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04.12.2014 Terminhinweis: Ebola: ein Virus und seine Folgen

Die Leibniz-Gemeinschaft und Inforadio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg
laden ein zur Podiumsdiskussion in der Reihe Das Forum mit Harald Asel:

Donnerstag, 4. Dezember 2014, 18:00 Uhr
Leibniz-Gemeinschaft, Chausseestraße 111, 10115 Berlin

(U-Naturkundemuseum)

Es war nicht vorauszusehen, dass uns dieses Thema das ganze Jahr über
beschäftigen würde, als im Februar 2014 erste Erkrankungen mit dem Ebola-
Virus in Westafrika bekannt wurden. Der rasante Verlauf der
Ansteckungszahlen im Sommer, die Hilflosigkeit lokaler Behörden und die
Definition als Epidemie durch die Weltgesundheitsorganisation WHO ließen
auch bei uns Ängste vor Ansteckung anschwellen. Inzwischen gehen die
Neuinfektionen zurück, internationale Hilfe wird koordiniert, die
Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zieht weiter. Aber haben wir die
Epidemie im Griff, vor Ort und weltweit?

Inforadio und die Leibniz-Gemeinschaft versuchen eine Zwischenbilanz.
Verstehen wir heute den Verlauf der Krankheit besser? Was hat die Epidemie
in den betroffenen Staaten angerichtet? Welche Lehren für die
Entwicklungszusammenarbeit gilt es zu ziehen? Das späte internationale
Reagieren steht in der Kritik. War es Hilflosigkeit oder Desinteresse an
einer Region in Afrika? Was treibt freiwillige Helfer an, wovon berichten
sie? Und sind wir in Deutschland medizinisch und mental auf mögliche
Epidemien vorbereitet?

Podiumsgäste:

- Walter Lindner, Ebola- Beauftragter der Bundesregierung
- Jonas Schmidt Chanasit, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin,
Hamburg
- Sybille Seitz, Journalistin, rbb PRAXIS
- Franzisca Zanker, GIGA Leibniz-Institut für Globale und Regionale
Studien, Hamburg

Moderation: Harald Asel, Inforadio (rbb)

Anmeldung erbeten per Mail: oder
telefonisch unter 030 / 206 049 46.


Das Gespräch wird aufgezeichnet und am Sonntag, 7.12.2014 um 11:05 Uhr
(Whg. um 20:05 Uhr) im Rahmen der Sendereihe "Forum" im Programm von
Inforadio (93,1 MHz) ausgestrahlt.

Eine Veranstaltung der Leibniz Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit
Inforadio (rbb).



Medizin am Abend DirektKontakt

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Weitere Informationen finden Medizin am Abend Leser unter
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Gendefekt löst Diabetes und Degeneration des Nervensystems aus

Die Stoffwechselstörung Diabetes mellitus und degenerative Erkrankungen
des Nervensystems können, unter bestimmten Umständen, ein und dieselbe
Ursache haben. Das fanden Neurowissenschaftler des Hertie-Instituts für
klinische Hirnforschung gemeinsam mit Kollegen des Helmholtz Zentrums
München im Rahmen eines genetischen Forschungsprojekts heraus. In zwei
Familien identifizierten sie einen Gendefekt, der zu einem Mangel eines
wichtigen Eiweißes führt. Es ist für die korrekte Faltung von Eiweißen und
den Abbau von fehlgefalteten Eiweißen in den Zellen von Bauchspeicheldrüse
und Gehirn wichtig.

Ihre Ergebnisse stellen die Forscher in der Fachzeitschrift American
Journal of Human Genetics vor. Der seltene Gendefekt soll künftig als
wichtiges Modell für die Erforschung gemeinsamer Ursachen von Diabetes und
Neurodegeneration dienen.

Wenn in einer Familie gleich mehrere Kinder Erkrankungen entwickeln, die
normalerweise erst im höheren Alter auftreten, werden Genetik-Experten
hellhörig – vor allem wenn die Eltern blutsverwandt sind. In diesem Fall
besteht der Verdacht, dass die Erkrankungen Folge eines Erbleidens sind.
Die Teams um Professor Ludger Schöls vom Hertie-Institut für klinische
Hirnforschung der Universität Tübingen und dem Deutschen Zentrum für
Neurodegenerative Erkrankungen und Dr. Holger Prokisch vom Helmholtz
Zentrum München und dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, hatten
von einer Familie erfahren, in der drei von vier Kindern unter einem
frühbeginnenden Diabetes litten. Alle drei waren zudem seit frühen Jahren
schwerhörig. Sie litten auch unter Gangstörungen und hatten Probleme bei
zielgerichteten Bewegungen, Ataxie genannt.

Um den verantwortlichen Genfehler zu finden, entschlüsselten die Tübinger
und Münchener Forscher das Exom von zwei der drei Geschwister. Das Exom
macht zwar nur etwa ein Prozent des menschlichen Erbgutes (Genom) aus,
beinhaltet aber die meisten heute identifizierten krankheitsverursachenden
Erbgutveränderungen (Mutationen). Beide Geschwister wiesen eine Mutation
im DNAJC3-Gen auf. „Das Gen wurde bereits vorher in Mausmodellen mit
Diabetes in Verbindung gebracht, aber niemand wusste, was es beim Menschen
verursacht“, berichtet Dr. Prokisch. „Die Entfernung des Gens in
sogenannten Knockout-Mäusen führt zum Untergang der Beta-Zellen, die in
der Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren“, erklärt der Letztautor
weiter.

Das DNAJC3-Gen enthält die Information für ein Chaperon-Eiweiß. So
bezeichnen Biologen Eiweiße, die neu hergestellten Proteinen bei der
Faltung helfen und den Abbau fehlgefalteter Proteine unterstützen. Die
Mutation, die die Forscher auch bei dem dritten erkrankten Geschwisterkind
entdeckten, führt zum Ausfall des Chaperons DNAJC3. Aufgrund einer
sogenannten loss-of-function-Mutation wird nur ein verkürztes und für die
Zelle wertloses DNAJC3-Protein gebildet.

„Da das DNAJC3-Protein an der korrekten Faltung einer Vielzahl von
Proteinen beteiligt ist, sind die Folgen gravierend“, erläutert Dr.
Matthis Synofzik vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung und dem
Tübinger Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative
Erkrankungen . Betroffen waren nicht nur die Insulin produzierende Zellen
in der Bauchspeicheldrüse, sondern auch verschiedene Typen von
Nervenzellen. Die Kernspintomografie zeigte vor allem eine Rückbildung
(Atrophie) des Kleinhirns. Dieses ist unter anderem für die Koordinierung
von Bewegungen zuständig. „Das erklärt die Gangstörungen und die Ataxie“,
so Synofzik, Erstautor der Studie. Er nimmt an, dass auch das Großhirn
betroffen ist, da die Betroffenen Schwierigkeiten bei Rechenaufgaben
hatten. Eine verminderte Nervenleitgeschwindigkeit zeigte, dass nicht nur
das zentrale Nervensystem, sondern auch die Nerven an Armen und Beinen
Schäden aufwiesen. Alle Betroffenen waren auffallend klein für ihr Alter.
Das legt nahe, dass auch Wachstumsstörungen zum Krankheitsbild gehören.

Um herauszufinden, ob es sich um einen Einzelfall handelt, recherchierten
die Forscher in der „Diabetes-Patienten-Verlaufsdokumentation“, einer
Datenbank mit 226.194 Diabetespatienten in Deutschland. Dort fanden sie 35
Patienten mit einem ähnlichen Krankheitsbild, von denen acht zu einer Gen-
Analyse bereit waren. Bei einem wurde ebenfalls ein Defekt im DNAJC3-Gen
gefunden. Es handelte sich aber nicht um eine Punktmutation wie in der
ersten Familie, sondern um eine Deletion, bei der ganze Abschnitte des
Gens verloren gegangen sind. Weitere Recherchen ergaben, dass die
Schwester ebenfalls erkrankt war und dieselbe Deletion aufwies. Die Eltern
der Geschwister waren Cousin und Cousine ersten Grades, also ebenfalls
blutsverwandt.

Warum die Mutation „nur“ in der Bauchspeicheldrüse und im Gehirn zum
Zelluntergang führt, ist bisher unklar. Bindegewebszellen der Haut waren
unauffällig, obwohl auch hier das DNAJC3-Protein fehlte. Die neu entdeckte
Genmutation hat laut Synofzik eine Ähnlichkeit zum Wolfram Sydrom 1, bei
dem die Kinder frühzeitig neben einem Diabetes eine Schwerhörigkeit und
Sehstörungen entwickeln. Auch hier führt der verantwortliche Gendefekt
nach heutigen Erkenntnissen zu einer Störung in der Proteinproduktion. Der
Defekt im DNAJC3-Gen soll zukünftig als wichtiges Modell für die
Erforschung der gemeinsamen Ursache von Diabetes und Neurodegeneration
dienen.

Die zentralen Forschungseinrichtungen, die an der Studie beteiligt waren,
sind das Hertie Institut für klinische Hirnforschung an der Universität
Tübingen, das Zentrum für Seltene Erkrankungen in Tübingen, das Deutsche
Zentrum für Diabetesforschung an den Standorten Tübingen, München und
Miami, das Helmholtz Zentrum München sowie das amerikanische Institute of
Human Genetics in Miami.

Originaltitel der Publikation
Synofzik, M. et al. Absence of BiP Co-chaperone DNAJC3 Causes Diabetes
Mellitus and Multisystemic Neurodegeneration; American Journal of Human
Genetics (2014), http://dx.doi.org/10.1016/j.ajhg.2014.10.013

Medizin am Abend DirektKontakt

Silke Jakobi
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)
Zentrum für Neurologie, Universitätsklinikum Tübingen
Otfried-Müller-Str. 27
72076 Tübingen
Tel. 07071/29-88800
Fax 07071/29-4796
silke.jakobi@medizin.uni-tuebingen.de

Dr. Nadja Becker
Helmholtz Zentrum München
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
Tel.: 089-3187-2710
Fax: 089-3187-3324
E-Mail: nadja.becker@helmholtz-muenchen.de

Gendermedizin: Typ-2-Diabetes

Medizin am Abend Fazit:

Typ-2-Diabetes: Präventionsprogramme bei Frauen und Männern 
gleich gut wirksam

Änderungen des Lebensstils und medikamentöse Therapien können die
Entstehung von Typ-2-Diabetes bei Personen mit erhöhtem Risikoprofil
hinauszögern oder sogar verhindern. Dass diese Interventionsmaßnahmen bei
Frauen und Männern gleich gut wirksam sind, zeigt eine am 27. November
2014 im Fachjournal Diabetologia online veröffentlichte systematische
Übersichtsarbeit und Metaanalyse der Donau-Universität Krems und der
Medizinischen Universität Wien.

Etwa 340 Millionen Menschen weltweit leiden an Typ-2-Diabetes. Bereits im
Vorstadium dieser Erkrankung, dem sogenannten Prädiabetes, ist bei
Betroffenen der Zuckerstoffwechsel gestört. In zahlreichen Studien konnte
nachgewiesen werden, dass sich durch Lebensstiländerungen oder
blutzuckersenkende Medikamente das Auftreten von Typ-2-Diabetes bei
Personen mit Prädiabetes verzögern oder verhindern lässt. Nun wurden
erstmals in einer systematischen Übersichtsarbeit speziell mögliche
Geschlechtsunterschiede in Bezug auf Präventionsmaßnahmen analysiert.
Insgesamt berücksichtigte die Untersuchung Daten von mehr als 5.500
Männern und 7.400 Frauen aus zwölf Studien der Jahre 1980 bis 2013.

Verglichen mit einer üblichen Behandlung führten Lebensstilinterventionen
mit Ernährungsumstellung und regelmäßiger Bewegung bei Männern und Frauen
zu einem um 40 Prozent verringerten Risiko nach einem Jahr an
Typ-2-Diabetes zu erkranken; nach drei Jahren war das Risiko um 37 Prozent
geringer. Auch Gewichtsverluste und Reduktionen der
Nüchternblutzuckerwerte waren in dieser Gruppe stärker. Dabei gab es
keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen Männern und Frauen.
Ebenso zeigte sich unter blutzuckersenkenden Medikamenten ein verringertes Auftreten von Typ-2-Diabetes und auch hier konnte in Bezug auf den präventiven Effekt keine Geschlechterdifferenz festgestellt werden.

„Trotz der Unterschiede zwischen Männern und Frauen, was das Alter zu
Beginn der Erkrankung, die Diagnose oder die Krankheitslast betrifft, wird
der Erfolg von Präventionsmaßnahmen bei Menschen mit Prädiabetes nicht
durch ihr Geschlecht beeinflusst. Diese Ergebnisse sind bedeutsam für die
klinische Praxis“, sagen die beiden ErstautorInnen Dr. Anna Glechner vom
Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie der
Donau-Universität Krems und Dr. Jürgen Harreiter, MSc von der
Medizinischen Universität Wien. Folglich könnten sich KlinikerInnen und
ExpertInnen im Präventionsbereich, so meinen die AutorInnen, auf bereits
bekannte Faktoren konzentrieren, die den Erfolg von Präventionsmaßnahmen
erhöhen – etwa die langfristige Einhaltung der empfohlenen
Lebensstilinterventionen. „Auch andere geschlechtsspezifische Aspekte, wie
zum Beispiel die höhere Inzidenz von Typ-2-Diabetes bei Männern mittleren
Alters oder Unterschiede in der Qualität der Versorgung zwischen
diabetischen Männern und Frauen sollten noch näher untersucht werden“,
betont Glechner.

Nicht zuletzt hätte erfolgreiche Diabetesprävention laut der AutorInnen
auch eine ökonomische Bedeutung: Bei Personen mit Prädiabetes seien
Lebensstilinterventionen mit Bewegung und Ernährungsumstellung
kosteneffektive Maßnahmen um die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes zu
aufzuhalten. Ist es nicht möglich, Lebensstiländerungen einzuhalten, wäre
eine medikamentöse Prävention die nächstbeste Option. Bisher gibt es
jedoch keine Studien darüber, wie effektiv eine medikamentöse Prävention
bei Personen ist, die auf Lebensstilinterventionen nicht angesprochen
haben.

Von der Donau-Universität Krems ist an der Publikation neben
Mitarbeiterinnen des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische
Epidemiologie auch Prof. Jaakko Tuomilehto MD, MPolSc, PhD vom Department
für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin beteiligt.
Tuomilehto war 2001 einer der ersten, der aufzeigte, wie Gewichtsabnahme
und Bewegung die Häufigkeit von Diabetes reduzieren können.

Glechner et Harreiter et al.: Sex-specific differences in diabetes
prevention: A systematic review and meta-analysis; Diabetologia 2014
(article in press)

Medizin am Abend

http://www.donau-uni.ac.at/ebm
http://www.diabetologia-journal.org/


Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin

Medizin am Abend

http://www.ardmediathek.de/goto/tv/24921128

Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts - und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die SWR-Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stoßen.

Gesundheits-App

Nach der Generali, die über eine Gesundheits-App Kunden-Daten zu Fitness, Ernährung und Lebensstil sammeln will, denkt auch die Ergo-Versicherung über neue Versicherungsprodukte nach. "Ich kann mir auch bei Ergo vorstellen, dass wir Produkte verhaltensabhängig kalkulieren", sagte Vorstandschef Torsten Oletzky dem Tagesspiegel (Montagausgabe).

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ergo-chef-torsten-oletzky-wir-haben-ein-image-problem/11052832.html

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Wirtschaftsredaktion, Telefon: 030/29021-14606 Der Tagesspiegel Chefin vom Dienst Patricia Wolf Telefon: 030-29021 14013 cvd@tagesspiegel.de

360° MFA - Thema zur Diskussion: E - Zigaretten

Formaldehyd in E-Zigaretten - wie groß ist die Gefahr wirklich? 


"E-Zigaretten enthalten Wissenschaftlern zufolge mitunter mehr krebserregende Stoffe als klassischer Tabak", heißt es in der Pressemitteilung von AFP.


Kürzlich veröffentlichte das japanische Gesundheitsministerium Studienergebnisse, die nahelegten, E-Zigaretten seien gesundheitlich bedenklicher als bisher angenommen. Obgleich diese höheren Werte lediglich für ein einziges Kanzerogen in dem Produkt einer einzigen Marke festgestellt wurden, griffen viele Medien die Meldung umgehend auf und berichteten von der generell höheren Gefahr durch E-Zigaretten. Hierbei handelt es sich jedoch um Daten, die aus dem Kontext gerissen wurden und die Faktenlage falsch darstellen. Aus diesem Grund wollen wir durch mr-smoke.de Aufklärung betreiben und die genannten Daten ins rechte Licht rücken.


Tatsächlich geht es aber nur um ein einziges Kanzerogen: Formaldehyd. Das japanische Forscherteam habe bei einem E-Zigaretten-Hersteller 1600 Mikrogramm Formaldehyd auf 15 Züge nachweisen können, erklärt Prof. Naoki Kunugita. In der Tat läge dieser Wert deutlich höher als die ca. 200 Mikrogramm bis 800 Mikrogramm pro Tabakzigarette, die 2008 von einem kanadischen Forscherteam erhoben wurden. Dieser hohe Wert ist jedoch irreführend. Bei allen anderen getesteten E-Zigaretten in der japanischen Studie lag der höchste Formaldehyd-Wert bei lediglich 34 Mikrogramm, also weit unter den postulierten 1600 Mikrogramm und auch weit unter den 200 Mikrogramm bei Tabakzigaretten.

Der Durchschnitt aller getesteten E-Zigaretten soll sogar bei 4,2 Mikrogramm gelegen haben - also weit unterhalb der Werte von Tabakzigaretten. Die Behauptung, dass E-Zigaretten generell mehr Kanzerogene enthielten als Tabakzigaretten, ist also eindeutig falsch.

Über smoke.de


Seit 2011 vertreibt der Onlinehändler Mr-Smoke in seinem Shop unter www.mr-smoke.de hochwertige E-Zigaretten, Liquids und entsprechendes Zubehör.  Angeboten werden nur Produkte in höchster Qualität von Marktführern wie Joyetech, Kangertech, Aspire, Flavourart und aus eigener Produktion von SC. Kunden bietet die Webseite umfangreiche Informationen, Tipps und Anleitungen rund um das Thema E-Zigaretten und Dampfen. 

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Mr-Smoke.de ist ein Projekt von: Neoclicks GmbH & Co. KG Dustin Dahlmann Mail: dustin.dahlmann@mr-smoke.de 

Phone +49 (0) 40 228 687 73

Wachstumshormon Genotropin aus Bundesmitteln finanziert

An der Sporttraumatologischen Spezialambulanz in Freiburg wurde laut Bundesministerium des Innern (BMI) auch mit dessen Fördergeldern das Wachstumshormon Genotropin angeschafft. Das geht aus internen Vermerken in BMI-Unterlagen hervor, die die ARD-Sportschau und die WDR-Sendung sport inside im Zuge einer Recherche eingesehen haben. Das BMI selbst hielt im Jahr 1999 den brisanten Vorgang um den Leiter der Spezialambulanz, Armin Klümper, fest. In einem Vermerk heißt es, "dass Klümper nachweislich im Jahre 1992 für ca. 9000,- DM aus Fördermitteln des BMI Genotropin angeschafft und wohl verabreicht hat". Dazu wollte sich das BMI über die Akteneinsicht hinaus nicht äußern.

Konkret ging es um den Fall der Hürdensprinterin Birgit Hamann. Zwischen 1994 und 1996 soll ihr Klümper 15 Mal Genotropin verabreicht haben. Die Athletin hatte ihren Fall 1997 selbst öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Klümper wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Sie ging davon aus, dass er der Athletin das Wachstumshormon ohne ihr Wissen gespritzt hatte. Auch das BMI stellte daraufhin Untersuchungen an, allerdings nur intern.

Insgesamt, so geht aus den eingesehenen BMI-Unterlagen hervor, unterstützte das Ministerium Klümpers Sporttraumatologie zwischen 1980 und 1996 mit 1,2 Millionen Mark. Die Fördermittel für die Spezialambulanz flossen über den Deutschen Sportbund (DSB) ohne konkrete Zweckbestimmung zum Verein "Bundesleistungszentrum Freiburg-Herzogenhorn e.V.". Klümper konnte über dieses Geld des Vereins frei verfügen. Welche genaue Summe aus den BMI-Mitteln für die Anschaffung von Dopingpräparaten ausgegeben wurde, ist nicht dokumentiert. Das BMI verzichtete auf eine detaillierte Rekonstruktion der Vorgänge. Klümper, der in Südafrika lebt, verweigerte sich einer Kontaktaufnahme für eine Stellungnahme.

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Kristina Bausch Tel. 0172 253 0028

Alljährlich wiederkehrende Aktions- und Thementage – Auswahl für das Jahr 2015

Herztransplantationszentrum

Das Transplantationszentrum im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW),
Bad Oeynhausen, ist in dieser Woche von einer Prüfungskommission der
Bundesärztekammer an zwei Tagen umfassend im Bereich der
Herztransplantationen kontrolliert worden. Die siebenköpfige Delegation,
bestehend aus Transplantationsexperten und Vertretern der
Bundesärztekammer sowie einem Vertreter des Landes NRW, hatte dabei keine
Beanstandungen gefunden.
Ausdrückliches Lob hat die Universitätsklinik für
die sehr gute und transparente Organisation des Transplantationsprogrammes
unter Oberarzt Uwe Schulz erhalten.

„Unsere Patienten vor und nach einer Transplantation können sicher sein,
dass in Bad Oeynhausen im Verfahren um die Vergabe von Spenderorganen kein
Missbrauch betrieben wurde“, betonte Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher
Direktor des HDZ NRW und Chefarzt der Klinik für Thorax- und
Kardiovaskularchirurgie. Dieses gute Ergebnis sei eine erneute Bestätigung
für das im HDZ NRW seit Jahren bewährte Acht-Augen-Prinzip. Diese Regelung
sorge bei Herz- und Lungentransplantationen dafür, dass regelkonform
gearbeitet werde.

Mit bisher über 2.100 Herztransplantationen seit 1989 ist das Herz- und
Diabeteszentrum NRW das mit Abstand führende Herztransplantationszentrum
in Europa. In 2014 sind bereits 79 Herzen bei Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen transplantiert worden. Die von Prof. Gummert geleitete Klinik
für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie ist die größte Herzchirurgische
Klinik in Deutschland, in der sämtliche Operationsverfahren durchgeführt
werden.
Herztransplantationen bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen
führt das Kinderherzzentrum im HDZ NRW unter Chefarzt Dr. Eugen Sandica
durch.

Gemäß § 12 des Transplantationsgesetzes haben der Spitzenverband der
Gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesärztekammer und die Deutsche
Krankenhausgesellschaft eine Prüfungskommission errichtet. Diese ist
organisatorisch an die Bundesärztekammer angebunden. Die Kommission prüft
das sogenannte Allokationsverfahren, d.h. die Vermittlungsentscheidung der
Vermittlungsstelle (Eurotransplant) und der Transplantationszentren. Das
Bad Oeynhausener Transplantationszentrum hat dazu alle erforderlichen
Informationen zur Verfügung gestellt. Die Kommission ist verpflichtet,
etwaige Verstöße an die zuständigen Behörden der Länder weiterzuleiten.

„Die Zurückhaltung bei der allgemeinen Organspendebereitschaft trifft bei
uns aktuell 220 Patienten, die auf ein Herz oder eine Lunge warten“,
betont Gummert. „Das sind Menschen, denen wir in ihrer Situation dringend
helfen könnten, wenn genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen würden.
Es sterben einfach noch zu viele Menschen auf der Warteliste.“

---
Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, ist ein international anerkanntes Zentrum zur Behandlung von
Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen. Mit 37.000 Patienten pro Jahr,
davon 15.000 in stationärer Behandlung, ist das HDZ NRW ein führendes
Spezialklinikum in Europa. Unter einem Dach arbeiten vier
Universitätskliniken und Institute seit 30 Jahren interdisziplinär
zusammen. Das HDZ NRW ist Universitätsklinik und zugleich Akademisches
Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum.

In der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des HDZ NRW unter
der Leitung von Prof. Dr. med. Jan Gummert werden jährlich mehr als 3.800
Patienten am offenen Herzen und den herznahen Gefäßen operiert. Die Klinik
ist deutschlandweit führend in den Bereichen Herzklappenoperationen,
Herztransplantationen, Kunstherzimplantationen sowie Herzschrittmacher-/
ICD-Eingriffe.
Seit 1989 wurden hier mehr als 3.000
Herzunterstützungssysteme implantiert. Mit 75 Herztransplantationen in
2013 (gesamt: über 2.100) ist die Klinik das bundesweit größte
Herztransplantationszentrum.
Zu den weiteren Schwerpunkten der Klinik
zählen die minimalinvasive Klappenchirurgie und die Bypasschirurgie am
schlagenden Herzen.

Medizin am Abend DirektKontakt

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028

Pflege-TÜV: Medizinisch-pflegerische Versorgung bis hin zum Pflegestärkungsgesetz

Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, hat die Forderung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), nach einer umgehenden Aussetzung des Pflege-TÜV`s zurückgewiesen. "Einen Stopp der Checks halte ich für falsch", sagte Lauterbach der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag-Ausgabe).

Es stimme zwar, dass die Benotung nicht gut funktioniere. Aber sie sei auch nicht wertlos. "Manche Missstände in Heimen wurden dadurch schon aufgedeckt. Deshalb kann es nicht darum gehen, populistisch etwas abzuschaffen, sondern den Pflege-TÜV so schnell wie möglich zu verbessern", erklärte Lauterbach. Es müsse Schluss damit sein, bei der Benotung Wichtiges mit Unwichtigem verrechnen zu können. "Die medizinisch-pflegerische Versorgung muss im Mittelpunkt stehen und nicht die Frage, wie viele Feste ein Heim veranstaltet", sagte der SPD-Politiker. Er gehe davon aus, dass man hier im nächsten Jahr zu einer Lösung komme.

Laumann hatte den Pflege-TÜV vor wenigen Tagen als irreführend bezeichnet und die Aussetzung der Veröffentlichung der bisherigen Pflegenoten verlangt.

Medizin am Abend Hintergrund:

VdK-Petition für eine große Pflegereform am 1.12. im Bundestag
„Unsere Petition für eine große Pflegereform ist ein deutliches Signal an die politisch Verantwortlichen, endlich im Sinne der Pflegebedürftigen ein nachhaltiges Gesetz auf den Weg zu bringen“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Am 1. Dezember wird im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages die Petition des Sozialverbands VdK beraten, die dieser im Zuge seiner Kampagne „Große Pflegereform – jetzt!“ eingereicht hatte.
200.000 Menschen hatten schriftlich und online die VdK-Petition für ein Gesetz unterzeichnet, das die Pflegeversicherung endlich einer echten grundlegenden Reform unterziehen soll. In der Petition heißt es: „Der Deutsche Bundestag möge eine Reform beschließen, die auf der Grundlage eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs den Hilfebedarf eines Menschen ganzheitlich, also unter Einbeziehung von seelischen, geistigen und körperlichen Einschränkungen, beurteilt.“ Denn bisher erhalten Demenzkranke kaum Pflegeleistungen. Auch wenn sie häufig 24 Stunden am Tag Betreuung benötigen, passen sie aufgrund ihrer eher geistigen als körperlichen Einschränkungen nicht in das jetzige System der Pflegestufen. „Angesichts einer deutlichen Zunahme von Demenzerkrankungen in einer älter werdenden Gesellschaft ist dieser Zustand unhaltbar – für die Erkrankten wie für deren Angehörige“, erklärt Mascher und fordert konkret:
• eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit
• mehr Pflegeleistungen für Menschen mit Demenz
• frühe Hilfen bei beginnender Pflegebedürftigkeit
• mehr Entlastung und bessere soziale Absicherung für pflegende Angehörige
• bessere Betreuung im Pflegeheim durch mehr Pflegepersonal
• Stärkung der häuslichen Versorgung für alle Pflegebedürftigen
• Stärkung von Prävention und Rehabilitation
• eine ganzheitlichere und bedarfsgerechtere Pflege
„Das verabschiedete Pflegestärkungsgesetz reicht trotz kleinerer Verbesserungen nicht aus“, betont die VdK-Präsidentin. „Zwei wichtige Aspekte unseres Kampagnenmottos wurden darin nicht berücksichtigt“, erklärt Mascher weiter, „die Wörter ‚groß‘ und ‚jetzt‘“. Insbesondere die neuerliche Erprobung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs bezeichnet sie als „unverständlich und überflüssig“. Es sei zu befürchten, dass sich aufgrund dieser Verzögerungen grundlegende Verbesserungen für Demenzkranke kaum noch in dieser Legislaturperiode umsetzen lassen. Mascher: „Ein wichtiger Schritt ist nun die Anhörung unseres Anliegens im Petitionsausschuss des Bundestages. Wir fühlen uns durch den großen Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger für unsere Kampagne ‚Große Pflegereform – jetzt!‘ bestätigt. Sie wollen zügig umfangreiche Verbesserungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige.“
Medizin am Abend DirektKontakt

Cornelia Jurrmann 

In den Ministergärten 4 - 10117 Berlin
Telefon 030 72629-0400
Telefax 030 72629-0499
www.vdk.de
Präsidentin Ulrike Mascher
Amtsgericht Bonn - VR2096

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