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Vorhofffllimmern

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Ein AFNET/EHRA Positionspapier

Ein internationales Expert:innengremium hat Empfehlungen zur Verbesserung der Behandlung von Ppatient:innen mit Vorhofflimmern veröffentlicht. 

Die Publikation fasst die Ergebnisse der 10. AFNET/EHRA-Konsensuskonferenz zusammen – einer zweitägigen Tagung von mehr als 80 namhaften Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie, die im Mai 2025 gemeinsam vom Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) veranstaltet wurde. Am 15. Dezember 2025 wurde der Konsensbericht in der Fachzeitschrift EP Europace publiziert (1).

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung und geht mit Schlaganfall, Herzinsuffizienz und anderen schweren Komplikationen einher. 

Weltweit sind mehrere Millionen Menschen davon betroffen. Angesichts einer alternden Bevölkerung stellt Vorhofflimmern ein zunehmendes ungelöstes medizinisches Problem dar.

Während der 10. AFNET/EHRA-Konsensuskonferenz haben die eingeladenen Wissenschaftler:innen ihr interdisziplinäres Wissen über die Behandlung und Erforschung von Vorhofflimmern gebündelt und neue Perspektiven für eine bessere Versorgung diskutiert. Sie identifizierten Wissenslücken und wichtige Forschungsschwerpunkte. Die Kernaussagen ihrer Diskussionen sind in diesem Konsensbericht zusammengefasst.

Dr. Emma Svennberg, Kardiologin aus Stockholm, Schweden, und Erstautorin des Konsensuspapiers, erläutert: „Die Behandlung von Vorhofflimmern unterliegt derzeit einem erheblichen Wandel: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr ausschließlich auf der Schlaganfallprävention, sondern zunehmend auch auf der Behandlung von Begleiterkrankungen und der Verringerung der Vorhofflimmerlast. 

Allerdings werden sowohl die Rhythmuskontrolle als auch die Therapie von Begleiterkrankungen nach wie vor zu selten eingesetzt, so dass Patient:innen mit Vorhofflimmern weiterhin schlechte Behandlungsergebnisse und damit verbundene hohe Gesundheitskosten zu verzeichnen haben. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer optimierten Behandlung, die auf Risikofaktoren, Vorhofflimmerlast und Rhythmus abzielt.“

Prof. Paulus Kirchhof, Hamburg, Deutschland, AFNET Vorstandsvorsitzender und einer der vier Vorsitzenden der Konsensuskonferenz, erklärt: „Die zunehmende Bedeutung der Rhythmuskontrolle als Behandlung, die durch die Verringerung der Vorhofflimmerlast den Krankheitsverlauf beeinflussen und kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren kann, erzeugt einen neuen Bedarf an einfachen, sicheren und wirksamen rhythmuserhaltenden Therapien. Auch wenn die Katheterablation breiter verfügbar wird, werden viele Patient:innen mit Vorhofflimmern weiterhin auf eine medikamentöse rhythmuserhaltende Therapie angewiesen sein, entweder als primäre oder als ergänzende Behandlung. Die Entwicklung neuer antiarrhythmischer Medikamente, die Optimierung des Einsatzes der vorhandenen Antiarrhythmika und neue Konzepte zur Verhinderung von Vorhofflimmern bleiben klinische Notwendigkeiten.“

Der Konsensusbericht beschreibt außerdem quantitative Merkmale, die eine Umstellung auf risikoorientierte Therapiestrategien ermöglichen könnten, die sicher, zugänglich und patient:innenorientiert sind. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann die Risikoabschätzung und die Auswahl personalisierter Therapien weiter verbessern.

Prof. Andreas Goette, Paderborn, Deutschland, AFNET Vorstandsmitglied und Co-Vorsitzender der Konsensuskonferenz, fasst zusammen: „All diese Bemühungen eröffnen Wege zu einem personalisierten, patient:innenzentrierten, multimodalen und zugänglichen Vorhofflimmern-Management, das Rhythmuskontrolle, Schlaganfallprävention und Therapie von Begleiterkrankungen integriert, um die praktischen Bedürfnisse von heute mit den therapeutischen Innovationen von morgen zu verbinden.“

Prof. Jose Luis Merino, Madrid, Spanien, ehemaliger Präsident der EHRA und Co-Vorsitzender der 10. AFNET/EHRA-Konsensuskonferenz, sagt: „Seit vielen Jahren sind die AFNET/EHRA-Konsensuskonferenzen ein wichtiges Forum für die internationale Zusammenarbeit zwischen anerkannten Expert:innen auf dem Gebiet des Vorhofflimmerns. Wir glauben, dass die Empfehlungen dieses Expert:innengremiums dazu beitragen werden, die Vorhofflimmertherapie zu optimieren und die Ergebnisse für viele Patient:innen mit Vorhofflimmern weltweit zu verbessern.“

Die Teilnehmer:innen der 10. AFNET/EHRA-Konsensuskonferenz kamen aus Europa, den USA, Kanada und Australien. Den Vorsitz der Konferenz hatten die vier Kardiolog:innen Prof. Andreas Goette, und Prof. Paulus Kirchhof, beide AFNET, sowie Dr. Emma Svennberg und Prof. Jose Luis Merino, beide EHRA.

Die Konferenz wurde von AFNET und EHRA gemeinsam ausgerichtet und erhielt finanzielle Unterstützung von MAESTRIA, das im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020” der Europäischen Union (EU) gefördert wird (Fördernummer 965286). Teilnehmer:innen aus der Industrie zahlten eine Teilnahmegebühr.

Publikation
(1) Svennberg E et al. Transforming Atrial Fibrillation Management by Targeting Comorbidities and Reducing Atrial Fibrillation Burden: the 10th AFNET/EHRA Consensus Conference. Europace, 15.Dez 2025. DOI: 10.1093/europace/euaf318

Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET)
Das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. (AFNET) ist ein interdisziplinäres Forschungsnetz, in dem Wissenschaftler:innen und Ärzt:innen aus Kliniken und Praxen deutschlandweit zusammenarbeiten. Ziel des Netzwerks ist es, die Behandlung und Versorgung von Patient:innen mit Vorhofflimmern in Deutschland, Europa und weltweit durch koordinierte Forschung zu verbessern. Dazu führt das Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V. wissenschaftsinitiierte, nicht-kommerzielle, klinische Studien (investigator initiated trials = IIT) und Register auf nationaler und internationaler Ebene sowie translationale Forschungsprojekte durch. Der Verein ist aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kompetenznetz Vorhofflimmern hervorgegangen. Seit Januar 2015 werden einzelne Projekte und Infrastrukturen des AFNET vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) sowie einige Projekte aus EU-Forschungsmitteln gefördert. Das AFNET verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Vorhofflimmern, unterstützt aber auch Forschungsarbeiten in anderen Bereichen, die für die kardiovaskuläre Versorgung relevant sind. Die Erkenntnisse aus der mittlerweile 20jährigen klinischen und translationalen Forschung des Forschungsnetzes haben das Leben von Patient:innen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessert und Behandlungsleitlinien beeinflusst.

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Dr. Angelika Leute
Tel: ‪0202 2623395‬
a.leute@t-online.de

Originalpublikation:
Svennberg E et al. Transforming Atrial Fibrillation Management by Targeting Comorbidities and Reducing Atrial Fibrillation Burden: the 10th AFNET/EHRA Consensus Conference. Europace, 15.Dez 2025. DOI: 10.1093/europace/euaf318

Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de

Patientenverfügungen

Patientenverfügungen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sind in Deutschland weit verbreitet, das Pendant für psychische Erkrankungen deutlich weniger. Forschende der Ruhr-Universität Bochum haben in einem wissenschaftlichen Projekt gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern eine Vorlage für eine psychiatrische Patientenverfügung entwickelt und diese im November 2025 frei zugänglich im Psychiatrie-Verlag veröffentlicht, zusammen mit einem Leitfaden für das Erstellen der Vorausverfügung. Die Vorlage legt besonderen Wert darauf, Menschen mit psychischen Erkrankungen Selbstbestimmung zu ermöglichen. Sie steht auf der Verlagsseite zum Download bereit.


Das Team um Anne-Sophie Gaillard und Dr. Matthé Scholten entwickelte die Vorlage für die Patientenverfügung im SALUS-Projekt, welches das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert. Es ist die einzige existierende Vorlage in Deutschland, an deren Entstehung sowohl betroffene Menschen als auch andere zentrale Interessengruppen aktiv mitgewirkt haben.

Mehr Selbstbestimmung durch Patientenverfügungen

In einer psychiatrischen Patientenverfügung können Menschen in einer Situation, in der sie einwilligungsfähig sind, festlegen, welche Behandlungen sie während einer psychischen Krise wünschen und welche nicht. „Psychiatrische Patientenverfügungen fördern die Selbstbestimmung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung“, sagt Matthé Scholten. „Studien zeigen zudem, dass sie die Rate von Zwangsunterbringungen in der Psychiatrie signifikant reduzieren können.“

Im Rahmen des SALUS-Projekts hat das Bochumer Team seit 2018 unter anderem erforscht, welche Vor- und Nachteile psychiatrische Patientenverfügungen haben. Die Forschenden kamen zu dem Schluss, dass die Vorteile deutlich überwiegen.

„Viele psychisch erkrankte Menschen haben den Wunsch, Vorsorge zu betreiben. Das zu tun, gibt einem ein gutes Gefühl“, bestätigt auch Iris, die selbst psychisch erkrankt ist und sich über zwei Jahre lang intensiv in die Erarbeitung der nun veröffentlichten Vorlage eingebracht hat.

Wissenschaftliche Erkenntnisse in Vorlage eingeflossen

Das nun bereitgestellte Material erzeugte das Team vom Bochumer Institut für Ethik und Geschichte der Medizin in enger Zusammenarbeit mit mehreren Betroffenen und deren Angehörigen, psychiatrischen Fachkräften und Rechtsexpertinnen und -experten. Der Leitfaden erklärt auf einfache Weise, wann und für wen eine psychiatrische Patientenverfügung sinnvoll ist, wie diese erstellt werden kann, und gibt Tipps zu Aufbewahrung, Aktualisierung und Widerruf. Der Leitfaden informiert außerdem darüber, was zu beachten ist, wenn die Einwilligungsfähigkeit der betroffenen Person beurteilt wird.

„Ich habe in das Projekt eine andere Sichtweise einbringen können“, sagt Iris. „Auch wenn psychische Erkrankungen sehr individuell sind und ich natürlich nicht für alle Betroffenen sprechen kann, konnte ich zum Beispiel beschreiben, wie sich bestimmte Situationen anfühlen“, ergänzt sie. Die Betroffene half auch, die Vorlage laienverständlich zu gestalten.

Sie zieht ein durchweg positives Fazit aus der engen Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. „Ich war bei allen Treffen des Forschungsteams dabei und habe einen tollen Einblick bekommen, wie Forschung funktioniert“, sagt Iris. „Nun bin ich ein Stück weit stolz, dass ich an etwas mitwirken konnte, was hoffentlich vielen Menschen helfen wird.“

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Dr. Matthé Scholten
Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: ‪+49 234 32 28628‬
E-Mail: matthe.scholten@ruhr-uni-bochum.de

Originalpublikation:
Anne-Sophie Gaillard, Esther Braun, Iris Haferkemper, Jonas Karneboge, Julia Haberstroh, Tanja Henking, Jakov Gather, Matthé Scholten: Selbstbestimmt in der Krise – Ein Leitfaden zur Erstellung und Anwendung psychiatrischer Patientenverfügungen, Psychiatrie Verlag, 2025, DOI: 10.1486/‪9783966053488‬https://forschen-und-teilen.de/selbstbestimmt-in-der-krise/

Anne-Sophie Gaillard, Jakov Gather, Iris Haferkemper, Jochen Vollmann, Sarah Potthoff, Matthé Scholten, Esther Braun: A Template for a Psychiatric Advance Directive: Co-development and Qualitative Evaluation with Key Stakeholders, in: International Journal of Law and Psychiatry, 2025, DOI: 10.1016/j.ijlp.2025.102135, https://doi.org/10.1016/j.ijlp.2025.102135

Stoffwechselerkrankungen

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Stoffwechselerkrankungen haben in der Gesellschaft epidemische Ausmaße erreicht. Nicht nur mangelnde Bewegung ist dafür verantwortlich, sondern auch langes Wachbleiben und künstliches Licht. Die innere biologische Uhr stimmt dann nicht mehr mit dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus überein. Um zu verstehen, wie sich Tageslicht auf den Stoffwechsel und auf die Blutzuckerkontrolle auswirkt, untersuchte ein Team der Universität Genf (UNIGE), der Universitätskliniken Genf (HUG), der Universität Maastricht und des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) dreizehn Personen mit Typ-2-Diabetes. Bei Tageslicht hatten die Teilnehmenden stabilere Blutzuckerwerte; auch das Stoffwechselprofil verbesserte sich.

Wie bei allen Lebewesen werden auch die körperlichen Prozesse beim Menschen vom Tag-Nacht-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus) beeinflusst. Eine zentrale „innere Uhr“ im Gehirn steuert und synchronisiert dabei die „Uhren“ in Organen wie der Leber oder in der Skelettmuskulatur. „Wir wissen seit einigen Jahren, dass die Störung des Tag-Nacht-Rhythmus eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Stoffwechselstörungen spielt, von denen ein immer größerer Teil der westlichen Bevölkerung betroffen ist“, erklärt Professor Charna Dibner von der Medizinischen Fakultät der UNIGE und der HUG. Sie hat die Studie gemeinsam mit Professor Joris Hoeks von der Universität Maastricht und mit Professor Patrick Schrauwen vom DDZ geleitet.

„Einen Großteil unserer Tage verbringen wir unter künstlicher Beleuchtung, die eine geringere Lichtintensität und ein engeres Wellenlängenspektrum als natürliches Licht hat. Natürliches Licht synchronisiert die innere biologische Uhr effektiver mit der Umgebung. Wir wollten wissen, ob der Mangel an natürlichem Licht für Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes verantwortlich sein könnte“, fügt Hoeks hinzu.

Stabilere Blutzuckerwerte bei natürlichem Licht

Das Forschungsteam rekrutierte 13 Freiwillige mit Typ-2-Diabetes, die 65 Jahre oder älter waren. Sie verbrachten viereinhalb Tage in speziell gestalteten Wohnräumen an der Universität Maastricht, die entweder mit natürlichem Licht durch große Fenster oder mit künstlichem Licht beleuchtet waren. Nach einer Pause von mindestens vier Wochen kehrten sie für eine zweite Sitzung zurück, diesmal in der jeweils anderen Lichtumgebung. „So konnten wir dieselben Personen unter beiden Bedingungen untersuchen. Individuelle Schwankungen in den Ergebnissen ließen sich so begrenzen“, erklärt Hoeks. „Abgesehen von der Lichtquelle wurden andere Parameter wie Mahlzeiten, Schlaf, körperliche Aktivität oder Bildschirmzeit nicht verändert.“

Trotz der kurzen Laufzeit des Experiments konnte das Team signifikante Unterschiede feststellen: Bei den Personen, die natürlichem Licht ausgesetzt waren, lagen die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum pro Tag im Normbereich und wiesen geringere Schwankungen auf – „zwei wichtige Faktoren, die darauf hindeuten, dass unsere Probandinnen und Probanden mit Diabetes ihren Blutzuckerspiegel besser kontrollieren konnten“, erklärt Patrick Schrauwen. Er ist Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe Energiestoffwechsel am DDZ, die Professor Michael Roden, wissenschaftlicher Geschäftsführer und Sprecher des Vorstands des DDZ sowie Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf, leitet. „Außerdem war ihr Melatonin-Spiegel am Abend etwas höher und auch der Fettstoffwechsel war besser“, ergänzt Schrauwen.

Um die beobachteten positiven Veränderungen des Stoffwechsels besser zu verstehen, entnahmen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Freiwilligen vor, während und nach jeder Lichtbehandlung Blut- und Muskelproben. „Die Regulation der molekularen Uhren in den kultivierten Skelettmuskelzellen haben wir zusammen mit Lipiden, Stoffwechselprodukten und Gentranskripten im Blut analysiert. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die innere Uhr und der Stoffwechsel durch natürliches Licht beeinflusst werden. Das könnte die Ursache für die bessere Blutzuckerregulation und die bessere Abstimmung zwischen der zentralen Uhr im Gehirn und den Uhren in den Organen sein“, erklärt Charna Dibner.

Die Ergebnisse sollen unter realen Bedingungen bestätigt werden

Diese Studie – die weltweit erste kontrollierte Crossover-Studie (eine Person, mehrere Behandlungsbedingungen) – untersuchte zwar nur eine kleine Gruppe älterer Menschen mit Typ-2-Diabetes über einen kurzen Zeitraum. Doch sie ist der erste Beweis für die positive Wirkung von natürlichem Tageslicht auf den Stoffwechsel im Vergleich zu künstlichem Licht, dem Menschen die meiste Zeit ausgesetzt sind.

„Der nächste Schritt wird sein, die Wechselwirkungen zwischen natürlichem Licht und der Stoffwechselgesundheit unter realen Bedingungen zu untersuchen. Freiwillige sollen über mehrere Wochen mit Lichtdetektoren und Glukosemessgeräten ausgestattet werden“, sagt Jan-Frieder Harmsen, Hauptautor der Studie, ehemaliger Doktorand in der Forschungsgruppe von Hoeks und derzeit Postdoktorand an der RWTH Aachen. „Diese Studie hebt auch den oft übersehenen Einfluss der Gebäudearchitektur auf unsere Gesundheit hervor.“

Hinweis von Frau Susen;

Vorgestellt:

Diese Studie wurde mit Unterstützung der VELUX Stiftung und der Daylight Academy, des Schweizerischen Nationalfonds und der Vontobel-Stiftung durchgeführt.

Originalpublikation:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1550413125004905?via%3Dihub

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