten in dieser, vom Wiener Wissenschafts- und Technologiefonds geförderten, Studie mit über 100 TeilnehmerInnen einen innovativen methodischen "Kniff", um eine seit Jahren bestehende Lücke in der Erklärung der neurobiologischen Mechanismen von Empathie zu schließen:

Die sogenannte Placebo-Analgesie. Über die experimentelle Manipulation von selbst empfundenen Schmerz wurde getestet, inwiefern dies gleichermaßen zu einer Manipulation von Empathie für Schmerz führt.

"Nur so lässt sich letztlich folgern, dass Empathie auf einer Simulation beruht", erklärt Claus Lamm vom Institut für Psychologische Grundlagenforschung und Forschungsmethoden der Universität Wien.

Versuchspersonen in der Placebo-Analgesiegruppe berichteten eine signifikant reduzierte subjektive Schmerzwahrnehmung, welche mit reduzierter Gehirnaktivität im anterioren insulären Kortex und dem mittleren zingulären Cortex einher ging.

"Diese Bereiche im Gehirn sind als Teile des neuronalen Empathienetzwerkes bekannt. Sie stellen gleichzeitig auch zentrale Bestandteile des körpereigenen Opiatsystems dar, also jenes Systems, das an der Dämpfung von selbst empfundenem Schmerz beteiligt ist", so der Psychologe.

In einem Folgeexperiment testeten die WissenschafterInnen die Beteiligung des Opiatsystems am beobachteten "Placeboempathie"-Effekt, um klarere Rückschlüsse auf beteiligte Neurotransmittersysteme ziehen zu können.

Mit Hilfe eines Medikamentes, das die Opiatrezeptoren blockiert, lösten Lamm und sein Team bei 50 TeilnehmerInnen eine Blockade des "Placeboempathie"-Effekts aus. "Das macht eine mögliche Beteiligung des Opiatsystems an der 'Placeboempathie' wahrscheinlicher und stellt für uns einen bedeutenden Schritt zu einem mechanistischeren Verständnis von Empathie dar", sagt Studienleiter Lamm

Wie sieht der direkte Einfluss des Opiatsystems auf Empathie aus?

"Wir stellen uns nun die Frage, inwieweit die beobachteten Effekte im Opiatsystem direkt auf empathische Prozesse wirken, oder lediglich über den Umweg der Manipulation des eigenen Erlebens entstehen", erklärt Claus Lamm. Das Team arbeitet derzeit an einer weiteren Studie, die direkte Effekte einer Opiatverabreichung auf Empathie untersucht.

  •  "Unsere Ergebnisse zeigen, dass Empathie sehr stark und unmittelbar in unseren eigenen Erfahrungen – bis hin zu deren körperlichen und neuronalen Grundlagen – begründet sein kann. 
  • Das ist mit ein Grund, warum uns die Gefühle anderer Personen so 'nahe gehen' können – weil wir sie eben nicht nur sinnbildlich so 'nachempfinden', als ob wir sie gerade selbst erleben. Andererseits erklärt es auch, warum Empathie teilweise in eine falsche Richtung gehen kann – weil wir die andere Person eben primär aus unserem eigenen Blickwinkel heraus beurteilen", erklärt Lamm.

Am Forschungsprojekt beteiligt waren ForscherInnen des MRT Exzellenzzentrums der Medizinischen Universität Wien (Christian Windischberger), des Department of Clinical Neuroscience am Karolinksa Institutet in Stockholm (Predrag Petrovic), sowie des Collective Emotions and Social Cognitive Neuroscience Laboratory am SISSA Trieste (Giorgia Silani).

Publikation in "Proceedings of the National Academy of Science"
Rütgen, M., Seidel, E.M., Silani, G., Riecansky, I., Hummer, A., Windischberger, C., Petrovic, P., Lamm, C.: Placebo analgesia and its opioidergic regulation suggest that empathy for pain is grounded in self pain. Proceedings of the National Academy of Sciences
DOI: http://www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1511269112


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

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Prägende Mütter - Genetik der Stute beeinflusst Trächtigkeit und Geschlecht der Nachkommen

Medizin am Abend Berlin:  Üblicherweise sind es in der Pferdezucht die Hengste, die eine Zuchtlinie begründen. 


In manchen Fällen sind es aber auch die Stutenlinien, die bei der Zucht die übergeordnete Rolle spielen. 

Expertinnen der Vetmeduni Vienna untersuchten die Trächtigkeiten verschiedener Stutenfamilien. Sie fanden heraus, dass die Trächtigkeitsdauer in den verschiedenen Familien unterschiedlich lang ist. 

Außerdem gibt es Familien, die vermehrt weibliche Fohlen zur Welt bringen. Die Ergebnisse wurden im Fachblatt PLOS One veröffentlicht. 
 
Die Abstammung von Sport- und Freizeitpferden ist für viele HalterInnen wichtig.

Pferde mit gutem Stammbaum bringen häufig auch die gewünschten Merkmale wie beispielsweise Schnelligkeit, gewünschter Körperbau und Gesundheit mit.

Die Mütter spielen eine wichtigere Rolle in der Pferdezucht als bisher gedacht. Die Mütter spielen eine wichtigere Rolle in der Pferdezucht als bisher gedacht. Foto: Dr. Juliane Kuhl/Vetmeduni Vienna

Am Graf-Lehndorff-Institut für Pferdewissenschaften, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung der Vetmeduni Vienna und dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt in Deutschland untersuchten Juliane Kuhl und Christine Aurich, wie sehr der mütterliche Stammbaum die Trächtigkeit und die Merkmale der Fohlen mitbestimmt. Gemeinsam mit der Statistikerin Kathrin Stock vom landwirtschaftlichen Rechenzentrum VIT in Deutschland werteten sie die Daten von insgesamt 640 Trächtigkeiten bei 142 Stuten aus.

Mütterliche Abstammung beeinflusst Trächtigkeitsdauer

Die Zuchtstuten ließen sich in verschieden große Mutterfamilien einteilen.

  • Es zeigte sich, dass die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer, die bei Pferden zwischen 320 und 360 Tagen liegt, von Familie zu Familie variiert. 
  • Es gibt Mutterlinien, die im Schnitt 10 Tage länger tragen als andere. Dass Hengstfohlen erfahrungsgemäß länger ausgetragen werden als Stutfohlen, kommt zu diesem Effekt noch hinzu.

„Den genauen Geburtszeitpunkt können wir damit jedoch nicht vorhersagen. Die individuellen Schwankungen zwischen den einzelnen Trächtigkeiten sind zu groß. Die Informationen aus der Studie können uns jedoch dabei helfen, den Zeitpunkt besser einzugrenzen“, betont die Erstautorin Juliane Kuhl.

„Die Tragzeit ist auch für Pferdezuchtbetriebe interessant.

Eine Zuchtstute soll idealerweise jedes Jahr ein Fohlen gebären. Bei besonders langen Tragezeiten verschiebt sich die Geburt eines neuen Fohlens jedes Jahr zeitlich nach hinten.

Für Zuchtbetriebe sind Geburten zu Beginn des Jahres interessant, da die Tiere dann in ihrem Jahrgang bei Wettkämpfen besser konkurrieren können“, erklärt Kuhl.

Der mütterliche Stammbaum beeinflusst Geschlechterverteilung der Fohlen

Es zeigte sich außerdem, dass es Mutterlinien gibt, die eher weibliche Fohlen gebären als Hengstfohlen. Aber auch das Alter der Mütter spielt dabei eine Rolle. Junge Stuten, die im Alter von drei Jahren zum ersten Mal belegt werden, gebären vermehrt Stutfohlen. Genauso gebären auch ältere Stuten vermehrt weibliche Nachkommen.

  • Bei Fohlen von Stuten mittleren Alters, also zwischen vier und zwölf Jahren, war das Geschlechterverhältnis hingegen nahezu ausgewogen.

  • „Für die Pferdezucht sind auch diese Ergebnisse von Bedeutung. Je nachdem, welches Geschlecht gerade gewünscht ist, kann auch die entsprechende Stute ausgesucht werden“, meint Kuhl.

Der Mechanismus, der hinter diesem Phänomen steckt, ist den Forschenden noch unklar.
„Wir vermuten, dass diese Effekte auf die mitochondriale DNA zurückzuführen sind. Diese, nur von der Mutter vererbte DNA, kann beispielsweise den Zellstoffwechsel und damit auch die Plazentafunktion beeinflussen“, so die Studienleiterin, Christine Aurich.

„Wir wissen auch, dass weibliche Embryonen widerstandsfähiger sind. Da während der frühen Trächtigkeit etwa 20 bis 30 Prozent der Embryonen absterben, könnte es auch sein, dass es eher die männlichen Embryonen sind, die seltener überleben. 

Hier könnten beispielsweise die Gründe für die Geschlechterverteilung liegen. Es könnten aber auch Unterschiede in der Plazentafunktion sein, die das Überleben der Embryonen beeinflussen“, so Aurich.

Service:
Der wissenschaftliche Artikel “Maternal Lineage of Warmblood Mares Contributes to Variation of Gestation Length and Bias of Foal Sex Ratio” von Juliane Kuhl, K. F. Stock, M. Wulf und Christine Aurich wurde im Fachjournal Plos One veröffentlicht. doi:10.1371/journal.pone.0139358 http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0139358

Über die Veterinärmedizinische Universität Wien

Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna) ist eine der führenden veterinärmedizinischen, akademischen Bildungs- und Forschungsstätten Europas. Ihr Hauptaugenmerk gilt den Forschungsbereichen Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit, Tierhaltung und Tierschutz sowie den biomedizinischen Grundlagen. Die Vetmeduni Vienna beschäftigt 1.300 MitarbeiterInnen und bildet zurzeit 2.300 Studierende aus. Der Campus in Wien Floridsdorf verfügt über fünf Universitätskliniken und zahlreiche Forschungseinrichtungen. Zwei Forschungsinstitute am Wiener Wilhelminenberg sowie ein Lehr- und Forschungsgut in Niederösterreich gehören ebenfalls zur Vetmeduni Vienna. Im Jahr 2015 feiert die Vetmeduni Vienna ihr 250-jähriges Bestehen. http://www.vetmeduni.ac.at

Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

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Morbus Crohn: Viren/Bakteriophagen/Phagen/Bakterien und mein adaptives Abwehrsystem

Medizin am Abend Berlin Fazit:    Abwehrsystem automatisch aufgeschlüsselt

Ein Forscherteam hat eine Software entwickelt, die erkennt, wie Bakterien sich gegen Viren verteidigen 
 
Es ist ein Kampf, der seit Urzeiten herrscht – im Wasser, auf der Erde und sogar auf der Haut und im Magen des Menschen: 

Wenn Viren, die so genannten Bakteriophagen oder kurz Phagen, Bakterien befallen, können sie Schaden anrichten.

  • Aktuelle Studien legen nahe, dass Phagen eine Rolle bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn spielen könnten. 
  • Doch Bakterien sind anpassungsfähig: Sie verändern ihr Immunsystem, als CRISPR-Cas bezeichnet, um sich zu schützen. 

Erstmals ist es nun einer Gruppe um den Freiburger Bioinformatiker Prof. Dr. Rolf Backofen gelungen, die mehr als 2.000 bekannten CRISPR-Abwehrsysteme von Bakterien zu klassifizieren.

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Omer S. Alkhnbashi und Fabrizio Costa, seiner Mitarbeiterin Sita J. Saunders sowie mit dem US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information hat der Forscher die CRISPR-Cas-Systeme in zwei Klassen, fünf Typen und 16 Subtypen unterteilt.

Dazu nutzte das Team eine selbstentwickelte Software: „Basierend auf maschinellem Lernen ist unser Programm imstande, jedes neue Abwehrsystem automatisch zu klassifizieren“, sagt der Bioinformatiker. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Nature Reviews Microbiology“ erschienen.



Bildunterschrift: Siehe Pressemitteilung
Allgemeiner Aufbau eines CRISPR-cas-Systems. Die Klassifizierung basiert auf der Komposition der CRISPR-assoziierten Proteine (cas). Grafik: Rolf Backofen

  • Die Viren nutzen eine schwer zu schlagende Waffe: Sie entwickeln sich schnell und können sich dadurch immer neuen Wirten anpassen. 
  • Die Bakterien jedoch können sich zur Wehr setzen. Sie haben ein so genanntes adaptives Immunsystem. 
  • Das bedeutet, dass Bakterien, die eine Phageninfektion überlebt haben, sich gegen weitere Infektionen desselben Erregers schützen können.
  • Dazu nutzen sie das System CRISPR-Cas. 
  • Es basiert auf Ribonukleinsäure, die für die Biosynthese von Proteinen verantwortlich ist. 

Bakterien integrieren ein kurzes Stück der ursprünglichen Viren-DNA in ihr CRISPR-System.

Jede eindringende DNA, die eine große Ähnlichkeit mit diesem gespeicherten Stück aufweist, wird vom Bakterium umgehend unschädlich gemacht.

Diese Immunität, also die Information im CRISPR-Cas-System, können verschiedene Bakterien auch über den so genannten horizontalen Gen-Transfer miteinander teilen – sie impfen sich sozusagen gegenseitig.

Die Flexibilität macht die Klassifikation verschiedener CRISPR-Systeme schwierig – bisher war diese Arbeit nur durch mühsame manuelle Analyse möglich. Die von Backofens Team entwickelte Software verarbeitet und analysiert unzählige Datenmengen in kurzer Zeit. So können mehr als 20.000 Proteinsequenzen in fünf Minuten analysiert werden. „Insbesondere ist es nun auch möglich, Bakterien zum Beispiel im Magen oder auf der Haut als Ganzes zu sequenzieren und nach den vorhandenen Bakteriophagen-Immunitäten, also CRISPR-Systemen, zu untersuchen“, sagt der Forscher. Aber das CRISPR-cas System ist auch biotechnologisch von Bedeutung.

So wurden bereits vor zwei Jahren Bausteine eines CRISPR-cas Systems kombiniert, um eine neue und zuverlässigere Technologie für das Editieren von Genomen zu etablieren. Diese Technologie ist nun weltweiter Standard und hat die alten Verfahren fast komplett ersetzt. Die Klassifizierung der Abwehrsysteme erleichtert die Suche nach neuen biotechnologisch einsetzbaren Systemen erheblich.


Originalveröffentlichung:
Kira S. Makarova, Yuri I. Wolf, Omer S. Alkhnbashi, Fabrizio Costa, Shiraz A. Shah, Sita J. Saunders, Rodolphe Barrangou, Stan J. J. Brouns, Emmanuelle Charpentier, Daniel H. Haft, Philippe Horvath, Sylvain Moineau, Francisco J. M. Mojica, Rebecca M. Terns, Michael P. Terns, Malcolm F. White, Alexander F. Yakunin, Roger A. Garrett, John van der Oost, Rolf Backofen, Eugene V. Koonin (2015): An updated evolutionary classification of CRISPR–Cas systems In: Nature Reviews Microbiology. doi:10.1038/nrmicro3569


Medizin am Abend Berlin Kontakt:

Prof. Dr. Rolf Backofen
Institut für Informatik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-7461
E-Mail: backofen@informatik.uni-freiburg.de
Rudolf-Werner Dreier Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau


Medizinische Untersuchung, Unterbringung von Flüchtlingen und deren Kindern - Asyl

Medizin am Abend Berlin Fazit

Der Innenausschuss hat den Weg für den von den Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD vorgelegten Entwurf eines "Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes" (18/6185) frei gemacht.

Das Gremium billigte die Vorlage am Mittwoch gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke bei Enthaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in modifizierter Fassung. Der Gesetzentwurf stand am Donnerstag zur abschließenden Beratung auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums und stand am Freitag auf der des Bundesrates.

Medizin am Abend Berlin Fachlink hier:  


Der Vorlage zufolge ist es zur Bewältigung der mit dem aktuellen Flüchtlingsandrang verbundenen Herausforderungen notwendig, das Asylverfahren zu beschleunigen. Die Rückführungen vollziehbar Ausreisepflichtiger sollten vereinfacht und "Fehlanreize, die zu einem weiteren Anstieg ungerechtfertigter Asylanträge führen können, beseitigt werden". Um die Unterbringung der großen Zahl von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Deutschland gewährleisten zu können, solle zudem für einen befristeten Zeitraum von geltenden Regelungen und Standards abgewichen werden können. Gleichzeitig sei es erforderlich, die Integration derjenigen zu verbessern, die über eine gute Bleibeperspektive verfügen.

Vorgesehen ist unter anderem, Albanien, Kosovo und Montenegro asylrechtlich als "sichere Herkunftsstaaten" einzustufen, um Asylverfahren von Staatsangehörigen dieser Länder zu beschleunigen. Dort erscheine gewährleistet, "dass weder Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfinden und die Voraussetzungen für die Gewährung von Asyl, Flüchtlingsschutz oder subsidiärem Schutz für Staatsangehörige dieser Staaten daher nur in Einzelfällen vorliegen".

  • Aus diesem Grund sollten sie künftig auch bis zum Ende des Asylverfahrens in den Erstaufnahmeeinrichtungen verbleiben.

Um mögliche Fehlanreize zu beseitigen, die zu ungerechtfertigten Asylanträgen führen können, soll der Vorlage zufolge der Bargeldbedarf in Erstaufnahmeeinrichtungen so weit wie möglich durch Sachleistungen ersetzt werden.

Erleichtert werden soll die Durchsetzung bestehender Ausreisepflichten. e So dürfe künftig nach Ablauf der Frist zur freiwilligen Ausreise der Trmin der Abschiebung nicht angekündigt werden, um die Gefahr des Untertauchens zu verringern.

  • Die Höchstdauer der Aussetzung von Abschiebungen durch die Länder soll von sechs auf drei Monate reduziert werden.

Die Menschen, die eine gute Bleibeperspektive haben, sollen laut Gesetzentwurf möglichst schnell in Gesellschaft und Arbeitswelt integriert werden. Hierfür würden die Integrationskurse für Asylbewerber sowie Geduldete mit guter Bleibeperspektive geöffnet.

  • Das Leiharbeitsverbot für Asylbewerber sowie Geduldete entfalle nach drei Monaten, wenn es sich um Fachkräfte handelt. Für geringer qualifizierte Kräfte werde der Zugang zur Leiharbeit erst nach 15 Monaten möglich sein.

Für die Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften während der Dauer des Asylverfahrens und danach sollen den Angaben zufolge zeitlich befristete Erleichterungen im Bauplanungsrecht geschaffen werden. Zudem würden "in eng begrenztem und klar umrissenem Umfang" weitere punktuelle Erleichterungen hinsichtlich des Einsatzes erneuerbarer Energien im Gebäude vorgesehen.

Der Bund beteiligt sich laut Vorlage "strukturell, dauerhaft und dynamisch an den gesamtstaatlichen Kosten, die in Abhängigkeit von der Zahl der Aufnahme der Asylbewerber und Flüchtlinge entstehen". Durch eine Änderung der Umsatzsteuerverteilung nach dem Finanzausgleichsgesetz entlaste der Bund die Länder von Kosten für Asylbewerber, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und bei der Kinderbetreuung. In den Fällen, in denen die Kommunen Kostenträger sind, sollen die Länder die vom Bund erhaltenen Mittel weitergeben.

Wie aus der Vorlage weiter hervorgeht, unterstützt der Bund Länder und Kommunen zudem beim Neubau von Wohnungen und bei der Ausweitung des Bestands an Sozialwohnungen. Hierzu würden die den Ländern für den Bereich "Wohnraumförderung" zuzuweisenden Kompensationsmittel für die Jahre 2016 bis 2019 jeweils um 500 Millionen Euro erhöht. Die Länder hätten zugestimmt, diese Mittel zweckgebunden für den sozialen Wohnungsbau zu verwenden.

Mit den Stimmen der Koalition und der Grünen-Fraktion billigte der Ausschuss einen von der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion vorgelegten Änderungsantrag. Danach soll unter anderem die Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender nicht wie bislang vorgesehen bei Bedarf um jeweils längstens zwei Wochen, sondern um längstens einen Monat verlängert werden können. Damit soll der Verwaltungsaufwand für die ausstellenden Behörden reduziert werden.

Die CDU/CSU-Fraktion betonte, mit dem Gesetzentwurf würden "richtige Weichen gestellt und notwendige Maßnahmen ergriffen". Sie verteidigte die vorgesehenen Leistungskürzungen als gerechtfertigt und hob hervor, dass Deutschland mit der Aufnahme der großen Zahl von Flüchtlingen gezeigt habe, zu welcher Verantwortung es bereit sei.

Die SPD-Fraktion unterstrich, dass die Bundesrepublik angesichts der derzeitigen Dynamik der Flüchtlingswanderung in den vergangenen Wochen und Monaten "Großartiges" geleistet habe. Dabei bleibe man weiterhin aufnahmebereit. Man brauche aber eine Priorität für Kriegsflüchtlinge. Die Fraktion machte zugleich deutlich, dass die Begeisterung über den Gesetzentwurf in ihren Reihen "unterschiedlich ausgeprägt" sei. Zu den positiven Elementen der Vorlage zählte sie unter anderem die Unterstützung der Kommunen und die Öffnung der Integrationskurse für einen größeren Personenkreis.

Diese Öffnung bewertete auch die Fraktion Die Linke positiv, nannte die Vorlage aber zugleich ein "Integrationsverhinderungsgesetz", das entscheidende Verschärfungen und verfassungswidrige Leistungskürzungen enthalte. Sie wandte sich gegen eine "Einteilung in gute und schlechte Flüchtlinge" und beklagte eine "Asylmissbrauchskampagne". Mit Blick auf die geplante Einstufung als sichere Herkunftsländer kritisierte sie, damit würde die "ganze Gruppe" der Asylbewerber vom Westbalkan aus dem Asylrecht genommen.
Auch aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kam deutliche Kritik an der Einstufung der drei Westbalkan-Staaten als sichere Herkunftsländer. Dabei habe eine Auseinandersetzung mit konkreten Vorfällen sowie mit deutschen Gerichtsentscheidungen nicht stattgefunden. Auch schicke die Regierungskoalition die Bundeswehr in den Kosovo, um das Land zu stabilisieren, und behaupte gleichzeitig, dort sei alles sicher. Weiter monierte die Fraktion, dass der Gesetzentwurf allein auf Abschreckung setze. Dies sei ein völlig falscher Ansatz, der kein Problem lösen werde.
Ein Vertreter des Bundesinnenministeriums verwies darauf, dass sein Haus die Verfassungsgemäßheit des Gesetzentwurfs "sehr eingehend" geprüft habe. Danach stießen die geplanten Regelungen auf keine verfassungsrechtlichen Bedenken.

Unterbringung von Flüchtlingskindern

  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können zukünftig bundesweit auf alle Jugendämter verteilt werden. 

Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/5921), den der Familienausschuss am Mittwoch in einer geänderten Fassung mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD gegen das Votum der Linksfraktion verabschiedete. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich der Stimme. Der Bundestag hat abschließend über die Gesetzesvorlage beraten und abstimmen. Das Gesetz soll bereits zum 1. November dieses Jahres in Kraft treten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise hatte sich die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer für ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren ausgesprochen.

Durch die bundesweite Aufnahmepflicht der Länder soll gewährleistet werden, dass unbegleitete Flüchtlingskinder dort untergebracht werden können, wo Kapazitäten für eine dem Kindeswohl entsprechende Versorgung und Betreuung vorhanden sind. Nach der derzeit geltenden Gesetzeslage ist dies nicht möglich. Zuständig für die Inobhutnahme von unbegleiteten Flüchtlingskindern ist bislang stets jenes Jugendamt, bei dem das Kind nach seiner Einreise nach Deutschland erstmals registriert wird. Diese Regelung führte jedoch zu einer Überforderung vieler Jugendämter in den Grenzregionen und Ballungsgebieten.

Gemäß eines Änderungsantrages von Union und SPD zum Gesetzentwurf, den der Familienausschuss gegen die Stimmen der Linken und Grünen annahm, wird der Passus, dass die Verteilung der Flüchtlingskinder nur auf "geeignete" Jugendämter zu erfolgen habe, ersatzlos gestrichen. Dies hatte auch der Bundesrat gefordert. Die Koalitionsfraktionen verwiesen darauf, dass prinzipiell jedes Jugendamt in der Lage sein muss, den Kindern eine angemessene Unterbringung, Verpflegung und Betreuung zu gewährleisten. Zuständig für die Verteilung der Flüchtlingskinder seien die Bundesländer, die auch am besten beurteilen könnten, welche Jugendämter über entsprechende Kapazitäten verfügen. Dies stieß auf Kritik der Oppositionsfraktionen.

  • Zehn bis 20 Prozent der Jugendämter in Deutschland hätten keine Erfahrungen mit der Inobhutnahme unbegleiteter Flüchtlingskinder, hieß es aus den Reihen der Linksfraktion.

  • Linke und Grüne bemängelten zudem, dass den Flüchtlingskindern bei der vorläufigen Inobhutnahme kein unabhängiger, rechtlicher Vormund gestellt werde. 

Ebenso würde ihnen bei der Frage, wo sie in Deutschland untergebracht werden wollen, kein Mitspracherecht eingeräumt. Linke und Grünen verwiesen darauf, dass dies auch in der öffentlichen Anhörung des Ausschusses zum Gesetzentwurf mehrheitlich von den Sachverständigen gefordert worden sei.

Die entsprechenden Anträge der beiden Oppositionsfraktionen (18/4185, 18/5932) lehnte der Familienausschuss mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen jedoch ab. Union und SPD bezeichneten die Gesetzesvorlage als ausgewogenen Kompromiss, bei dem das Kindeswohl aber im Fordergrund stehe.

Geregelt wird durch den angenommen Änderungsantrag jetzt auch die Altersfeststellung. So soll das Alter von Jugendlichen, wenn keine gültigen Ausweispapiere vorliegen, durch eine "qualifizierte Inaugenscheinnahme" oder durch eine medizinische Untersuchung erfolgen.


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Charité – Universitätsmedizin Berlin: Die Müllabfuhr im Gehirn ankurbeln

Medizin am Abend Berlin Fazit:    Können körpereigene Abwehrzellen für den Kampf gegen Alzheimer mobilisiert werden?  

 

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben untersucht, inwieweit spezielle Zellen des Immunsystems, sogenannte Makrophagen oder Fresszellen, für die Entsorgung der alzheimertypischen Eiweißablagerungen im Gehirn genutzt werden können. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals The Journal of Experimental Medicine* veröffentlicht.



Li: Hirneigene Mikroglia (blau) um Alzheimer Aβ-Plaques (grün) im Gehirn einer Alzheimer Maus. Re: aus der Peripherie in das Gehirn eingewanderte „neue“ Makrophagen, die sich rasch im Gehirn ve
 Li: Hirneigene Mikroglia (blau) um Alzheimer Aβ-Plaques (grün) im Gehirn einer Alzheimer Maus. Re: aus der Peripherie in das Gehirn eingewanderte „neue“ Makrophagen, die sich rasch im Gehirn ve
The Journal of Experimental Medicine

Mehr als 20 Prozent der über 85-jährigen Menschen weltweit leiden an einer Alzheimer-Demenz. 

Wichtiger Ansatzpunkt für die Erforschung der Krankheit sind die Beta-Amyloid-Plaques (Aβ-Plaques). Diese Eiweißfragmente lagern sich im Gehirn von Alzheimer-Patienten ab und stehen im Zentrum der Krankheitsentstehung.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Frank Heppner, Direktor des Instituts für Neuropathologie an der Charité, konnte bereits in früheren Arbeiten zeigen, dass die Immunzellen des Gehirns, die Mikroglia, bei Alzheimer-Patienten nicht mehr richtig funktionieren und sozusagen erlahmen. Sie kommen ihrer Aufgabe des Abräumens fremder Substanzen, wie dem krankhaften Aβ-Eiweiß, nicht mehr nach.

In ihrer aktuellen Studie haben die Forscher nun untersucht, ob möglicherweise die „Schwesternzellen“ der Mikroglia, die Makrophagen, das sind Immunzellen des Blutes und innerer Organe, ins Gehirn geschleust werden könnten, damit sie dort die Aufgabe der funktionsuntüchtigen Mikroglia übernehmen.

Dazu entwickelten die Forscher zunächst ein Mausmodell, in dem die Mikrogliazellen der an Alzheimer erkrankten Mäuse ausgeschaltet waren. Angesichts dieser Notsituation setzte das Gehirn eine Art Zuwanderungsprogramm in Kraft: Innerhalb kurzer Zeit wurde es von aus der Peripherie stammenden Makrophagen bevölkert, die aus dem Blutstrom eingewandert sind. Anschließend entwickelten sie sich zu Mikroglia-ähnlichen Zellen, die die Pathologie der Krankheit jedoch nicht veränderten; sie ignorierten die krankhaften Aβ-Eiweiße und lagerten sich nicht einmal an diese an. Zu einem identischen Ergebnis kommt auch die Studie einer Arbeitsgruppe der Universität Tübingen, die ebenfalls in der aktuellen Ausgabe des Journal of Experimental Medicine veröffentlicht ist.

„Um die neuen, aus der Peripherie stammenden Makrophagen für das Aβ-Eiweiß zu interessieren, haben wir den Alzheimer-Mäusen, deren Mikrogliazellen durch periphere Fresszellen ausgetauscht waren, eine Aβ-Impfung verabreicht“, erläutert Prof. Heppner. „Ein Verfahren, das derzeit auch in diversen klinischen Studien untersucht wird und Gegenstand intensiver Diskussionen ist“, fügt er hinzu.

  • Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Makrophagen auch unter dieser zusätzlichen Stimulation nicht effizienter als die hirneigenen Mikrogliazellen sind. 

„Offensichtlich bedarf es eines anderen oder weiteren Stimulus, damit residente Mikroglia oder deren aus der Peripherie stammende Schwesternzellen ihr eigentlich vorhandenes Potenzial abrufen können“, so Prof. Heppner. „Unsere Daten sind jedoch insofern relevant, da viele aktuelle Studien unabhängig voneinander zeigen, dass insbesondere der Mikroglia eine große Bedeutung bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung zukommt. Deshalb ist, nicht zuletzt für die Entwicklung neuer Therapieansätze, eine detaillierte Aufklärung von Rolle und Funktion der Mikrogliazellen und Makrophagen bei der Alzheimer Erkrankung fundamental.“

In Folgestudien wollen die Wissenschaftler nun versuchen, diesen fehlenden Stimulus zu identifizieren, damit die Fresszellen ihrer eigentlichen Funktion wieder nachkommen können.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Prof. Dr. Frank Heppner
Direktor des Instituts für Neuropathologie
Charité - Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 536 041
frank.heppner@charite.de
Dr. Julia Biederlack Charité – Universitätsmedizin Berlin

Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson - Ein Enzym räumt auf! die HTRA1 Protease

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Neue Erkenntnisse bei Krankheiten wie Alzheimer - Ein Enzym räumt auf

Viele degenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson gehen auf falsch gefaltete Proteine zurück. Sie formen Ablagerungen, die der Körper nicht mehr auflösen kann. Mikrobiologen der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben jetzt nachgewiesen, dass genau dies ein bestimmtes Enzym vermag: 

die HTRA1 Protease. 

Sie schafft es, eine besonders hartnäckige Form von verklumpten Proteinen, die amyloiden Fibrillen, effizient abzubauen. Ihre Erkenntnisse haben die Forscher in der aktuellen Online-Ausgabe von Nature Chemical Biology* veröffentlicht. 
 
  • Amyloide Fibrillen sind krankhafte Ablagerungen, die inner- und außerhalb von Zellen vorkommen. 
  • Sie können zu Entzündungsreaktionen führen oder verursachen den Zelltod; die betroffenen Organe und Gewebe degenerieren schleichend.
 „Weil amyloide Fibrillen eine sehr kompakte Struktur haben, ist man bislang davon ausgegangen, dass ihr Abbau sehr schwierig bis unmöglich ist. Das konnten wir widerlegen“, erklärt Prof. Dr. Michael Ehrmann vom Zentrum für Medizinische Biotechnologie der UDE. Mit seinem Team forscht er daran, molekulare Vorgänge im Körper zu verstehen.

Erstaunlich ist, wie das Enzym seine Aufgabe angeht. 
  • „Die HTRA1 Protease erkennt, ob Proteine normale Strukturen ausgebildet haben oder unnormale, die verklumpen können. Ganz gezielt löst sie die schädlichen Strukturen auf und baut sie ab, während die gesunden unangetastet bleiben. Das Enzym betreibt sozusagen eine Qualitätskontrolle und schützt den Körper so vor Problemen“, sagt Ehrmann.

Diese Funktion der HTRA1 Protease war so noch nicht bekannt. Neu ist auch, dass sie keinesfalls in einer Zelle gefangen ist, sondern sich zwischen Zellen bewegen und in andere eindringen kann, um dort zu helfen. „Auch wenn viele Zusammenhänge noch rätselhaft sind: Die Natur scheint dem Menschen molekulare Mechanismen mitgegeben zu haben, damit sich Proteinfaltungskrankheiten nur verzögert ausbilden. Wenn wir diese Vorgänge genau verstehen“, so Ehrmann, „können wir auch bessere Strategien für die Behandlung von Patienten entwickeln.“

An den Forschungen waren auch das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund, das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, Wien, und die Cardiff University, Wales, beteiligt.

* Determinants of amyloid fibril degradation by the PDZ protease HTRA1
DOI: 10.1038/nchembio.1931

https://doi.org/10.1038/nchembio.1931


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt 

Prof. Dr. Michael Ehrmann
Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB)
Tel. 0201/183-2949
michael.ehrmann@uni-due.de
Ulrike Bohnsack Universität Duisburg-Essen

Projekt „Innovative Versorgung von akut erkrankten Bewohnern und Bewohnerinnen im Altenheim“

Medizin am Abend Berlin Fazit:   Weniger Krankenhaus – mehr Lebensqualität!

Dass auch in puncto Krankenhausaufenthalte weniger mehr ist, zeigen die Ergebnisse eines aktuellen Projekts an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). 
 
Wer in einer Pflegeeinrichtung versorgt wird, kommt auch wegen akuter Beschwerden wie etwa einer Atemwegsinfektion oder nach einem Sturz ins Krankenhaus.

  • Insbesondere bei Menschen mit Demenzerkrankungen können allein die ungewohnte Umgebung, fremde Menschen und Orientierungsverlust dazu führen, dass sich der Allgemeinzustand deutlich verschlechtert.

 Deshalb stand beim Projekt „Innovative Versorgung von akut erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern im Altenheim“ die Annahme im Vordergrund, dass sich die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten positiv auf die Lebensqualität auswirken könne.

Mit welchen Erkrankungen genau werden diese Menschen ins Krankenhaus eingewiesen? Was passiert dann? Und mit welchen Folgen kommen die Bewohner und Bewohnerinnen in die Alteneinrichtung zurück? Diesen Fragen gingen Pflegewissenschaftlerin Prof. Christel Bienstein und Ökonomin Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko mit ihrem Team in vier Pflegeheimen in NRW nach.

Und ihre Ergebnisse bergen ein großes Potenzial für Verbesserungen: 

„Viele Krankenhausaufenthalte können vermieden werden“, sagt Projektleiterin Prof. Christel Bienstein. „Die Versorgung im Heim tut den Menschen gut und sie entlastet auch die Krankenkassen“, ergänzt Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko. Sie hat die Ausgaben der Kassen für Krankenhauseinweisungen aus Altenheimen an einem Beispiel hochgerechnet und typische Versorgungsverläufe modelliert.

  • Beide Wissenschaftlerinnen sind überzeugt, dass die Versorgung akut erkrankter Bewohnerinnen und Bewohner im Altenheim von den Einrichtungen selbst in vielerlei Weise gefördert werden kann.

Deshalb ging das Projektteam nach der Auswertung der Ergebnisse noch einen Schritt weiter und entwickelte einen Leitfaden für Altenpflegeeinrichtungen, das Interventionsmodell „Aktuelle Ereignisse im Blick“, welches auf die speziellen Bedürfnisse der Einrichtungen eingeht sowie praktische Anleitungen zur Vermeidung von Krankenhausaufenthalten bietet.

 „Wir haben bei der Erstellung dieses Arbeitsbuchs eng mit Pflegefachpersonen, Heimleitern, Fachärzten und Angehörigen zusammengearbeitet. So ist es uns gelungen, besonders praxisbezogene Hilfestellungen zu geben. Umso mehr hoffen wir, dass möglichst viele Altenheime das Interventionsmodell nutzen, um ihren Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Lebensqualität zu bieten sowie gleichzeitig Kosten zu sparen“, resümiert die Leiterin des Departments für Pflegewissenschaft an der UW/H, Prof. Christel Bienstein.

Hintergrundinformation:

Das Projekt „Innovative Versorgung von akut erkrankten Bewohnern und Bewohnerinnen im Altenheim“ ist im Rahmen des vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA) innerhalb des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung NRW Ziel 2 Programms 2007 – 2013 (EFRE) gefördert worden.

Das Arbeitsbuch ist in Kürze hier online verfügbar: 

https://www.uni-wh.de/gesundheit/pflegewissenschaft/department-pflegewissenschaf...



Medizin am Abend Berlin DirektKontakt: 

 
 
Prof. Christel Bienstein
Fakultät für Gesundheit (Department für Pflegewissenschaft)
Departmentleiterin
Universität Witten/Herdecke
Stockumer Straße 12
58453 Witten
Raum: D.038
Tel.: +49 (0)2302 / 926-356
Fax: +49 (0)2302 / 926-318
E-Mail: Christel.Bienstein@uni-wh.de

 
Univ.-Prof. Dr.
Sabine Bohnet-Joschko
Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Walcker Stiftungsprofessur für Management und Innovation im Gesundheitswesen
Professorin
Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 50
58448 Witten
Raum: 2.326
Tel.: +49 (0)2302 / 926-592
E-Mail: Sabine.Bohnet-Joschko@uni-wh.de

Katrin Schubert Universität Witten/Herdecke

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.100 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte


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Rentenlücke (Gender Pension Gap) zwischen Männern und Frauen

Medizin am Abend Berlin Fazit

Von 1995 bis 2011 hat sich die Rentenlücke (Gender Pension Gap) zwischen Männern und Frauen um rund 12 Prozentpunkte verringert.

Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/6148) auf eine Kleine Anfrage (18/5951) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Für 2011 gibt die Regierung eine Gesamt-Rentenlücke (inklusive gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge) von 57 Prozent an, wobei sich der Wert zwischen den west- und ostdeutschen Bundesländern stark unterscheidet.

  • So betrug die Rentenlücke 2011 im Westen 61 Prozent und im Osten nur 35 Prozent.

Es zeige sich, dass sich persönliche und im Paarkontext gemeinsam getroffene Entscheidungen im Lebens- und Erwerbsverlauf auf die eigene Alterssicherung auswirkten und vor allem Frauen die langfristigen Folgen davon trügen, schreibt die Bundesregierung.

Sie gehe davon aus, dass sich der Trend der Verkleinerung dieses Abstandes aber in Zukunft fortsetzen werde, heißt es in der Antwort.


 Medizin am Abend Berlin Fachlink Gender Pension Gap - Rentenlücke



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Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
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Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
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Redaktionsmitglieder: Jörg Biallas (verantwortlich)
Alexander Heinrich, Claudia Heine, Michael Klein,
Claus Peter Kosfeld, Hans Krump, Hans-Jürgen Leersch,
Johanna Metz, Helmut Stoltenberg, Alexander Weinlein

Pflegewirtschaft: Steigende Kosten und knappe Ressourcen

Medizin am Abend Berlin Fazit:       Politischen Handlungsdruck

Studie des IEGUS Instituts und des RWI: Steigender Bedarf an Pflegeplätzen, Fachkräftemangel und erschwerte Bedingungen für Investoren stellen die Altenpflegewirtschaft vor große Herausforderungen 

 
Als Folge der zunehmenden Alterung der deutschen Bevölkerung wird es bis zum Jahr 2030 voraussichtlich 720 000 zusätzliche Pflegebedürftige geben.

Für sie werden zwischen 145 000 und 320 000 neue stationäre Pflegeplätze benötigt werden. 

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Instituts für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

  • Sie untersucht, was der wachsende Bedarf an ambulanter und stationärer pflegerischer Versorgung für die Weiterentwicklung der pflegerischen Infrastruktur und deren nachhaltige Finanzierung bedeutet.

Der demografische Wandel und der medizinisch-technische Fortschritt ermöglichen die Chance auf ein längeres Leben, auf der anderen Seite sind immer mehr (ältere) Menschen auf pflegerische Unterstützung und Begleitung im Alltag angewiesen.

Den Prognoserechnungen der Studie zufolge werden daher bis zum Jahr 2030 zusätzlich zwischen 31 000 und 72 000 Vollzeitäquivalente in der stationären sowie 30 000 bis 64 000 Vollzeitäquivalente in der ambulanten Pflege benötigt.

„Der zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege ist längst bekannt; die Konsequenz ist eine Beeinträchtigung der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Branche“, so Ansgar Wübker, stellvertretender Leiter des RWI-Kompetenzbereichs „Gesundheit“. 

Zwar ist der Engpass nicht in allen Bundesländern gleich hoch, es gibt jedoch kein Bundesland, in dem das Fachkräfteangebot rein rechnerisch den (gemeldeten) Bedarf deckt.

Nur die Hälfte aller Pflegeeinrichtungen ist wirtschaftlich gesund

  • Neben der personellen ist auch die finanzielle Situation vieler Pflegeeinrichtungen schwierig. So waren im Jahr 2011 im Durchschnitt nur 56 Prozent der Einrichtungen voll investitionsfähig, konnten also ihre Kapitalkosten so finanzieren, dass ein reibungsloser Betrieb möglich war. Die Streichung der Investitionsförderung der Bundesländer seit dem Jahr 2011 dürfte dazu beigetragen haben, dass der Anteil der voll investitionsfähigen Pflegeeinrichtungen weiter gesunken ist.

Die Bedeutung von privaten Anbietern sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflege nimmt kontinuierlich zu:

Im Jahr 2011 wurden bereits 49 Prozent aller ambulanten und 35 Prozent aller stationären Pflegefälle von privaten Versorgern betreut. 

„Durch immer neue Vorgaben, wie etwa die aktuell beschlossenen Heimgesetze auf Länderebene sowie bundeslandspezifische Regularien zur Entgeltabrechnung, erschwert die Politik das dringend benötigte Engagement privater Investoren“, sagt Grit Braeseke, wissenschaftliche Leiterin bei IEGUS.

  • Um die Versorgungssicherheit bei weiter steigender Nachfrage zu gewährleisten, sind die Kommunen in besonderer Weise auf privates Kapital angewiesen. Steigen doch die Ausgaben der Kommunen für die Hilfe zur Pflege, einer bedarfsorientierten Sozialleistung, seit einiger Zeit wieder an. 

  • Während die effektive Ausgabenbelastung im Jahr 2007 noch um 17 Prozent durch Einnahmen gesenkt werden konnten, waren es im Jahr 2012 nur noch 13,5 Prozent.

Mit Prävention und Qualifikation dem demografischen Wandel begegnen

Um den ökonomischen Herausforderungen in der Altenpflegewirtschaft wirkungsvoll zu begegnen, empfehlen die Wissenschaftler folgende Maßnahmen:

- Aktive Nutzung der Präventionspotenziale, um den Eintritt des Pflegebedarfs zu verzögern. Dies lässt sich durch eine sektorenverbindende Versorgung erreichen. Des Weiteren sollten die Kommunen zur Verbesserung der pflegerischen Infrastruktur eine stärkere Rolle in der Planung und Koordination der einzelnen Akteure vor Ort einnehmen.

- Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist u. a. das Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsqualifikationen bundesweit zu vereinheitlichen. Nach dem Vorbild Niedersachsens sollte die Ausbildung zur Pflegeassistenz in allen Bundesländern eingeführt werden.

- Zur Förderung und Stärkung privater Investoren sollten rechtliche Vorgaben auf das Notwendigste begrenzt bleiben und auf Einzelvorschriften, z. B. zu Einrichtungsgrößen, verzichtet werden.


Medizin am Abend Berlin DirektKontakt:

Dr. Grit Braeseke (IEGUS), Tel.: 030 / 98 31 22 24, E-Mail: grit.braeseke@iegus.eu
Prof. Dr. Ansgar Wübker (RWI), Tel.: 0201 / 81 49 242, E-Mail: ansgar.wuebker@rwi-essen.de
Katharina Fischer (RWI), Tel.: 0201 / 81 49 244


Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte
http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/publikationen/rwi-projektberichte/rw...
- Endbericht: Ökonomische Herausforderungen der Altenpflegewirtschaft

http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/publikationen/impact-notes/rwi_impac...
- RWI Impact Note "Herausforderungen für die Altenpflege der Zukunft"

Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.: Einladung zum Pflege-Thermometer 2016

Medizin am Abend Berlin:     Pflege-Thermometer bis Ende Oktober verlängert

 
Bundesweite und bislang größte Befragung zur Situation der ambulanten Pflege stößt auf reges Interesse 


  • Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) startete mit dem Pflege-Thermometer 2016 die bislang größte bundesweite Befragung von Leitungskräften aus der ambulanten Pflege. 

Rund 14.200 Fragebögen versandte das dip Anfang September an sämtliche ambulante Dienste und Sozialstationen in Deutschland.

Aufgrund von Hinweisen und Bitten aus der Fachöffentlichkeit und von Einrichtungsleitungen verlängert das dip die Möglichkeit zur Teilnahme.

Bis zum 31. Oktober 2015 haben die Leitungskräfte die Möglichkeit, sich an der Studie zu beteiligen. 

Alle Bögen, die bis dahin eingehen, werden in die Untersuchung eingeschlossen. „Das Interesse an der Untersuchung besteht und wir möchten noch mehr Leitungskräften aus der ambulanten Pflege die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen“, so Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie.

„Die Resonanz zeigt uns, dass wir die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellen. Je größer die Beteiligung, desto aussagekräftiger können die Hinweise auch an die Politik ausfallen“, so Prof. Isfort weiter.

  • Fragebögen zur Teilnahme werden auf Nachfrage beim Institut zugesandt. Es lohnt sich mitzumachen und für die Teilnahme an der Befragung zu motivieren.
Die Studie wird von der B. Braun-Stiftung gefördert. Im Frühjahr 2016 ist mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse zu rechnen. 

Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer-Studien werden stets allen Interessierten kostenlos über die Institutshomepage www.dip.de online zur Verfügung gestellt.

Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. finanziert sich aus Projektmitteln und beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen. Zum Angebot des Instituts gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen.



Medizin am Abend Berlin DirektKontakt

Prof. Michael Isfort
Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Ruth Rottländer
Tel: 0221/ 46861-43
E-Mail: r.rottlaender@dip.de