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Ergo-, Physio- und Kreativ-Therapeut:innen sowie Logopäd:innen

Streik der Therapeut:innen am Helios Klinikum Berlin-Buch 7.-9. Januar: die Lohnmauer einreißen!

Vom 7.-9. Januar treten die Ergo-, Physio- und Kreativ-Therapeut:innen sowie Logopäd:innen am Helios Klinikum Berlin-Buch in den Streik.

Die 54 Beschäftigten sind in die Tochtergesellschaft „Helios Therapie Ost“ (HTO) ausgegliedert und erhalten wesentlich weniger Entgelt bei längerer Arbeitszeit als vergleichbare Beschäftigte in Buch oder Therapeut:innen in anderen Helios-Kliniken, z.B. im Zehlendorfer Emil-von-Behring-Krankenhaus. Der Konzern-Tarifvertrag findet auf sie, anders als auf ihre Zehlendorfer Kolleg:innen, keine Anwendung.

In einer ersten Verhandlungsrunde am 3.1.2025 hatte die Arbeitgeberin die Forderung nach Gleichbehandlung abgelehnt. Ein eigenes Angebot legte die Arbeitgeberseite trotz vielfacher Beteuerung, man sehe Handlungsbedarf, nicht vor.

„Diese Verschleppungstaktik ist für uns nicht hinnehmbar. Die Kolleg:innen erhalten seit Jahren deutlich weniger Entgelt und haben auch bei andere Arbeitsbedingungen Nachholbedarf. Dafür gibt es absolut keine Begründung, denn die Arbeit, die Qualifikation und der Konzern sind die gleichen. Helios prognostiziert in diesem Jahr Millionengewinne, da muss auch für die Beschäftigten Geld da sein. Auch bei Vivantes und Charité gab es Experimente mit dem Outsourcing von Therapeut:innen – die sind aber aufgrund der langen Kämpfe der Beschäftigten dort mit gutem Grund längst wieder beendet worden.“ so Gisela Neunhöffer, ver.di-Verhandlungsführerin für die HTO.

Jenny Preuß, Physiotherapeutin: „Auch bei uns Therapeut:innen gibt es inzwischen Fachkräftemangel. Immer mehr Kolleg:innen wandern in andere Betriebe ab, wo die Arbeitsbedingungen mehr Wertschätzung ausdrücken. So können wir nicht ausreichend Kolleginnen und Kollegen finden, um die Patientenversorgung abzudecken. Wir fordern einen Tarifvertrag, der sicherstellt, dass für uns die gleichen Arbeitsbedingungen gelten wie für unsere Kolleg:innen, die direkt bei Helios angestellt sind.“

Am 7.1., dem ersten Streiktag, versammeln sich die Streikenden ab 7:00 Uhr vor dem Helios Klinikum Berlin-Buch, Schwanebecker Chaussee 50. Gegen 10 Uhr werden sie in einer bilderstarken Aktion die Lohnmauer einreißen.

Am 8.1. findet ab 10:00 Uhr eine Aktion vor der Helios Unternehmenszentrale in Berlin, Friedrichstraße 136, 10117 Berlin, statt.

Am 9.1. werden sich die Streikenden wiederum ab 7:00 am Klinikum versammeln. Ab 10:00-11:00 Uhr werden sich ihnen Beschäftigte aus dem Stammhaus anschließen, deren eigene Tarifrunde zum Konzerntarifvertrag in Kürze startet.

Alle Aktionen eignen sich für Ton- und Bildberichterstattung. Interviewpartner:innen können vor Ort vermittelt werden.

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Dana Lützkendorf, zuständige Gewerkschaftssekretärin
Gisela Neunhöffer, Verhandlungsführerin, Tel. 0171 90 77 415

Einladung zur Onlinevorlesung Ernaehrungstherapie und Ernaehrungsberatung am 22. Januaer 2025 ab 16.00 Uhr

Die SRH University bietet am 22. Januar 2025 eine Online-Schnuppervorlesung im Bereich Ernährungstherapie und Ernährungsberatung an. 

Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, ob Nahrungsergänzungsmittel wirklich notwendig sind und wie eine gesunde Ernährung den Studien- bzw. Berufsalltag unterstützen kann.

In einer Welt, in der Gesundheit und Wohlbefinden zunehmend in den Mittelpunkt rücken, greifen immer mehr Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln, um ihre Ernährung zu optimieren und spezifische Gesundheitsziele zu erreichen. Laut einer repräsentativen Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung im Jahr 2021 nimmt allein ein Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche Vitamine über Nahrungsergänzungsmittel zu sich. 


Doch trotz der weit verbreiteten Nutzung – sei es z. B. zur Unterstützung des Immunsystems oder zur Steigerung der Leistungsfähigkeit – herrscht oft Unsicherheit über die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Produkte.

Um umfassend über diese Aspekte zu informieren, lädt die SRH University am 22. Januar 2025 ab 16 Uhr zu einer Online-Schnuppervorlesung mit Dr. Sara Ramminger, Studiengangsleiterin im Bachelor-Studiengang Ernährungstherapie und Ernährungsberatung, ein. 


Im Vortrag wird nicht nur wissenschaftlich fundiert erörtert, ob Nahrungsergänzungsmittel wirklich notwendig sind, sondern auch wie eine gesunde Ernährung den Studien- bzw. Berufsalltag unterstützen kann.

„Mit der richtigen Ernährung können wir unsere Konzentrationsfähigkeit, Energie und Gesundheit maßgeblich beeinflussen und stärken – besonders in stressigen Phasen“, so Dr. Sara Ramminger. In diesem Zusammenhang wird sie in der Veranstaltung auch aufzeigen, welche typischen „Ernährungsfehler“ Studierende machen und wie diese vermeidbar sind.

Vitamin-D – Gefahrenzone Winter?

Zu den häufigsten Nährstoffmängeln gehört der Vitamin-D-Mangel. Normalerweise wird der Bedarf hauptsächlich über die körpereigene Synthese aus den UVB-Strahlen der Sonne gedeckt. 


Doch gerade Menschen, die sich nur wenig im Freien aufhalten, können Schwierigkeiten haben, ihre Vitamin-D-Speicher in den Sommermonaten ausreichend zu füllen, um damit auch über den Winter zu kommen.


 „Eine ergänzende Zufuhr von Vitamin D kann bei bestimmten Personengruppen, insbesondere im Winter, sinnvoll sein. Generell ist die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln jedoch kein Ersatz für eine ausgewogene und gesundheitsfördernde Lebensweise. Daher rate ich auch immer zu einer individuellen Beratung durch entsprechende Fachkräfte“, ergänzt Dr. Sara Ramminger.

Interessierte können sich unter folgendem Link für die kostenfreie Veranstaltung anmelden: 


https://www.eventbrite.de/e/gesund-ins-neue-jahr-brauche-ich-wirklich-supplement...

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Dr. Sara Ramminger
sara.ramminger@srh.de

Sichere Pflege von Schutzbefohlenen

 Am 03.01.25, 11:21 schrieb LKA 12 Sichere Pflege <LKA12SicherePflege@polizei.berlin.de>:

Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,


zunächst hoffe ich, dass Sie gut ins neue Jahr gestartet sind und wünsche Ihnen für das Jahr 2025 viel Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit.


Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für den Fachtag des Netzwerks Gewaltfreie Pflege am 29.01.2025 angemeldet haben. Mit dieser E-Mail möchte ich Ihnen Ihre Anmeldung bestätigen.


Details zum Fachtag:


 


Datum:           29.01.2025


Uhrzeit:          ab 08:30 Uhr Ankommen, Beginn: ab 09:00 Uhr bis 15:30


Ort:                  ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH


                        Herzbergstraße 79, 10365 Berlin


 


Im Anhang dieser E-Mail erhalten sie das Veranstaltungsprogramm. Der Fachtag bietet spannende Vorträge, Workshops sowie eine Podiumsdiskussion, die Ihnen wertvolle Impulse für den Umgang mit Gewalt in der Pflege in der Praxis geben sollen.


Während der Veranstaltung besteht Selbstverpflegung. Am Veranstaltungsort gibt es eine Cafeteria, die Sie gern in der Mittagspause aufsuchen können.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen inspirierenden Austausch.


 


Bei Fragen oder weiteren Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


 


Freundliche Grüße


 


Johanna Erlbeck


Koordinatorin Sichere Pflege


(sie/ihr)


 


Polizei Berlin


LKA 123 - Delikte an Schutzbefohlenen


Keithstr. 30


10787 Berlin


 


Tel.: (030) 4664 912338


Fax.: (030) 4664 912399


LKA12SicherePflege@polizei.berlin.de


Sport bei Herzschwäche/HerzinsuffizienzlHerzmuskelschwäche

Geschätzt vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Herzschwäche. 

Wie beeinflussen Ausdauer- und Krafttraining den Verlauf dieser oft lebensbedrohlichen Erkrankung? 

Die weltweit bisher umfangreichste Studie, geleitet von DHZC-Wissenschaftler Prof. Frank Edelmann, liefert dazu nun in Nature Medicine bedeutende Erkenntnisse.

Bei der Herzinsuffizienz (auch Herzmuskelschwäche oder Herzschwäche genannt) ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff zu versorgen. 


Unabhängig von der Ursache unterscheiden Mediziner:innen zwei Formen der Herzschwäche: 

Wenn der Herzmuskel nicht mehr stark genug pumpt, spricht man von "Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion – Heart Failure with reduced Ejection Fraction", kurz HFrEF.

Demgegenüber steht bei rund der Hälfte aller Betroffenen die „Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion – Heart Failure with preserved Ejection Fraction", kurz: HFpEF. 

Dabei liegt die Pumpkraft des Herzens noch im normalen Bereich, aber das Herz kann sich nicht richtig entspannen und das Blut daher nicht gut aufnehmen. 


Die HFpEF führt zu ähnlichen Beschwerden und Risiken wie die HFrEF, jedoch stehen für diese Form der Herzschwäche weit weniger Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Einfluss von Bewegung auf die Erkrankung und Lebensqualität

Welchen Einfluss hat gezieltes körperliches Training auf den Verlauf der Erkrankung und die Lebensqualität der Patient:innen mit HFpEF?


Dieser Frage ist ein Forschungsteam des Deutschen Herzzentrums der Charité, der Universitätsmedizin Leipzig und der TUM Universitätsklinik München nachgegangen.

Leiter (PI) der Studie ist Prof. Frank Edelmann, Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum des Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) und Professor für kardiovaskuläre Prävention.

Bisher umfangreichste Untersuchung zum Thema

Die Ex-DHF-Studie, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), wurde an elf Standorten in Deutschland und Österreich durchgeführt und schloss 322 Patient:innen ein, die nach dem Zufallsprinzip entweder einem einjährigen, strukturierten Trainingsprogramm oder der üblichen medizinischen Versorgung zugewiesen wurden. 


Bezogen auf die Anzahl der Studienteilnehmer:innen und die Beobachtungszeit ist dies die weltweit bisher umfangreichste Untersuchung zu diesem Thema.

Aufbau des Trainingsprogramms

Das Trainingsprogramm bestand aus einer Kombination von Ausdauer- und Krafttraining, bei dem die Teilnehmer:innen dreimal wöchentlich unter Anleitung trainierten. 


Zu Beginn umfasste das Training 30 Minuten moderates Fahrradfahren, das über drei Monate schrittweise auf 60 Minuten gesteigert wurde. 


Nach vier Wochen wurde zusätzlich ein Krafttraining für die großen Muskelgruppen integriert.

Erfolgsmessung und Ergebnisse der Studie

Der Erfolg des Trainings wurde primär mit dem sogenannten „modifizierten Packer-Score“ gemessen, der verschiedene Parameter wie Symptome, Belastbarkeit, Krankenhausaufenthalte und allgemeines Wohlbefinden kombiniert. 


Zudem wurden die NYHA-Klasse und die Spitzen-Sauerstoffaufnahme (VO₂) erfasst: Die NYHA-Klasse ordnet Patient:innen je nach Schweregrad ihrer Herzinsuffizienz ein (Klasse I „keine Einschränkungen“ bis Klasse IV „starke Einschränkungen bei jeder körperlichen Aktivität“). Die Spitzen-Sauerstoffaufnahme (VO₂) gibt an, wie viel Sauerstoff der Körper bei körperlicher Anstrengung aufnehmen kann.

Die Ergebnisse der Studie haben die Wissenschaftler:innen jetzt in Nature Medicine veröffentlicht, einer der weltweit bedeutendsten Fachzeitschriften für medizinische Forschung: Zusammengefasst konnte nach einem Jahr Training bei den meisten Patient:innen zwar keine signifikante Verbesserung des „modifizierten Packer-Scores“ festgestellt werden. Bei der aufwändig zu messenden Spitzen-Sauerstoffaufnahme (VO₂) führte das Bewegungstraining bei den HFpEF-Patient:innen allerdings zu einer Verbesserung. Zudem wurden die Patientinnen und Patienten der „Trainingsgruppe“ im Schnitt einer höheren NYHA-Klasse zugerechnet, was auf eine gesteigerte Belastbarkeit und eine höhere Lebensqualität hinweist.

Bewegung als wertvolle Ergänzung zur HFpEF-Behandlung

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein gezieltes Trainingsprogramm das Potenzial hat, die Belastbarkeit und Lebensqualität von HFpEF-Patient:innen zu verbessern. Da HFpEF eine systemische Erkrankung ist, die den gesamten Organismus betrifft, sind diese Ergebnisse ermutigend. Sie zeigen, dass Bewegung eine wertvolle Ergänzung zur Behandlung von HFpEF sein kann“, sagt Studienleiter Frank Edelmann.

Sonderforschungsbereich zur HFpEF

Der Kardiologe gehört auch zu den Projektleiter:innen des HFpEF-Sonderforschungsbereichs (SFB) 1470, einem interdisziplinären, langfristigen Forschungsverbund unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der SFB, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 12 Millionen Euro gefördert, erforscht die Mechanismen und Ursachen von HFpEF mit dem Ziel, neue, gezielte Therapieansätze zu entwickeln.

„Im Rahmen des SFB 1470 möchten wir das Krankheitsbild umfassend charakterisieren und gezielte Behandlungsmöglichkeiten entwickeln. Auch die Ex-DHF-Studie wird mit ihren Ergebnissen zum Erfolg dieses Projekts beitragen“, so Edelmann.

MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT


https://www.dhzc.charite.de/team/edelmann-frank/

Originalpublikation:
https://doi.org/10.1038/s41591-024-03342-7

Gesamtkosten für einen Heimplatz Ende 2024

Trotz Zuschlägen und Dynamisierung der Leistungssätze sind weitere Anstiege in den nächsten Jahren zu erwarten

Die finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen, die im Pflegeheim leben, ist laut einer aktuellen Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erneut gestiegen. 

Die durchschnittliche Gesamtbelastung der Bewohnerinnen und Bewohner liegt inzwischen bei mehr als 2.400 Euro und damit wieder deutlich über dem Niveau des Jahres 2021, als die Politik Zuschläge zur Begrenzung der Eigenanteile an den pflegebedingten Aufwendungen eingeführt hatte.


Eine Prognose des WIdO zur weiteren Entwicklung macht deutlich, dass auch die im vergangenen Jahr erfolgte Anhebung der Zuschläge und die in diesem Jahr greifende Dynamisierung der Leistungssätze den Trend zu immer höheren finanziellen Belastungen nicht nachhaltig stoppen werden.

Die aktuelle Analyse zeigt, dass die Gesamtkosten für einen Heimplatz Ende 2024 bei durchschnittlich 4.701 Euro lagen. 


Davon zahlte die Pflegekasse im Durchschnitt 1.470 Euro. 


Zusätzlich bekamen die Bewohnerinnen und Bewohner von der Pflegeversicherung durchschnittlich 807 Euro pro Monat für ihre pflegebedingten Eigenanteile in Form der nach Wohndauer gestaffelten Zuschläge erstattet. 


Durchschnittlich 950 Euro mussten sie selbst für die Pflege zuzahlen, hinzu kamen im Schnitt 977 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie 497 Euro für Investitionskosten (Abbildung 1). 


Daraus ergibt sich nach Abzug der Zuschläge eine durchschnittliche Gesamtbelastung von 2.424 Euro pro Monat (Abbildung 2). 


Sie liegt damit wieder deutlich über dem Niveau von vor der Einführung der nach Wohndauer gestaffelten Zuschläge zur Entlastung, die seit dem 1. Januar 2022 greifen.

Bei den Pflegebedürftigen mit langer Wohndauer haben die Zuschläge allerdings für eine deutliche Entlastung gesorgt. 


So hatten Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Wohndauer von mehr als drei Jahren – dies sind rund 40 Prozent der vollstationär Pflegebedürftigen – im vergangenen Jahr eine Gesamtbelastung von lediglich 1.913 Euro zu tragen (Abbildung 2). 


„Insgesamt ist der Trend zu immer höheren Eigenanteilen allerdings ungebrochen“, betont David Scheller-Kreinsen, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Mit Beginn des Jahres 2025 werden die allgemeinen Leistungssätze der Pflegeversicherung steigen: 

 Statt beispielsweise bisher 1.775 Euro pro Monat bei Pflegegrad 4 gibt es dann 1.855 Euro (plus 4,5 Prozent).


 „Trotz der Zuschüsse zur Entlastung und der Dynamisierung der Leistungen steigen die Zuzahlungen für die Pflege im Heim weiter. 


Das hat unter anderem mit gestiegenen Lohnkosten infolge der Verpflichtung der Einrichtungen zur tariflichen Bezahlung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den inflationsbedingten Tarifsteigerungen zu tun“, erläutert David Scheller-Kreinsen. 


In einer Prognose zur weiteren Entwicklung der pflegebedingten Eigenanteile hat das WIdO verschiedene Szenarien durchgespielt. „Wenn man von einer im Vergleich zu den Vorjahren eher moderaten Steigerung der Zuzahlungen um 10 Prozent ausgeht, werden die Eigenanteile inklusive Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten im Jahr 2029 eine durchschnittliche Gesamtbelastung von 3.812 Euro pro Monat ergeben“, so Scheller-Kreinsen.

Deutliche Unterschiede auf Landes- und Kreisebene
Die WIdO-Analyse zur Entwicklung im Jahr 2024 umfasst auch einen Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern. Er macht deutlich, dass die Höhe der finanziellen Belastungen der Pflegeheim-Bewohnenden in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich ist: Während die Gesamt-Zuzahlungen Ende 2024 in Nordrhein-Westfalen bei 2.764 Euro pro Monat lagen, waren es in Sachsen-Anhalt lediglich 1.965 Euro. Besonders groß ist die Spanne bei den Kosten für Unterkunft und Verpflegung: Während in Sachsen-Anhalt nur 774 Euro zu bezahlen sind, sind es in Nordrhein-Westfalen 1.234 Euro. Auch bei regionaler Betrachtung zeigt sich eine hohe Varianz: Kreisbezogen zeigt sich eine Spanne der pflegebedingten Zuzahlungen von durchschnittlich 1.321 Euro bis 616 Euro je Monat. 


Dabei ist ein deutliches Süd-Nord-Gefälle ist sichtbar.

Analysen zur Entwicklung der Eigenanteile in der vollstationären Pflege stellt das WIdO quartalsweise unter 


https://www.wido.de/forschung-projekte/pflege/finanzierung-der-pflege/entwicklun... bereit.


Weitere Informationen finden Sie inter


https://www.wido.de/forschung-projekte/pflege/finanzierung-der-pflege/entwicklung-eigenanteile

Längere und häufigere Phasen von intraoperativ erniedrigtem Blutdruck bei herzchirurgischen Eingriffen

Erstmalige große Kohortenstudie am Herz- und Diabeteszentrum NRW ausgezeichnet – Hilke Jung stellt Forschungsprojekt auf der FoRUM Tagung der Ruhr-Universität Bochum vor

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Vera von Dossow, Direktorin des Instituts für Anästhesiologie und Schmerztherapie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, hat jetzt erstmals mit einer großen retrospektiven Kohortenstudie nachgewiesen, dass längere und häufigere Phasen von intraoperativ erniedrigtem Blutdruck bei herzchirurgischen Eingriffen kumulativ mit einem höheren Risiko für das Auftreten eines postoperativen Nierenversagens assoziiert sein können.


In die Studie waren 28.909 Patientinnen und Patienten eingeschlossen, die sich im Zeitraum 2009 bis 2019 einer elektiven Herzoperation am HDZ NRW unterzogen habenEine intraoperative Hypotonie-Phase wurde definiert als intraoperativ gemessener arterieller Blutdruck von weniger als 60mmHg für mehr als zwei Minuten. 


Die kumulativ ermittelte Dauer und Häufigkeit der aufgetretenen intraoperativen Hypotensionen hatte einen signifikanten Einfluss auf das Auftreten der akuten Nierenschädigung.


 Al weitere Einflussfaktoren spielten die Dauer und Art der Operation, Alter, Body-Mass-Index sowie Begleiterkrankungen eine Rolle. 


Dies wurde bislang noch niemals an einem so großen Patientenkollektiv nachgewiesen.

„Wir hoffen, mit diesen wichtigen Erkenntnissen einen Beitrag zur höheren Patientensicherheit und Versorgungsqualität zu leisten. Diese Ergebnisse sind retrospektiv an einem großen Patientenkollektiv erhoben. 


Dennoch unterstreichen sie, wie wichtig eine engmaschige intraoperative Blutdrucksteuerung ist. 


Bislang fehlen prospektive randomisierte Studien in der Herzchirurgie. Entsprechende Vorhaben zählen daher zu den weiteren Projekten unserer Arbeitsgruppe für frühe Risikostratifizierung und Strategieplanung (ERSAS)“, betonten Prof. Dr. Vera von Dossow und PD Dr. Nikolai Hulde, die im Rahmen des Forschungsprojekts die Dissertationen von Niklas Mohr und Hilke Jung an der Ruhr-Universität Bochum betreuten.

Für die Präsentation ihres publizierten Promotionsprojektes während der FoRUM-Wissenschaftstagung der Ruhr-Universität Bochum erhielt Hilke Jung den zweiten Preis für Nachwuchs-Wissenschaftler, den sogenannten „Young Science Best Medical Paper Award 2024.“

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, mit 36.000 Patientinnen und Patienten jährlich, davon 14.500 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren seiner Art in Europa. Das HDZ NRW ist seit 1989 Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum. Die Professorenschaft des HDZ NRW ist zusätzlich seit 2023 Mitglied der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld. Die Einrichtung ist bekannt als größtes Herztransplantationszentrum in Deutschland. Gesellschafter ist das Land Nordrhein-Westfalen.

Am Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Vera von Dossow jährlich mehr als 7000 Narkosen an Patientinnen und Patienten durchgeführt. Ausgeprägte Spezialkompetenzen, langjährige Expertise und eine vertrauensvolle interdisziplinäre Teamarbeit garantieren eine größtmögliche Sicherheit bei der Narkoseführung von Patientinnen und Patienten aller Altersstufen, insbesondere auch bei Hochrisikopatienten.

MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät OWL (Universität Bielefeld)
Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 97-1955
Fax 05731 97-2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de
www.hdz-nrw.de
Univ.-Prof. Dr. med. Vera von Dossow
Direktorin des Instituts für Anästhesiologie und Schmerztherapie
Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen

Originalpublikation:
Jung, Hilke; Mohr, Niklas; Hulde, Nikolai; Krannich, Alexander; Storm, Christian; von Dossow, Vera: Intraoperative hypotension and its association with acute kidney injury in patients undergoing elective cardiac surgery: a large retrospective cohort study.
Journal of Anaesthesiology and Intensive Care 3(2):p e0048, April 2024 | DOI: 10.1097/EA9.0000000000000048
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.hdz-nrw.de

Õffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland

Die öffentliche Nettostromerzeugung in Deutschland hat 2024 einen Rekordanteil erneuerbarer Energien von 62,8 Prozent erreicht. Bei der Solarstrom-Erzeugung wurde 2024 ein neuer Bestwert von 74,4 Terawattstunden (TWh) erzielt, auch der Ausbau der Photovoltaik liegt weiterhin über den Zielen der Bundesregierung. Da auch die Erzeugung aus Braunkohle (-8,6 Prozent) und Steinkohle (-26,9 Prozent) weiterhin stark zurück ging, war der deutsche Strommix so CO2- arm wie nie zuvor. Der Importsaldo stieg auf ca. 28,2 TWh.

Das geht aus einer Auswertung hervor, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE heute vorgelegt hat. Quelle der Daten ist die Plattform energy-charts.info


Die Windkraft war auch 2024 wieder die wichtigste Stromquelle, sie trug 136,1 Terawattstunden (TWh) bzw. 33,1 Prozent zur öffentlichen Stromerzeugung bei. 2024 war damit ein schwächeres Windjahr als 2023 (139 TWh).Der Anteil der Onshore-Windkraft sank auf 110,5 TWh (2023: 115,3 TWh), die Offshore-Produktion lag mit 25,6 TWh etwas über dem Vorjahresniveau (2023: 23,5 TWh). Der Ausbau der Windenergie bleibt allerdings weiterhin deutlich hinter dem Plan zurück: Bis November waren onshore 2,4 Gigawatt (GW) neu errichtet, geplant waren 7 GW. Der Ausbau der Offshore-Anlagen verlief etwas besser als in den Vorjahren. Hier wurden 2024 0,7 GW neu errichtet (geplant sind 5-7 GW jährlich bis 2026 und 30 GW gesamt bis 2030).
Photovoltaik-Anlagen haben im Jahr 2024 ca. 74,4 TWh erzeugt, wovon 59,9 TWh ins öffentliche Netz eingespeist und 14,5 TWh im Eigenverbrauch genutzt wurden. Die gesamte Produktion hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 13 TWh bzw. 21 Prozent erhöht Ihr Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung lag bei 14 Prozent. Der Juli 2024 war mit 8,7 TWh der Monat mit der höchsten solaren Stromerzeugung. Der Photovoltaik-Ausbau übertraf im Jahr 2024 wie bereits 2023 die Ziele der Bundesregierung: Statt der geplanten 13 Gigawatt wurden bereits bis November 13,3 Gigawatt errichtet. Alle Daten für 2024 liegen noch nicht vor – voraussichtlich werden es bis Ende 2024 15,9 Gigawatt sein. Der PV-Ausbau in Deutschland liegt damit weiterhin auf einem zweistelligen Niveau.
Die Wasserkraft lag mit 21,7 TWh etwa auf dem Niveau des Vorjahres (19,1 TWh). Die installierte Leistung von Laufwasseranlagen liegt bei 6,4 GW. Die Biomasse trug mit 36 TWh zur Stromerzeugung bei, wobei die installierte Leistung unverändert bei 9 GW lag.
Insgesamt produzierten die erneuerbaren Energien im Jahr 2024 mit ca. 277 TWh Strom und liegen damit 4,4 Prozent über dem Vorjahr (265 TWh). Der Anteil der in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien an der Last, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei 56,1 Prozent gegenüber 55,3 Prozent im Jahr 2023.
Die gesamte Nettostromerzeugung beinhaltet neben der öffentlichen Nettostromerzeugung auch die Eigenerzeugung von Industrie und Gewerbe, die hauptsächlich mit Gas erfolgt. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Nettostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der »Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden« liegt bei ca. 58,4 Prozent (2023: 54,6 Prozent).
Durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien und den Rückgang der Kohleverstromung ist die Stromerzeugung so CO2-arm wie nie zuvor, seit 2014 haben sich die Emissionen aus der Stromerzeugung halbiert (von 312 auf ca. 152 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr). Die Kohlendioxidemissionen der deutschen Stromerzeugung lagen 58 Prozent niedriger als zu Beginn der Datenerhebung 1990.

Die Last im Stromnetz betrug 461 TWh und liegt damit leicht über dem Niveau des Jahres 2023 von 458 TWh. Dabei ist zu beachten, dass der Eigenverbrauch von Solarstrom auf ca. 14,5 TWh gestiegen ist. Dieser Eigenstromverbrauch zählt gemäß Definition nicht zur Last, deutet aber auf einen insgesamt gewachsenen Stromverbrauch hin. Die Last umfasst den Stromverbrauch aus dem Netz und die Netzverluste, aber nicht den Pumpstromverbrauch und den Eigenverbrauch der konventionellen Kraftwerke.

Batteriespeicher entwickeln sich rasant

Parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energiequellen in Deutschland steigt auch der Bedarf an Speicherkapazität. Dezentrale Batteriespeicher sind besonders gut geeignet, um die Erzeugung von Wind- und Solarstrom zu puffern. So werden neue Photovoltaik-Anlagen in Privathaushalten meistens gemeinsam mit einem Heimspeicher installiert. Noch fehlen allerdings bei den meisten kleinen Anlagen die Eingriffsmöglichkeiten oder Anreizsysteme für einen netzdienlichen Betrieb. Im Segment der Großspeicher könnte sich in den nächsten Jahren die installierte Leistung vervielfachen, wenn alle von Projektierern im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur vorangemeldeten Projekte umgesetzt werden.
Die installierte Batterieleistung stieg stark auf 11,9 GW (8,6 GW in 2023), die Speicherkapazität stieg von12,6 GWh auf 17,4 GWh. Die Leistung der deutschen Pumpspeicherwerke liegt bei rund 10 GW.

Erstes volles Jahr ohne Kernkraft, Kohleverstromung weiter rückläufig

2024 war in Deutschland das erste volle Jahr ohne Stromerzeugung aus Kernkraft seit 1962, nachdem im April 2023 die letzten drei Atomkraftwerke Emsland A, Neckarwestheim 2 und Isar 2 abgeschaltet wurden. In ihrem letzten Betriebsjahr hatten diese 6,3 Prozent der öffentlichen Stromerzeugung geliefert. Dies wurde durch die Erzeugung aus erneuerbaren Energien energetisch ersetzt.
Die öffentliche Nettostromerzeugung der deutschen Kohlekraftwerke geht weiter zurück: Braunkohle lieferte 70,9 TWh, das sind 8,6 Prozent weniger als im Vorjahr (77,5 TWh). Hinzu kamen 1,3 TWh für den industriellen Eigenverbrauch.
Noch stärker sank die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken: Sie lieferten 24,4 TWh, ein Minus von 26,9 Prozent gegenüber 2023 (36,1 TWh), für den industriellen Eigenverbrauch wurde kein Steinkohlestrom mehr genutzt.
Für historische Vergleiche muss die Bruttostromerzeugung betrachtet werden, da es erst seit 2002 Zahlen zur Nettostromerzeugung gibt. Die Bruttostromerzeugung aus Braun- und Steinkohle in Summe wird ungefähr bei 108 TWh liegen. So ein niedriges Niveau hatten wir in Deutschland zuletzt im Jahr 1957.
Die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung stieg mit 49 TWh für die öffentliche Stromversorgung um 10,6 Prozent über das Niveau des Vorjahres. Es trug zudem 28,7 TWh zur industriellen Eigenversorgung bei.

Export und Börsenstrompreis

2023 verzeichnete Deutschland erstmals einen Importüberschuss von 11,7 TWh, was besonders an den geringeren Stromerzeugungskosten in den europäischen Nachbarländern im Sommer und den hohen Kosten der CO2-Zertifikate lag. Der Import stieg 2024 insbesondere wegen der niedrigen Strompreise der Nachbarländer im Sommer im Saldo auf 28,3 TWh. Die wichtigsten Importländer waren Frankreich (Saldo 13,1 TWh), Dänemark (11,7 TWh), Schweiz (7,1 TWh) und Norwegen (5,7 TWh) waren. Deutschland exportierte Strom im Saldo nach Österreich (7,2 TWh), Polen (3,5 TWh), Luxemburg (3,5 TWh) und Tschechien (2,8 TWh).
Im November und Dezember stiegen die Börsenstrompreise deutlich an. Dadurch wurde die fossile Stromerzeugung zeitweise rentabler als im Sommer, und die Importe fielen in der Folge. Deutschland hat im Gegensatz zu seinen Nachbarländern (Österreich, Schweiz, Frankreich) auch im Winter genügend Kraftwerkskapazitäten, um Strom für den Export zu produzieren.
Der durchschnittliche volumengewichtete Day-Ahead Börsenstrompreis ging um 15,4 Prozent zurück auf 78,06 €/MWh bzw. 7,81 Cent/kWh (2023: 92,29 €/MWh bzw. 9,23 Cent/kWh). Er liegt damit auch unter dem Niveau des Jahres 2021 (93,36 €/MWh). Im Jahr 2022 lag der Börsenstrompreis bei 230,57 €/MWh bedingt durch den Angriff auf die Ukraine und die damit ausgelöste Energiekrise und durch die Nichtverfügbarkeit vieler Atomkraftwerke in Frankreich.

Mehr Informationen:

Eine ausführliche Präsentation der Daten zu Stromerzeugung, Import/Export, Preisen, installierten Leistungen, Emissionen und Klimadaten finden Sie auf dem Energy-Charts Server:energy-charts.info

Zur Datengrundlage

Die erste Version der Jahresauswertung 2024 vom 01.01.2024 berücksichtigt alle Stromerzeugungsdaten der Leipziger Strombörse EEX bis einschließlich 31.12.2023. Über die verfügbaren Monatsdaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Elektrizitätserzeugung bis einschließlich September 2024 und die Monatsdaten zur Ein- und Ausfuhr von Elektrizität bis einschließlich Oktober 2024 wurden die Viertelstundenwerte von EEX und Entso-E energetisch korrigiert. Für die restlichen Monate wurden die Korrekturfaktoren auf Basis von zurückliegenden Jahresdaten abgeschätzt. Die hoch-gerechneten Werte unterliegen größeren Toleranzen.
Zugrunde liegen die Daten zur deutschen Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung. Sie ist die Differenz zwischen Bruttostromerzeugung und Eigenverbrauch der Kraftwerke und wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die Stromwirtschaft rechnet mit Nettogrößen, z.B. für den Stromhandel und die Netzauslastung, und an den Strombörsen wird ausschließlich die Nettostromerzeugung gehandelt. Sie repräsentiert den Strommix, der tatsächlich zu Hause aus der Steckdose kommt.
Stündlich aktualisierte Daten zur Stromerzeugung finden Sie auf der Webseite der Energy-Charts: https://www.energy-charts.info

MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT


Prof. Bruno Burger: bruno.burger@ise.fraunhofer.de

Einladung zum Krankenhausratschlag

 Lieb Kolleginnen und Kollegen,

 

ab heute könnt ihr euch für den Krankenhausratschlag am 18. und 19. Juni 2025 anmelden.

 

Hier geht’s zur Anmeldung: 


https://berliner-krankenhausbewegung.de/anmeldungkrankenhausratschlag25/

 

 

Worum geht's?

 

Von der Krankenhausreform über die Bewegung für mehr Personal und höhere Löhne bis zur Auseinandersetzung der Tochterunternehmen: 2025 wird ein Jahr der Veränderung. Der Krankenhausratschlag ist der Ort, um darüber zu diskutieren und Strategien zu entwickeln: 


Gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen und eine bessere Gesundheitsversorgung für alle!

 

Zwei Tage mit Workshops, spannenden Diskussionsveranstaltungen und Vernetzung mit Kolleg*innen aus anderen Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Werde Teil der Berliner Krankenhausbewegung von ver.di und nehme am Krankenhausratschlag teil!

 

Das genaue Programm geht allen angemeldeten Teilnehmer*innen spätestens im März zu.

 

 

Wo findet der Krankenhausratschlag statt?

 

Der Krankenhausratschlag findet in Berlin am Franz-Mehring Platz 1 im CCG statt (nähe S-Ostbahnhof).

 

Für alle Teilnehmer:innen aus Brandenburg werden die Fahrt- und Übernachtungskosten übernommen. 


Hierzu ist eine rechtzeitige Anmeldung notwendig, da die Hotelplätze begrenzt sind!

 

 

Wer kann teilnehmen?

 

Die Veranstaltung richtet sich an alle Beschäftigten der Berliner und Brandenburger Krankenhäuser. 


Eingeladen sind alle Kolleg*innen, die aktiv werden wollen für bessere Arbeitsbedingungen oder schon aktiv sind.

 

Lerne bei der Veranstaltung viele Kolleg*innen aus ganz Berlin und Brandenburg kennen!

 

 

Wie kann ich teilnehmen? Jetzt Bildungsurlaub bei deinem Arbeitgeber einreichen!

 

Für die Veranstaltung kann Bildungsurlaub bei deinem Arbeitgeber eingereicht werden. Alle Arbeitnehmer*innen in Berlin und Brandenburg stehen in zwei Jahren 10 Bildungsurlaub-Tage zu. Entsprechende Formulare zur Beantragung werden in der Regel von der Arbeitgeberin zur Verfügung gestellt.

 

Achtung: die Beantragung des Bildungsurlaubs muss mindestens 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn erfolgen (spätestens bis zum 6. Mai 2025)

 

Die Unterlagen zur Einreichung des Bildungsurlaubs gehen euch nach der Anmeldung per Mail zu.

 

Früh anmelden lohnt sich! Early Bird wird belohnt

 

Um Planungssicherheit zu haben, helfen uns frühe Anmeldungen sehr. Nur so können wir einschätzen, wie viele Veranstaltungen angeboten werden können, wie viele Räume wir brauchen etc.

 

Deswegen belohnen wir die frühe Anmeldung in diesem Jahr mit einer besonderen Überraschung: unter allen Kolleg:innen, die sich bis zum 01. Februar anmelden, wird eine besondere ver.di Überraschung verlost!

 

Hier geht’s zur Anmeldung: https://berliner-krankenhausbewegung.de/anmeldungkrankenhausratschlag25/

 

Wir freuen uns auf euch und den Krankenhausratschlag 2025,

euer ver.di Team

 

 

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ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

 

Max Manzey 

Gewerkschaftssekretär

Fachbereich C Berlin
Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft

Email: max.manzey@verdi.de

Mobil: 0170-8170925

Am Bahnhof Westend 3

14059 Berlin

 

Arbeitsrechtsanfragen: Für alle Fragen zur Rechtsberatung und rund um die ver.di-Mitgliedschaft (Eintritt, Beitrag, Leistungen, Wechsel, etc.) ist der ver.di-Service unter service.bb@verdi.de  

Tel. (030) 88666 erreichbar.

https://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/

 

Morbus Huntington und das Stottern

Morbus Huntington ist immer noch unheilbar: 

Menschen mit der erblichen Nervenerkrankung leiden jahrelang etwa unter Bewegungsstörungen und zunehmendem geistigen Verfall. 

Die Erkrankung der rund 8.000 Betroffenen in Deutschland ist zwar unterschiedlich stark ausgeprägt, fest steht aber: Trägt ein Mensch den Gendefekt in sich, werden auch sicher Symptome auftreten. 

Um die Erkrankung vollständig verstehen und die Versorgung und Therapieentwicklung verbessern zu können, wird die „ENROLL-HD-Beobachtungsstudie“ mit international über 20.000 Patient*innen durchgeführt. 

Nun wurde auch die Ambulanz für Morbus Huntington am Universitätsklinikum Bonn (UKB) als Erhebungsort in die Studie aufgenommen.

Morbus Huntington ist eine erbliche Nervenerkrankung, bei der das Gehirn fortschreitend zerstört wird. Die Betroffenen entwickeln über Jahre hinweg allmählich zunehmende, unkontrollierte Bewegungen am ganzen Körper, psychische Veränderungen sowie einen zunehmend geistigen Abbau und magern stark ab. „Huntington betrifft also den ganzen Körper“, fasst Priv.-Doz. Dr. Patrick Weydt zusammen, der Neurologe und Leiter der Huntington-Ambulanz am UKB ist. Nach den ersten Symptomen können Huntington-Patient*innen etwa zehn bis 15 Jahre überleben.

Es wird davon ausgegangen, dass rund 8.000 Menschen in Deutschland von Morbus Huntington betroffen sind. Weitere schätzungsweise bis zu 30.000 leben mit dem Risiko, die Krankheitsanlage von ihren Eltern geerbt zu haben. Huntington wird dominant vererbt: Ist also ein Elternteil erkrankt, hat das Kind eine fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, die Krankheit auch zu entwickeln. „Die Erkrankung ist doppelt belastend: Zum einen der schwere Verlauf und zum anderen die hohe Wahrscheinlichkeit es an die eigenen Kinder weitergegeben zu haben“, erklärt Weydt. Ursache der Erkrankung ist ein „Stottern“ im genetischen Code. Aus der Falschinformation werden dann giftige Produkte abgelesen. 


Je länger das „Stottern“, desto schwerwiegender und früher treten die Symptome auf. 


Korrigieren, kann man diese genetische Veränderung bislang nicht. Stattdessen arbeiten Forschende aktuell an unterschiedlichen Therapieansätzen, bei denen zumindest die giftigen Produkte abgebaut oder blockiert werden können. „Das ist ein sehr vielversprechender Weg“, bestätigt der Bonner Neurologe Weydt. Er ergänzt aber: „Noch haben die Betroffenen davon nichts, für die kommenden Generationen gibt es aber viel Hoffnung.“

Mit ENROLL-Studie Verständnis, Versorgung und klinische Studien verbessern

An der Entwicklung von Therapien wird zwar gearbeitet, aber mehr als etwas Hoffnung für Erkrankte bietet das noch nicht. „Deshalb wird darüber hinaus auch an den Grundlagen der Erkrankung geforscht“, berichtet Patrick Weydt, der im September zum neuen Vorsitzenden des Europäischen Huntington-Krankheit-Netzwerks (EHDN) gewählt wurde. Ziel ist es, das Verständnis von Morbus Huntington sowie die Versorgung der Patient*innen und damit auch die klinischen Studien zu verbessern. Für die darauf ausgelegte „ENROLL-HD-Studie“ wurde nun auch die Ambulanz für Morbus Huntington am UKB unter Leitung von Weydt ausgewählt.


 „Das ist eine große Auszeichnung für mein Team und den Standort Bonn“ so Weydt. 


Das medizinische Personal am UKB ist damit in die weltweit größte Beobachtungsstudie für Huntington-Betroffene mit derzeit international mehr als 20.000 Teilnehmenden eingebunden. 


Die an der ENROLL-Studienteilnehmenden werden einmal im Jahr auf Zeichen der Huntington Krankheit untersucht. Mithilfe von Befragungen und kognitiven wie motorischen Tests dokumentiert das medizinische Fachpersonal dort die anfangs kaum merklichen Symptome und den Verlauf der Huntington-Krankheit. „Mit den Daten können wir verstehen, wie die Erkrankung typischerweise verläuft und sind optimal vorbereitet Therapiestudien hocheffizient durchzuführen und auszuwerten“, erklärt Weydt. Dabei spielt die enge Verzahnung mit dem klinischen Studienzentrum des DZNE und mit dem Zentrum für Seltene Erkrankungen Bonn (ZSEB) eine wichtige Rolle.

Die Huntington-Ambulanz auf dem Venusberg-Campus

Möchten Betroffene an der „ENROLL-HD-Studie“ in Bonn teilnehmen, können sie dafür nun einen Termin bei der Huntington-Ambulanz am UKB vereinbaren.


 Die Ambulanz versorgt aber nicht nur Huntington Patienten, sondern betreut auch andere Störungen mit unwillkürlichen und unregelmäßigen Überbewegungen. Abhängig von den Beschwerden erfolgen ambulant oder in einem kurzen stationären Aufenthalt weiterführende Untersuchungen. Im Anschluss an die Diagnostik werden Betroffenen am UKB auch entsprechend ihrer Symptome behandelt: 


Dazu gehören klinisch-neurologische Untersuchungen, Beratung zu Pflege- und Hilfsmitteln sowie psychologische Unterstützung. „Heilen können wir Huntington noch nicht, wir versuchen aber die Lebensqualität der Betroffenen so gut es geht zu verbessern“, sagt der Gründer der Ambulanz Patrick Weydt. 


Jährlich werden inzwischen über 120 Huntington-Erkrankte am UKB versorgt.

Mehr Informationen und der Kontakt zur Ambulanz für Morbus Huntington sind hier zu finden: 

https://www.ukbonn.de/neurodegenerative-erkrankungen/klinik/ambulanz-fur-morbus-

.. sowie Insta:@huntington_doc

MaAB - Medizin am Abend Berlin Fortbildungen VOR ORT


Dr. Inka Väth
Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Telefon: (+49) 228 287-10596
E-Mail: inka.vaeth@ukbonn.de

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB finden pro Jahr etwa 500.000 Behandlungen von Patient*innen statt, es sind ca. 9.500 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,8 Mrd. Euro. Neben den 3.500 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr 550 Personen in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht in der Focus-Klinikliste auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, hatte in 2023 in der Forschung über 100 Mio. Drittmittel und weist den zweithöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf. Das F.A.Z.-Institut hat das UKB mit Platz 1 unter den Uniklinika in der Kategorie „Deutschlands Ausbildungs-Champions 2024“ ausgezeichnet.
Weitere Informationen finden Sie unter
Informationen und der Kontakt zur Ambulanz für Morbus Huntington

Mit Gefühl für den eigenen Körper

Rein in die Laufschuhe und ab die Post. Oder in die Schlittschuhe. Oder ins Hallenbad. Sport im Winter ist nicht nur eine nette Option, sondern ein riesiges Investment. 

Ins Wohlbefinden, für den Body und auch das Sozialleben. Wie das funktioniert und was es bei Schmuddelwetter oder eisigen Außentemperaturen zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Das Weihnachtsessen liegt noch schwer im Magen und der Süßkram auf dem Plätzchenteller zwinkert einem auch schon nicht mehr so kräftig zu. 

Nach den Festtagen und der Silvestersause stehen sie wieder vor der Tür, die guten Vorsätze. Wenn da nur nicht das Problem mit dem Motivationsloch wäre! Doch aus diesem holen wir Sie heraus. Nur anfangen müssen Sie selbst. Und das wird sich lohnen.

Freier Kopf und starke Abwehrkräfte

Denn kommen Sie erst einmal in Bewegung, profitieren Sie von vielen positiven Effekten, die Sport im Winter mit sich bringt. Er stärkt die Abwehrkräfte, verbrennt Kalorien und macht den Kopf frei. Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Was nämlich keiner auf dem Schirm hat: 

Sport macht auch sozialer. 

Wie das zusammenhängt und wann es zum Joggen dann doch zu kalt wird, weiß Dr. Angela Teichert. Die Sportmentaltrainerin ist Professorin für Soziale Arbeit an der SRH Fernhochschule und selbst eine echte Sportskanone.

Was Sport mit Sozialer Arbeit verbindet

Gefragt nach der Brücke zwischen Sozialer Arbeit und regelmäßiger Bewegung, berichtet sie begeistert: „Sport ist ein ganz wichtiges Hilfsmittel in der Sozialen Arbeit. Als niedrigschwelliger Zugang verbindet er Menschen untereinander und macht eben auch Türen auf, die sonst verschlossen blieben. Sport bringt die Menschen ins Tun und das ist ein ganz wichtiger Schritt. Diesen Effekt machen sich zum Beispiel Sportsozialarbeiter:innen zu nutze. Es ist egal, wie alt man ist und welchen sozialen Hintergrund man hat. Sport ist für alle da.“

Stimmungsaufheller in der dunklen Jahreszeit

Zudem würde Sport eine sehr gute Integrationsmöglichkeit darstellen, sei motivationsfördernd und gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig, weil die körperliche Betätigung Lebensfreude bringe, gute Laune mache und als echter Stimmungsaufheller wirke. Davon ist nicht nur Teichert überzeigt, sondern diese Effekte werden auch durch zahlreiche Studien belegt. In einem Bericht des Robert Koch-Institutes (RKI) zum Beispiel, wird schon im Jahr 2012 festgestellt, dass körperliches Training bei Depressionen ähnlich wirksam sein kann wie eine medikamentöse Therapie.

Lungenbläschen, Minusgrade, Aufwärmtraining: Das gilt es bei Sport im Winter zu beachten

Am Anfang einer jeder sportlichen Betätigung steht die Motivation. Um die zu bekommen, ist gutes Equipment keine schlechte Idee. Warme und gute Laufschuhe sind eine Investition, die man tätigen sollte. Denn sie geben dem Fuß Stabilität und verringern das Risiko, auszurutschen, umzuknicken oder sich zu verletzen. Und die müssen nicht nur funktional sein, sondern sollten auch richtig gut aussehen. Schließlich will man sie oft und gern schnüren.

Bei Temperaturen um die 0 Grad sollten Sie eine dünne Mütze oder ein Stirnband tragen. Das sorgt für warme Ohren und hält die Temperatur, die zum Großteil über den Kopf entweicht. Zudem gilt bei der Kleidung das gute alte Zwiebelprinzip. Mehrere Schichten isolieren die Körperwärme besser als eine einzelne dicke Schicht Kleidung. Und für den Start empfehlen sich dünne Handschuhe. Bis der Körper nämlich erstmal auf Betriebstemperatur läuft und genügend Wärme produziert, dass sie bis in die Fingerspitzen gelangt, vergeht einiges an Zeit. Und die muss man nicht mit dem schrecklichen Gefühl halbtoter Finger herumbekommen. Dann vor dem Start noch einen ordentlichen Schluck Wasser, denn geschwitzt wird auch bei Minusgraden und auf geht’s!

Diese positiven Effekte haben Joggen und Sport im Winter auf Körper und Geist

Wenn es kalt ist, verengen sich die Blutgefäße und das Herz muss mehr arbeiten, um genug Blut durch den Körper zu pumpen. Klingt unheimlich, hat aber einen fantastischen Trainingseffekt. Ein Sportlerherz ist um die ein Drittel größer als ein untrainiertes und das hat zum Vorteil, dass es in der gleichen Zeit sehr viel mehr Blut durch die Adern pumpen kann und mit diesem wird bekanntlich Sauerstoff transportiert. Und eine bessere Sauerstoffversorgung führt zu mehr Leistungsfähigkeit.


Mit Gefühl für den eigenen Körper

Bei all diesen Erkenntnissen und positiven Effekten gilt immer: Auf den eigenen Körper hören ist essenziell. Es gilt nicht, irgendwelche Wettbewerbe zu gewinnen, sondern am Ball zu bleiben und Spaß an der Sache zu haben. Denn Kontinuität ist wichtiger als Schnelligkeit. Wer es schafft, regelmäßig in Bewegung zu kommen, stärkt die Abwehrkräfte. Kleiner Bonus bei Kälte: Um die Temperatur aufrecht zu halten, verbrennt der Körper um die 15 Prozent mehr Kalorien als in warmen Monaten. Im Fachjargon heißt dieser hilfreiche Nebeneffekt Thermogenese.

Bei -10 Grad ist Schluss mit lustig

Es gibt keine konkrete Temperatur, ab der man sagen kann: Jetzt ist es zu kalt zum Laufen. Bei vielen Menschen ist dieser Punkt bei -5 Grad erreicht. Andere sind empfindlicher und bekommen schon bei geringeren Minusgraden schlechter Luft. Wenn ein dünner Loop über Mund und Nase keine Abhilfe schafft, lieber warten, bis es etwas milder wird. In die Eishalle zum Schlittschuhlaufen gehen, sich mit Freunden im Schwimmbad verabreden oder doch den Zumba-Kurs buchen. Möglichkeiten gibt es viele.
Bei -10 Grad sollte dann aber auch wirklich kein Freizeitsportler mehr rennen gehen. Die Lungenbläschen könnten Schaden nehmen und bei längeren Laufrunden drohen Erfrierungen. Da hilft alle Sportlichkeit nix. Zügige Spaziergänge sind jedoch erlaubt.

Sozialleben und Sport verknüpfen zum Motivationserhalt

Wer nach all den warmen Worten noch immer nicht überzeugt ist, braucht als letzten Stupser vielleicht noch Motivationstipps von Frau Prof. Dr. Teichert. Sie rät: „Wer jetzt den inneren Schweinehund überwindet, stärkt das Selbstbewusstsein. Besorgen Sie sich Funktionskleidung, integrieren Sie Routinen und planen Sie den Sport mehrfach wöchentlich ein, damit er zur Gewohnheit wird. 


Verabreden Sie sich mit Freund:innen, Kolleg:innen oder Familienmitgliedern zum gemeinsamen Sporteln. 


Das erhöht die Hemmschwelle, doch noch kurzfristig abzusagen und stärkt das soziale Gefüge. 


Langlaufen, Skitouren, Walken… es MUSS etwas geben, was Ihnen Freude bereitet. 


Und jede Bewegung ist besser als keine. Sport lohnt immer. Für gute Beziehungen, das Immunsystem, die Gesundheit und die Seele.“