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Prof. Dominic Wichmann: Infektiologiehotline für konsilarische Leistung frühzeitig beteiligen

Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: DIVI-Infektiologiehotline nimmt heute ihren Betrieb auf

Die Deutsche Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) bündelt mit einem neuen Projekt die infektiologische Expertise in ihrem Fachgebiet: 

Die DIVI-Infektiologiehotline ist jetzt live. 

Über diese zentrale Plattform unter infekthotline.divi.de können ab sofort Anfragen zu komplexen infektiologischen Fällen auf der Intensivstation gestellt werden, die als konsiliarische Leistung innerhalb von einem Arbeitstag von dem derzeit 15-köpfigen Expertenteam beantwortet werden. 

(v.l.) Prof. Dominic Wichmann, Dr. Klaus-Friedrich Bodmann und Dr. Hartmuth Nowak (v.l.) Prof. Dominic Wichmann, Dr. Klaus-Friedrich Bodmann und Dr. Hartmuth Nowak Fotos: UKH, privat und Mike Auerbach

„Wir wollten ein sehr niederschwelliges Angebot schaffen, um Expertise zu bündeln und die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern“, erklären die medizinisch-wissenschaftlichen Leiter des Projektes, die Sprecher der Sektion Infektiologie, Prof. Dominic Wichmann und Dr. Klaus-Friedrich Bodmann.

  • Stetig steigende Raten bei multiresistenten Erregern gestalten die erfolgreiche Behandlung von Patientinnen und Patienten zunehmend komplexer. 
  • Zudem sind therapieassoziierte infektiologische Komplikationen eine zunehmende Bedrohung für die Erfolge der modernen Medizin. 

„Die Sektion Infektiologie hat deshalb eine Plattform für die aktive Unterstützung bei diesen großen infektiologischen Herausforderungen in der Intensiv- und Notfallmedizin aufgebaut“, fasst es Sektionssprecher Prof. Dominic Wichmann, Oberarzt in der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, zusammen.

DIVI-Infektiologiehotline steht jedem offen

Jeder auf einer Intensivstation tätige Mediziner kann sich an die Hotline wenden. 

Das Credo der Schöpfer ist: unkompliziert und niederschwellig. Deshalb ist keine Registrierung notwendig oder gar ein Nachweis einer DIVI-Mitgliedschaft. Neben der Falldarstellung mit den sich ergebenden Fragen zu Diagnostik oder Therapie werden entsprechend nur noch die Kontaktdaten des Ratsuchenden für die Rückmeldung durch das Infektiologieteam abgefragt.

Mit dem Eingang einer Frage über die Plattform wird über ein Ticket-System jeder der derzeit 15 Experten informiert. „Jetzt in der Anfangsphase ist unser Anspruch, spätestens innerhalb eines Arbeitstages zu antworten“, so Dr. Hartmuth Nowak, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Künstliche Intelligenz, Medizininformatik und Datenwissenschaften des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum. Er hat die Infektiologiehotline technisch entwickelt und ist Teil des Leitungsteams.

Anfrage ist kostenlos und muss schriftlich eingereicht werden


Entsprechend stehe auch hinter dem Namen „Hotline“ keine telefonische Anfrage. 

Denn im Klinikalltag sei nicht jeder Experte stetig zu sprechen, so die Überlegung der DIVI-Sektion. Und auch könne so der Kontakt zu dem richtigen Experten für diese spezielle Fragestellung länger dauern, erläutert Nowak, der Medizininformatiker. Deshalb muss bei der Hotline die Frage über Handy, Tablet oder PC eingegeben werden, um dann auf Antwort zu warten.

Die Inanspruchnahme der DIVI-Infektiologiehotline ist selbstverständlich kostenlos. Die Kosten für den Aufbau der Plattform und die technische Aufrechterhaltung finanziert die DIVI als wissenschaftliche Fachgesellschaft. Die Schulung des Expertenteams in persönlichen Treffen und durch eigene Fortbildungsveranstaltungen wird mit freundlicher Unterstützung der Pharma-Firmen Infectopharm, MSD, Pfizer und Shionogi unterstützt, da alle im infektiologieschen Bereich tätig sind.

Expertenteam sucht für die Zukunft noch weitere Mitglieder

Selbstverständlich ist das System weiter ausbaufähig, falls die Hotline gut angenommen wird. „Wir träumen von einem professionellen Team, das 24/7 ansprechbar ist und dessen Leistung abrechnungsfähig ist“, verrät der technische Leiter Hartmuth Nowak. „Der Start der DIVI-Infektiologiehotline ist jetzt ein erster und wichtiger Schritt.“

„Auch würden wir uns über weitere Experten im Beratungsteam freuen“, ergänz der stellvertretende Sektionssprecher Dr. Klaus-Friedrich Bodmann, leitender Arzt der Infektiologie Kliniken Nordoberpfalz, Klinikum Weiden. „Je mehr Expertise wir hier bündeln, je besser wir uns innerhalb unseres Teams dann auch vernetzen und schulen, desto mehr können alle anderen von der DIVI-Infektiologiehotline profitieren. Der heutige Tag ist für uns etwas sehr besonderes!“

Entsprechend gilt: Weitersagen! 

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Die Adresse der DIVI-Infektiologiehotline ist einfach zu merken: 

https://infekthotline.divi.de

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Dipl. Inf. (FH) Volker Parvu

Telefon: 030 40005607
Fax: 030 40005637
E-Mail-Adresse: volker.parvu@divi.de

Nina Meckel

Telefon: 089-230696021
Fax: 089-230696060

 

 

https://www.g-ba.de/themen/disease-management-programme/

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https://adipositas-fortbildung.de/

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Einladung zur Studie

 

Psychologie: Wie Bewegung die Stimmung heben kann

    Studien haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und mentaler Gesundheit gibt. Doch welche Bewegungsmuster können konkret dazu beitragen, die Stimmung zu verbessern? Dieser Frage möchte ein Team des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit (FBZ) nachgehen und sucht dafür an Depressionen erkrankte Teilnehmende. Interessierte, die an der Studie mitwirken möchten, sollten mindestens 18 Jahre alt sein und aktuell unter depressiven Symptomen leiden. Für ihre Teilnahme erhalten sie eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro. Der Kontakt erfolgt per E-Mail an studie-bright-side@ruhr-uni-bochum.de.

    Fragebögen und Sensoren

    „Walk on the Bright Side of Life“ lautet der Titel des Forschungsprojekts, das eine Datenerhebung in mehreren Schritten vorsieht. Teilnehmende füllen zunächst einen Online-Fragebogen zu ihren Bewegungsgewohnheiten aus. Anschließend werden sie mit einem Sensor ausgestattet, der ihre Bewegungsabläufe über fünf Tage zu Hause aufzeichnet. Aus den Messwerten versprechen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse für ihre Forschung. „Wir können auf diese Weise nicht nur Depressionen besser verstehen und Therapien langfristig optimieren. Auch die Teilnehmenden erhalten wertvolle Informationen zu ihren Bewegungsmustern, die ihre Stimmung im Alltag verbessern können“, sagt Dr. Christina Totzeck, die die Studie gemeinsam mit Dr. Dirk Adolph leitet

    Anne Petersohn
    FBZ – Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit
    Ruhr-Universität Bochum
    Tel.: +49 234 32 28681
    E-Mail: anne.petersohn@ruhr-uni-bochum.de

    Prof. Dr. Eva-Marie Kessler: Einladung zur MSB-Hochschulambulanz-Studie von Menschen über 67 Jahren: Psychotherapie aus der Innensicht alter und sehr alter Menschen

    Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Das Forschungsprojekt PANAMA – Psychotherapie aus der Innensicht älterer Menschen

    Ein neues Forschungsprojekt an der MSB Medical School Berlin erforscht, wie Menschen im hohen Lebensalter Psychotherapie erleben. 

    Seit Anfang 2024 wird eine Interviewstudie mit älteren Frauen und Männern durchgeführt, die eine ambulante Psychotherapie absolviert haben. 

    Dazu sucht das Forschungsteam derzeit noch Menschen über 67, die von ihren Erfahrungen berichten möchten.

    • Psychische Störungen wie etwa Depressionen oder Angststörungen zählen zu den häufigsten Erkrankungen im höheren Lebensalter. 

    Eine Psychotherapie kann Abhilfe schaffen – sie ist nach Leitlinienempfehlungen medizinischer Fachgesellschaften sogar das Mittel der Wahl zur Behandlung. 

    • Doch nur wenige ältere Menschen nehmen bisher psychotherapeutische Angebote in Anspruch. 

    Die Gründe dafür sind vielfältig: 

    Vorurteile über ältere Menschen aufseiten von Behandler:innen und Patient: innen („In dem Alter kann man sich nicht mehr verändern“), Berührungsängste, Scham, aber auch Faktoren wie das Fehlen barrierefreier Praxisräume und die mangelnde gerontologische Qualifikation von Fachkräften.
    Das Forschungsprojekt „PANAMA – Psychotherapie aus der Innensicht alter und sehr alter Menschen“ möchte dazu beitragen, solche Einstellungen und strukturellen Hürden aufseiten von Behandler:innen, Patient:innen und der Gesellschaft abzubauen und den Zugang älterer Menschen zur Psychotherapie zu erleichtern. 

    Dazu ist es notwendig, besser zu verstehen, wie Menschen im höheren und sehr hohen Lebensalter die Behandlung erleben, wahrnehmen und bewerten. 

    Was wird von Patient:innen als hilfreich erlebt, was nicht? 

    Welche Veränderungen ergeben sich durch die Therapie? 

    Welche Erwartungen und Wünsche, Sorgen und Befürchtungen sind mit der Behandlung verbunden? 

    Auf welche Schwierigkeiten, Hindernisse, Barrieren treffen die Patient:innen – und welche Rolle spielt dabei das chronologische Lebensalter?

    „Mit unseren Erkenntnissen wollen wir dazu beitragen, dass Psychotherapieangebote entwickelt werden, die ältere Menschen thematisch ansprechen, und auf ihre Präferenzen und Lebenssituationen zugeschnitten sind“ sagt Studienleiterin und Psychotherapeutin Prof. Dr. Eva-Marie Kessler, die schon mehrere Projekte zu dem Thema durchgeführt hat und die MSB Hochschulambulanz „Psychotherapie im Alter“ leitet. 

    Die Ergebnisse der Studie sollen später neben einem Fachpublikum auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um ältere Menschen sowie ihre sozialen Bezugspersonen und Gesundheitsakteur:innen für die Inanspruchnahme psychosozialer Hilfen zu ermutigen. 

    Es ist bekannt, dass die Kombination aus Angst vor Stigmatisierung, Unkenntnis und der Überzeugung, als alter Mensch keine Unterstützung mehr verdient zu haben, dazu führt, dass ältere und Menschen im höheren Lebensalter häufig nicht aktiv nach einer psychotherapeutischen Behandlung suchen. 

    Das Projekt zielt damit auch darauf ab, Ageismus und der Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen im Alter entgegenzutreten.

    Gefördert wird das Projekt durch die gemeinnützige Josef und Luise Kraft Stiftung, die sich für die Förderung alter Menschen und der Altenhilfe einsetzt. 

    Es läuft über drei Jahre von Ende 2023 bis Ende 2026.

    Derzeit werden deutschlandweit noch Teilnehmende gesucht, die ihre gemachten Erfahrungen mit Psychotherapie im Rahmen eines persönlichen Interviews mit den Projektmitarbeiterinnen teilen möchten. 

    Eingeladen dazu sind Menschen ab 67 Jahren, die innerhalb der letzten 5 Jahre eine Psychotherapie im ambulanten Rahmen (d.h. nicht stationär in einer Klinik) abgeschlossen haben. 

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    Studienleiterin
    Prof. Dr. habil. Eva-Marie Kessler (PI)
    Mail: eva-marie.kessler(at)medicalschool-berlin.de

    Ansprechpartnerin
    Irene Fechau M.A.
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin
    Mail: irene.fechau@medicalschool-berlin.de
    Telefon: 0178 80 62 388 

    Lisa Schimmelpfennig MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin

    Rüdesheimer Straße 50
    14197 Berlin
    Deutschland
    Berlin


    Telefon: 030/7668375656
    E-Mail-Adresse: lisa.schimmelpfennig@medicalschool-berlin.de

    Nicola Sernow
    Telefon: 030 76 68 37 5-651
    E-Mail-Adresse: nicola.sernow@medicalschool-berlin.de 
    Weitere Informationen für international Medizin am Abend Berlin Beteiligte

    https://panama064.wordpress.com/ Website des Projekts PANAMA


    https://www.medicalschool-berlin.de/news/news/einzelansicht-news-msb/news/panama... News-Beitrag auf der Website der Medical School Berlin zu Studienbeginn


    http://www.medicalschool-berlin.de Website der Medical School Berlin


    Tabea Werner: Bewältigungen von Sportverletzungen: Wir suchen Sportler zwischen 16 und 40 Jahren zur Studienteilnahme https://sosci.zdv.uni-mainz.de/spv/

    Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Mit gezieltem Coaching wieder fit: Psychologie erforscht Sportverletzungen

    • Studie untersucht Faktoren für eine bessere Bewältigung von Sportverletzungen – Sportlerinnen und Sportler für Teilnahme gesucht
    • In Deutschland kommt es jährlich zu etwa zwei Millionen Sportverletzungen. 
    • So ist es eher eine Frage, wann statt ob sich Sportlerinnen und Sportler im Rahmen ihres alltäglichen Trainings und bei Wettkämpfen verletzen. 

    Dabei können Sportverletzungen weitreichende Konsequenzen haben: 

    Für die Sportlerinnen und Sportler selbst, indem sie etwa gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Leistungseinbußen erleiden, finanzielle Verluste eintreten und immer wieder sogar Frühverrentungen erfolgen. 

    Aber auch die Vereine und Verbände haben bei der Verletzung ihrer Sportler das Nachsehen. 

     „Sportverletzungen sind ein fast unvermeidlicher Bestandteil aktiver, regelmäßiger Sportpraxis“, sagt Tabea Werner vom Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). 

    Sie untersucht, wie verschiedene psychosoziale Faktoren wie zum Beispiel Stress und sportspezifische Faktoren wie etwa die Dauer des Trainings mit Sportverletzungen zusammenhängen. 

    Für die Studie werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.

    Psychosoziale Faktoren beeinflussen den Verlauf einer Sportverletzung

    • Für das Verletzungsgeschehen spielen neben körperlichen Faktoren häufig auch psychosoziale Komponenten eine wichtige Rolle. 

    „Eine erfolgreiche Prävention und ein guter Umgang mit Sportverletzungen kann daher zur Verbesserung der sportlichen Praxis beitragen“, erklärt Tabea Werner, die im Rahmen ihrer Doktorarbeit die Studie durchführt. 

    Zielsetzung ist es, einen besseren Einblick in die Prävention und Rehabilitation von Sportverletzungen zu erhalten. Beispielsweise wird untersucht, welche Rolle Stressfaktoren, die soziale Unterstützung und die Bereitschaft zur Verausgabung im Sport spielen.

    Für die Studie sucht das Psychologische Institut Sportler und Sportlerinnen, die Interesse haben, die sportpsychologische Forschung zu unterstützen. 

    „Von der Zusammenarbeit mit Leistungssportlern und Leistungssportlerinnen erhoffen wir uns wertvolle Erkenntnisse sowie wissenschaftliche Grundlagen, um zielgerichtete Coachings einzurichten“, so Werner. 

    „Dadurch sollen Sportler und Sportlerinnen künftig bestmöglich bei ihrer optimalen Leistungsentwicklung unterstützt und die Prävention und der Umgang mit Verletzungen verbessert werden.“

    Interessenten, die an der Studie teilnehmen möchten, sollten zwischen 16 und 40 Jahren alt sein und regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen. 

    Sie erhalten zunächst einen Online-Fragebogen, dessen Bearbeitung ca. 45 Minuten dauert. 

    Bei Interesse würden weitere kurze Befragungen von 5 bis 15 Minuten Dauer folgen. 

    Für die Teilnahme wird eine Aufwandsentschädigung entrichtet. 

    Weitere Informationen sind unter dem Link https://sosci.zdv.uni-mainz.de/spv/ oder bei dem Studienteam unter der E-Mail-Adresse leistungssport.neuropsy@uni-mainz.de zu erhalten.

    Weitere Links: 

    https://www.klinische-psychologie-und-neuropsychologie.uni-mainz.de – 

    Klinische Psychologie und Neuropsychologie am Psychologischen Institut


    https://www.psychologie.uni-mainz.de/ - Psychologisches Institut an der JGU

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    M.Sc. Tabea Werner
    Abteilung für Klinische Psychologie und Neuropsychologie
    Psychologisches Institut
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Tel. +49 6131 39-23210
    E-Mail: tabea.werner@uni-mainz.de
    https://www.klinische-psychologie-und-neuropsychologie.uni-mainz.de/abteilungsmi...

     Petra Giegerich Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Forum universitatis 3
    55128 Mainz
    Deutschland
    Rheinland-Pfalz

    Petra Giegerich
    Telefon: 06131 39-22369
    Fax: 06131 39-24139



    Cannabis - CanG

     

    Einladung zur Fortbildungsveranstaltung
    (§ 15 FAO)


    Wir bitten möglichst um vorherige (ggf. auch sehr kurzfristige oder noch während der Veranstaltung erfolgende) Anmeldung per Email, da dies die Erstellung der Fortbildungsnachweise erheblich erleichtert.

     

    Thema
    "Strafverteidigung unter dem CanG"

    Donnerstag, 11. April 2024
    18:00 bis 20:00 Uhr 
    Dorotheenstädtische Buchhandlung | Turmstraße 5 | 10559 Berlin

    Rechtsanwälte Stefan Conen und Dr. Toralf Nöding 

    ab 20.00 Uhr: Austausch über die Fortbildung im: swart Bier & Weinlokal | Dreysestraße 17 | 10559 Berlin
     

    Die Fortbildung soll einen ersten Überblick über die Auswirkungen des zum 1. April 2024 in Kraft getretenen Gesetzes zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften (CanG) auf die Strafverteidigung verschaffen.

    Behandelt werden sollen unter anderem:

    - Übersicht über die gesetzliche Neuregelung der entsprechenden Straftatbestände, insb. im Vergleich zum „alten“ Recht,

    - Neubestimmung der Mengengrenzen (insb. zur nicht geringe Menge),

    - Amnestieregelung und Ausstrahlung der Neureglung auf rechtskräftige Verurteilungen,

    - Berücksichtigung der Neuregelung bei „Altfällen“ in anhängigen Revisionsverfahren,

    - Aktuelle Verteidigungsansätze im Zusammenhang mit Verwertungsproblematiken. 


    Die Dozenten (alphabetische Reihenfolge):

    Stefan Conen ist Strafverteidiger in Berlin.

    Es fällt schwer, ihn anhand seines anwaltlichen Oeuvres vorzustellen, dafür ist dieses zu umfassend. Es fällt aber ebenso schwer, aus seinem vielseitigen Schaffen einzelne Beispiele als repräsentativ herauszugreifen, dafür hat er bereits auf zu vielen Gebieten entscheidende Wegmarken gesetzt. 

    Er hebt sich damit am und um den Ku'damm herum - diese Meile, die den Charme der stets eine Perlenkette zuviel tragenden und nach Echt Kölnisch Wasser duftenden Grande Dame versprüht, aber zwischen Lankwitz und Lichterfelde als Inbegriff der großen, weiten Welt gilt - schon durch seine offenkundig noch vorhandene Vitalität deutlich ab. Wenn nun aber schon vom Ku'damm die Rede ist, darf nicht unerwähnt bleiben, dass dieser jedenfalls in den 1960er Jahren - heute kaum mehr vorstellbar - auch die alternative Gegenkultur anzog, etwa: Kommune 1, Wielandkommune, Schlüterstraße, das SDS-Hauptquartier, Republikanischer Club, Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen etc. Möglicherweise gelingt Conen mit der aktuellen Veranstaltung ein Anknüpfen an diese besondere Zeit des Boulevards. Stefan Conen und seine Mitstreiter sind aber zweifelsohne schon dort, wo dieser erst wieder hinkommen muss. 

    Dr. Toralf Nöding ist ebenfalls Strafverteidiger in Berlin.

    Wie bei Conen kann auch bei ihm nicht der eine Punkt benannt werden, an dem er herausragt. Das würde ihm nicht gerecht. Er braucht sich allerdings vom Ku'damm weder abzugrenzen, noch zu verstecken: Er ragt als Solitär über das Spreeufer hinaus. Am bekanntesten dürfte seine Tätigkeit als Experte im Jugendstrafrecht sein, in dem er seit Jahren auch als renommierter Fachbuchautor (Nöding, Verteidigung in Jugendstrafsachen) publiziert. Doch wie bei Conen geht auch sein anwaltliches Wirken weit über einzelne Teilbereiche des Strafrechts hinaus. Weiter ist insbesondere auch sein besonderes Geschick als Redner herauszustellen. Dieses sowie seine breiten Fachkenntnisse wird er auch mit der aktuellen Veranstaltung ganz sicher wieder bestätigen. 

    Die Kombination dieser äußerst fähigen Dozenten darf daher nur als glückliche Fügung bezeichnet werden. Wir freuen uns sehr auf die kommende Veranstaltung! 

    Die Veranstaltung ist auf zwei Stunden angelegt. Es werden FAO-Bescheinigungen erteilt.


    Anmeldung nur per E-Mail an: info@strafverteidiger-berlin.de.

    Die Teilnahmegebühr beträgt für Mitglieder 35,00 €, für Nichtmitglieder 60,00 €, für junge Kollegen, deren Zulassung nicht älter als zwei Jahre ist, sowie für Referendare 25,00 €.

    Wir bitten um Überweisung der Teilnahmegebühr vorab auf das Konto bei der

    Postbank Berlin
    IBAN: DE90 1001 0010 0364 1411 03
    BIC: PBNKDEFF

    Bitte geben Sie im Verwendungszweck den Titel der Veranstaltung sowie Ihren Namen an.

    Aktuelle Veranstaltungsinformationen auch unter www.strafverteidiger-berlin.de

    Unsere Adresse:

    Vereinigung Berliner Strafverteidiger*innen e. V.
    Schlüterstr. 54
    10629 Berlin
    Telefon: 030 – 347 812 65
    Telefax: 030 – 347 812 66
    info@strafverteidiger-berlin.de

    BITTE BEACHTEN: Die Geschäftsstelle ist derzeit AUSSCHLIEßLICH per Email erreichbar!

    Prof. Dr. Thomas Forkmann: Angststörungen, depressive hyperkinetische Störungen-ADHS, dauerhaftes aggressives Verhalten

    Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Hochschulambulanz für Psychische Gesundheit: Therapieplätze für Kinder und Jugendliche

    Therapieplätze für Kinder und Jugendliche
     

    Eine Behandlung ist dringend nötig, doch die Wartezeiten sind lang – so geht es einem von fünf Kindern auf der Suche nach einem Therapieplatz. 

    Als neue Anlaufstelle etabliert hat sich die Hochschulambulanz für Psychische Gesundheit der Universität Duisburg-Essen. 

    Sie nimmt fortlaufend Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen auf und setzt auf individuelle Verhaltenstherapien. 

    Melden können sich Interessierte oder ihre Eltern während der telefonischen Sprechzeit (mittwochs 15-16 Uhr) oder unter hpg-kjp@uni-due.de.

    Erst seit dem letzten Jahr bietet die 2019 gegründete Ambulanz am Campus Essen auch Plätze für Kinder und Jugendliche an. „Wir wissen, wie schwierig es ist, einen solchen Platz zu bekommen. Familien verzweifeln oft daran. Wir bauen deshalb unser Psychotherapie-Angebot mit einem Team aus speziell hierfür ausgebildeten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut:innen kontinuierlich aus“, so Prof. Dr. Thomas Forkmann, der die Ambulanz leitet.

    Zu den häufigsten Störungen der jungen Patient:innen zählen Angststörungen, depressive und hyperkinetische Störungen (ADHS) oder dauerhaft aggressives Verhalten. 

    Die Folgen: Die Lebensqualität der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien ist stark beeinflusst. Häufig wirkt sich das auch negativ auf die soziale und schulische Entwicklung aus. 

    „Die meisten psychischen Störungen sind jedoch sehr gut mit einer Verhaltenstherapie behandelbar, und ein chronischer Verlauf lässt sich oft verhindern“, erklärt die stellvertretende Leiterin der Ambulanz, Prof. Dr. Antonia Barke.

    Veränderung von Gedanken, Gefühlen und Verhalten

    Wie läuft die Behandlung ab? 

    „Zunächst erstellen wir nach einer ausführlichen und sorgfältigen Diagnostik gemeinsam mit dem Kind oder dem/ der Jugendlichen einen Behandlungsplan. 

    Die Erziehungsberechtigten sind natürlich auch beteiligt. 

    Wir legen die Therapieziele fest und besprechen das Vorgehen. 

    In Kurz- oder Langzeittherapien arbeiten wir dann gemeinsam an der Veränderung des Verhaltens, der Gedanken und Gefühle“, so Barke.

    Damit in Zukunft Patient:innen nicht mehr so lange auf eine Behandlung warten müssen, erforscht das Team der Hochschulambulanz nicht nur intensiv die Behandlungsmöglichkeiten von psychischen Störungen des Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalters, sondern bildet auch Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen in den entsprechenden Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultät für Bildungswissenschaften mit aus. 

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    http://Hochschulambulanz für Psychische Gesundheit, Tel. 0201/183 4377, hpg-kjp@uni-due.de

    Cathrin Becker Universität Duisburg-Essen

    Telefon: 0203/379-1488
    Fax: (0203) 379-2428
    E-Mail-Adresse: cathrin.becker@uni-due.de

    Forsthausweg 2
    47057 Duisburg
    Deutschland
    Nordrhein-Westfalen

    Astrid Bergmeister
    Telefon: 0203 37 92430
    E-Mail-Adresse: astrid.bergmeister@uni-due.de

     

    Prof. Jonas Tesarz,: Der Schmerz und seine Schmerzintensität und Leidensintensität: Wird die Lebensqualität eingeschränkt?

    Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Was verwandelt Schmerz in Leid?

    Nicht jeder, der Schmerzen hat, leidet. 

    Und nicht jeder Schmerz verursacht das gleiche Ausmaß an Leid. 

    Wie stark der Einzelne tatsächlich leidet, lässt sich bisher nicht einheitlich definieren. 

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und am Universitätsklinikum Heidelberg haben nun in einer Studie Literatur aus der Schmerzforschung ausgewertet. 

    Dabei haben sie eine neue Systematik entwickelt, der eine genauere Beschreibung des individuellen schmerzbedingten Leidens ermöglicht.

    • Im klinischen Alltag wird in erster Linie die Intensität des Schmerzes vom Arzt oder der Ärztin erfragt. 

    Häufig kommen dabei Piktogramme zum Einsatz, die allerdings nicht erfassen, wie stark der Patient wirklich unter den Schmerzen leidet.  

    Ein starker Kopfschmerz etwa wird eher ertragen, wenn er auf das Glas zu viel am Vorabend zurückzuführen ist, als wenn ein Hirntumor die Ursache ist. 

    • Die Therapie der Schmerzen ist daher in vielen Fällen ungenau und hat die Lebensqualität nur eingeschränkt im Blick.

    „Die Schmerzintensität kann nicht eins zu eins in Leidensintensität übersetzt werden“, sagt Prof. Jonas Tesarz, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am UKHD. 

    • „Es hängt davon ab, wie sehr sich der Schmerzpatient oder die -patientin bedroht fühlt in seiner bzw. ihrer Identität. 
    • Fühlt er sich schuldig, wertet sie den Schmerz als Strafe, hat er oder sie Angst? 
    • All das beeinflusst, wie stark man unter den Schmerzen leidet, und dieses Wissen müssen wir in die Behandlung mit einbeziehen.“

    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Professor Tesarz haben daraufhin 379 bereits vorhandene Studien und Publikationen, die schmerzbezogenes Leiden beschreiben, aus den Bereichen der Medizin, Psychologie, Philosophie und Soziologie systematisch durchsucht und ausgewertet. Die Analyse erfolgte sowohl manuell als auch mit Hilfe maschinellen Lernens.

    Die Forschenden haben hierbei Schwachstellen früherer Definitionen zu schmerzbezogenem Leid identifiziert:  

    • So wurden etwa manche Bevölkerungsgruppen nicht berücksichtigt, die sich nicht durch Sprache verständlich machen können, etwa Säuglinge oder demente Personen.  
    • Zudem werden relevante Dimensionen wie beispielsweise kulturelle, spirituelle oder auch kognitive Dimensionen nur unzureichend berücksichtigt. 

    „In manchen Gesellschaften gilt Schmerz als Schande, in anderen als Sühne.  

    • Oder stellen Sie sich vor, Sie erleiden Schmerzen aufgrund einer schweren Kriegsverletzung: 
    • Je nachdem, auf welcher Seite sie gekämpft haben, werden Sie sich entweder als Held oder als Verlierer fühlen. 
    • Auch das beeinflusst unser schmerzbedingtes Leiden.“

    Tesarz hat gemeinsam mit seinen Mitarbeiter*innen nun eine neue Systematik beschrieben, der eine neue, umfangreiche Definition für schmerzbedingtes Leiden liefert. 

    • Sie berücksichtigt soziale, körperliche, persönliche, spirituelle, existentielle, kulturelle, kognitive und affektive Faktoren. 

    Ziel ist es, zukünftig Patientinnen und Patienten besser zu unterstützen, ihr individuelles Leiden beschreiben zu können, damit Ärztinnen und Ärzten zielgerichteter therapeutisch darauf reagieren können.

    „Vor 50 Jahren galt Schmerz als ein vorwiegend mechanischer Prozess, bei dem ein Gewebsschaden zu einem Schmerzerleben führt. 

    • Vor etwa zehn Jahren veränderte sich diese Sicht, und Schmerz wird nun als ein primär nervöser Prozess wahrgenommen, bei dem unser Gehirn die Reize aus unserem Körper interpretiert“, berichtet Professor Dr. Jonas Tesarz. 

    „Unsere neue Definition geht über den reinen Schmerz hinaus und beschreibt Leiden als eine zutiefst negative, komplexe und dynamische Erfahrung, die als Reaktion auf eine wahrgenommene Bedrohung der Integrität des Individuums als Selbst und seiner Identität als Person entsteht. 

    • Leiden hängt eng mit dem Schmerz selbst zusammen, besitzt aber noch viel mehr Facetten als nur das reine Schmerzereignis. 

    Wir liefern erstmals einen Fahrplan für die Entwicklung von genaueren Verfahren, um das Leiden eines einzelnen Patienten besser zu erfassen.“ 

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    Professor Jonas Tesarz
    Geschäftsführender Oberarzt,
    Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am UKHD
    jonas.tesarz@med.uni-heidelberg.de

    Julia Bird Universitätsklinikum Heidelberg

    m Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Deutschland
    Baden-Württemberg

    Doris Rübsam-Brodkorb
    Telefon: 06221565052
    Fax: 06221564544
    E-Mail-Adresse: doris.ruebsam-brodkorb@med.uni-heidelberg.de

    Julia Bird
    Telefon: 06221 564537
    Fax: 06221 564544
    E-Mail-Adresse: julia.bird@med.uni-heidelberg.de


    Originalpublikation:

    Niklas Noe-Steinmüller; Dmitry Scherbakov; Alexandra Zhuravlyova; Tor D. Wager; Pavel Goldstein; Jonas Tesarz Defining Suffering in Pain. A Systematic Review on Pain-related Suffering using Natural Language Processing. 2024 Pain

     

    Appetitlosigkeit: Sättigung, Überkeit oder Angst: Ein Schaltkreis im Gehirn, der uns den Appetit verdirbt

    Medizin am Abend Berlin - MaAB-Fazit: Ein Schaltkreis im Gehirn, der uns den Appetit verdirbt

    Appetitlosigkeit kann mehrere Ursachen haben: 

    Sättigung, Übelkeit oder Angst. 

    Die Nahrungsaufnahme hintanzustellen, ist ein kluger Schachzug des Körpers, um Zeit zum Regenerieren zu gewinnen. 

    Forschende am MPI für biologische Intelligenz haben im Gehirn einen Schaltkreis identifiziert, der bei Übelkeit Mäuse vom Fressen abhält. 

    Die zentrale Rolle spielen spezielle Nervenzellen in der Amygdala – eine wichtige Hirnregion, wenn Emotionen im Spiel sind. 

    Die Zellen werden bei Übelkeit aktiviert und übermitteln appetithemmende Signale. 

    • Das zeigt, welch komplexer Regulation das Essverhalten unterliegt: 
    • Appetitlosigkeit bei Übelkeit wird über andere Schaltkreise gesteuert als bei Sättigung. 

    Spezialisierte Nervenzellen in der Amygdala werden bei Übelkeit aktiviert und übermitteln appetithemmende Signale.

     Spezialisierte Nervenzellen in der Amygdala werden bei Übelkeit aktiviert und übermitteln appetithemmende Signale. © MPI für biologische Intelligenz / Julia Kuhl

    Eine bevorstehende Prüfung, eine Schiffsfahrt auf hoher See oder der nächste Kita-Keim haben alle etwas gemeinsam:  

    Sie können uns ziemlich auf den Magen schlagen. 

    Denn Stress, die Reisekrankheit oder bestimmte Infektionen führen mitunter auch dazu, dass uns übel wird.  

    • Eigentlich logisch, dass wir in solchen Situationen erst einmal nichts essen und abwarten, bis sich die Lage bessert. 
    • Und so gehen Übelkeit und Appetitlosigkeit meist Hand in Hand. 
    • Oder war Ihnen schon mal schlecht und gleichzeitig hatten Sie richtig Lust zu essen?

    Was logisch erscheint, ist ein gesunder Schutzmechanismus unseres Körpers. 

    Doch dieser muss erst einmal aktiviert werden. 

    Dass das Gehirn dabei eine zentrale Rolle spielt, liegt auf der Hand: Es ist die Schaltzentrale für den Energiehaushalt des Körpers und regelt das Essverhalten.

    Wie verhindert also das Gehirn, dass wir essen, wenn uns schlecht ist? Forschende in der Abteilung von Rüdiger Klein haben dazu in Mäusen neue Erkenntnisse geliefert. 

    • Sie konzentrierten sich auf eine Gehirnregion, die bei Emotionen auch rund ums Essen mitwirkt: die Amygdala.  
    • Dort befinden sich Nervenzellen, die das Essen fördern und solche, die den Appetit zügeln. 

    Ein bekannter, hemmender Zelltyp wird zum Beispiel bei Sättigung aktiviert – doch wie das ganze bei Übelkeit aussieht, war bisher nur unzureichend geklärt.

    Wenyu Ding, Erstautorin der neuen Studie, entdeckte in der Amygdala nun eine weitere Zellgruppe mit negativem Einfluss auf den Appetit. Anders als bei dem bereits bekannten Zelltyp werden diese Zellen nicht bei Sättigung, sondern durch Übelkeit aktiviert. Schalteten die Forschenden die Zellen künstlich an, hörten selbst hungrige Mäuse auf zu essen. Im Gegenzug führte das Ausschalten der Zellen dazu, dass die Mäuse sogar aßen, wenn ihnen übel war.

    Um besser zu verstehen, wie dieser Zelltyp seine appetithemmende Funktion ausübt, analysierten die Forschenden den dazugehörigen Schaltkreis: 

    von wo erhalten die Zellen ihre Informationen und wohin erstrecken sich ihre Ausläufer? 

    So ergab sich folgendes Bild: 

    Ist der Maus schlecht, erreicht diese Information das Gehirn und schließlich die Amygdala. 

    Dort wird der neue Zelltyp aktiviert und sendet seine hemmenden Signale in weit entfernte Gehirnregionen, unter anderem den sogenannten parabrachialen Nucleus, eine Hirnstammregion, wo viele Informationen über den aktuellen Zustand des Körpers zusammenlaufen.

    Dies steht im Gegensatz zu dem Schaltkreis des zuvor bekannten Zelltyps, der hauptsächlich benachbarte Zellen innerhalb der Amygdala ansteuert. 

    Damit wird klar: 

    Appetitlosigkeit bei Sättigung ist nicht gleich Appetitlosigkeit bei Übelkeit. 

    Im Gehirn sind dafür unterschiedliche Zellen und Schaltkreise verantwortlich – eine komplizierte Sache also und vielleicht ein kleiner Trost, wenn uns das nächste Mal schlecht ist.

    Vor allem aber liefert die neue Studie wichtige Erkenntnisse, wie das Essverhalten im Gehirn und speziell in der Amygdala reguliert wird. 

    Das ist die Voraussetzung, um zukünftig die zahlreichen Krankheiten in Verbindung mit fehlgeleitetem Essverhalten im Menschen besser zu verstehen. 

     Dieser Sketchnote fasst die wichtigsten Erkenntnisse der neuen Veröffentlichung zusammen.

     Dieser Sketchnote fasst die wichtigsten Erkenntnisse der neuen Veröffentlichung zusammen.

    Faztit: Ein Schaltkreis im Gehirn, der uns den Appetit verdirbt

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    Prof. Dr. Rüdiger Klein
    Direktor
    Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz
    E-Mail: ruediger.klein@bi.mpg.de

    Dr. Stefanie Merker Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz

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    Dr. Sabine Spehn
    Telefon: +49 (0) 8157 932 421
    E-Mail-Adresse: sabine.spehn@bi.mpg.de
    Originalpublikation:

    Wenyu Ding, Helena Weltzien, Christian Peters, Ruediger Klein

    Nausea-induced suppression of feeding is mediated by central amygdala Dlk1-expressing neurons

    Cell Reports, online March 27, 2024

    DOI: 10.1016/j.celrep.2024.113990


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