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Faszientraining - Fitnessstudio

Medizin am Abend Berlin Fazit: Faszien: Vernetzt von Kopf bis Fuß

In einem Artikel für Gray´s Anatomy fassen Sportwissenschaftler und Sportmediziner der Goethe-Uni überraschende Erkenntnisse aus der neueren Forschung zusammen. 
 
Lange Zeit galten Faszien als vornehmlich passives Verpackungsmaterial für Muskeln ohne bedeutsame Funktionen für das Bewegungssystem.

Als neuere Forschungsergebnisse zeigten, dass sie eine weitaus wichtigere Rolle spielen könnten, entwickelte sich bald das Faszientraining. In seiner neusten Ausgabe würdigt auch das renommierte amerikanische Anatomiebuch „Gray´s Anatomy“ das muskelumhüllende Gewebe mit einem Eintrag. Geschrieben ist er von den Frankfurter Forschern Dr. Jan Wilke und Prof. Winfried Banzer.


Faszien im Bereich des unteren Rückens und des Gesäßes.


Faszien im Bereich des unteren Rückens und des Gesäßes. Abbildung: fascialnet.com

In Anatomiebüchern wurden Faszien bisher nur selten exponiert dargestellt, in Anatomiekursen fielen sie meist schnell dem Skalpell zum Opfer, da das dünne, weißliche Gewebe den Blick auf die Muskeln des Körpers verstellt. 

  • Inzwischen weiß man aber, dass es eine höhere Nervendichte und Schmerzempfindlichkeit besitzt als Muskeln und somit bei verschiedenen orthopädischen Beschwerden relevant sein könnte. 

So erklärt sich auch der gegenwärtige Hype um das Faszientraining: Kaum ein Fitnessstudio verzichtet darauf, die Industrie entwickelt unablässig neue Trainingsgeräte und Buchläden präsentieren diverse Werke mit bunten, teils reißerischen Covers.

Mit einem Eintrag in der kürzlich erschienenen 42. Auflage des renommierten Anatomiebuchs „Gray’s Anatomy“ haben Faszien nun auch einen festen Platz im Lehrbuchwissen erhalten.

Der Atlas zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten Werken weltweit und ist, insbesondere im anglo-amerikanischen Sprachraum, ein Klassiker. Die Frankfurter Sportwissenschaftler Dr. Jan Wilke und Prof. Winfried Banzer, der zugleich Sportmediziner ist, wurden eingeladen, einen Kommentar zu ihren Forschungsergebnissen für Gray´s Anatomy zu verfassen. 

Beide Autoren beschäftigen sich mit der potenziellen mechanischen Rolle des kollagenen Bindegewebes.

Mit einer systematischen Literaturanalyse konnten Wilke und Banzer nachweisen, dass Faszien, entgegen zahlreicher Darstellungen in Standardwerken der Anatomie, die Muskeln des Körpers nicht voneinander abgrenzen, sondern – teils von Kopf bis Fuß – direkt verbinden.  
  • Möglicherweise erklären die so entstehenden Muskel-Faszien-Ketten, warum Schmerzen manchmal in entfernten Körperregionen auftreten. 
Da im Verlauf der Kontinuitäten auch Kräfte übertragen werden, beschränken sich die Wirkungen von klassischen Sportübungen wie Dehnen oder Krafttraining auch nicht auf den Anwendungsort. 

Mehrere Studien aus dem Frankfurter Institut für Sportwissenschaften zeigten, dass Dehnübungen der Beinmuskulatur sogar die Beweglichkeit der Halswirbelsäule steigern und nicht weniger effektiv sind, als lokale Übungen des Nackens selbst.

Aktuell versuchen Wilke und Banzer herauszufinden, ob die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung bei Gesunden auch auf Patienten übertragbar sind.

Hinweise:
• Die 42. Auflage von „Gray´s Anatomy“ ist kürzlich als Ebook erschienen. Die gedruckte Version ist für das Jahr 2020 geplant.
• Am 27. Januar um 22.50 Uhr zeigte ARTE eine Dokumentation zum Thema Faszien, in der, neben anderen führenden Faszienforschern, auch der Frankfurter Wissenschaftler Dr. Jan Wilke zu sehen war.


Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist sie Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. Internet: www.uni-frankfurt.de

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CAVE: Multiple-Sklerose-Therapie (MS) - verfügbaren MS-Pharmazeutika

Medizin am Abend Berlin Fazit: Umfangreiche Richtlinien für Multiple-Sklerose-Therapie veröffentlicht

Für die medikamentöse Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat ein internationales Team 20 Richtlinien zusammengestellt. 

  • Sie machen Chancen und Risiken, mit denen diese Substanzen verbunden sind, transparent und sollen Betroffene so dabei unterstützen, die passende Arznei für den jeweiligen Fall auszuwählen. 
 
Die Richtlinien erarbeiteten 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. Xavier Montalban von der Universitätsklinik Vall d’Hebron in Barcelona und Prof. Dr. Ralf Gold vom Bochumer Universitätsklinikum St. Josef-Hospital. Sie sind in den Fachzeitschriften „Multiple Sclerosis Journal“ und „European Journal of Neurology“ erschienen. Das Projekt war eine Initiative der European Academy of Neurology und des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis.

Häufige Fragen aus dem Klinikalltag aufgegriffen

Derzeit gibt es keine Medikamente, mit denen sich die Multiple Sklerose heilen lässt.


  • Die Arzneimittel zielen darauf ab, neue Krankheitsschübe und somit ein Fortschreiten der Symptome zu verhindern.

Bis Anfang 2017 hatte die European Medicine Agency elf MS-Medikamente zugelassen. Alle bis zum Zeitpunkt der Publikation auf dem Markt verfügbaren Substanzen wurden berücksichtigt.

Die Richtlinien helfen Ärzten, Patienten, Krankenkassen und Entscheidern im Gesundheitswesen zu klären, was für eine bestimmte Person die beste Anfangstherapie ist und was die beste Folgetherapie; wie sich der Behandlungserfolg optimal messen lässt; wann die Behandlung abgebrochen oder verändert werden sollte; und was bei Schwangeren zu beachten ist.

Aktualisierung geplant

Ansätze für Behandlungsrichtlinien gab es bereits mehrere in den vergangenen fünf Jahren.

Aber keine hat sich so umfassend mit allen verfügbaren MS-Pharmazeutika befasst wie die aktuelle Initiative, die speziell die Probleme in den Fokus genommen hat, die Klinikern und Patienten im Alltag begegnen. 

In fünf Jahren wird das Konsortium die Richtlinien aktualisieren.

Originalveröffentlichung
Xavier Montalban et al.: ECTRIMS/ EAN Guideline on the pharmacological treatment of people with Multiple Sclerosis, in: European Journal of Neurology, 2018, DOI: 10.1111/ene.13536
Xavier Montalban et al.: ECTRIMS/ EAN Guideline on the pharmacological treatment of people with Multiple Sclerosis, in: Multiple Sclerosis Journal, 2017, DOI: 10.1177/1352458517737372


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Therapiestrategien Bauchspeicheldrüsenkrebs: Aggressivität und frühe Metastasierung

Medizin am Abend Berlin Fazit: Bauchspeicheldrüsenkrebs: Verdopplung von Genen macht Tumore so aggressiv

Bauchspeicheldrüsenkrebs zählt zu den Krebserkrankungen mit der weltweit höchsten Sterblichkeit. 

Genetische Veränderungen, mit denen sich die besondere Aggressivität und frühe Metastasierung dieser Krebsform erklären ließe, konnten bisher allerdings nicht gefunden werden. 

Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) und des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) zeigt jetzt, dass diese Eigenschaften durch bestimmte Gen-Vervielfältigungen, die entlang unterschiedlicher Evolutionswege des Krebses entstehen, erklärt werden können. 

Aus dieser Entdeckung leiten sie grundlegende Prinzipien für die Biologie dieser Krebsart ab. 
 
Bisher scheiterten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, Eigenschaften des Bauchspeicheldrüsenkrebses, wie dessen Aggressivität, mit Veränderungen im Erbgut des Tumors, so genannten Mutationen, in Zusammenhang zu bringen.

  • Zudem bildet Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr viel schneller Metastasen als andere Krebsarten. 

Auch hier sind die genetischen Ursachen bisher unklar.

Ein Team um Prof. Roland Rad und Prof. Dieter Saur am TUM Universitätsklinikum rechts der Isar und dem Deutschen Krebskonsortium ist beiden Problemen einen entscheidenden Schritt nähergekommen. Mit Hilfe verschiedener Mausmodelle zur Erforschung des Bauchspeicheldrüsenkrebses gelang es ihnen, molekulare Wege der Tumorentstehung im Detail aufzudecken. Sie können so nachvollziehen, wie unterschiedliche Eigenschaften der Erkrankung entstehen. Die Studie wurde im Fachjournal Nature veröffentlicht.

Tumorzellen besitzen mehrere fehlerhafte Kopien eines Krebsgens

Gesunde Zellen in Menschen haben von jedem Gen zwei Kopien. Für ihre Experimente mutierten die Forscherinnen und Forscher eine der beiden Kopien des Kras-Gens in Mäusen. Das Gen spielt bei der Zellvermehrung eine wichtige Rolle und ist in 90% aller menschlichen Bauchspeicheldrüsentumore aktiviert.

Solche Gene werden auch als Krebsgene oder Onkogene bezeichnet. Dabei machte das Team um Roland Rad eine überraschende Entdeckung: Das mutierte Gen wurde häufig bereits in sehr frühen Vorstufen des Krebses vervielfältigt. Hatte ein Tumor die mutierte Kras-Genkopie nicht verdoppelt, entdeckten die Forscher Vervielfältigungen in anderen Krebsgenen.

„Es scheint so als müsste die Zelle das Wachstumssignal durch die zusätzlichen Gen-Kopien erhöhen. Dieses Modell der Dosisverstärkung während der Tumorentwicklung wurde bisher nicht berücksichtigt.“ sagt Sebastian Müller, Erstautor der Studie, und fügt hinzu: “Wir konnten zusätzlich zeigen, dass bei erhöhter Zahl der mutierten Kras-Kopien die Aggressivität und die Fähigkeit zur Metastasierung zunahmen.“

Störung körpereigener Schutzmechanismen bestimmt die Evolution des Krebses

Normalerweise haben gesunde Zellen eigene Schutzmechanismen, damit sich Mutationen nicht anhäufen. Warum konnten die Zellen also diese Dosisverstärkung überhaupt schaffen, ohne daran gehindert zu werden?

"Hier zeigt sich die Bedeutung von Mausmodellen. Sie ermöglichen uns, die außerordentlich komplexen Prozesse der molekularen Krebsentwicklung umfassend zu beobachten und experimentell zu überprüfen: von der gesunden Zelle über Krebsvorläufer bis hin zum aggressiven Tumor und dessen Ausbreitung in verschiedene Organe." erklärt Prof. Dieter Saur.

Nach der durch die Forscher verursachten Kras-Mutation entstanden zunächst weitere Mutationen in so genannten Tumorsuppressorgenen.

Damit die Entwicklung einer Tumorzelle verhindert wird, besitzt eine gesunde Zelle eine ganze Reihe solcher schützender Gene. 

Eine grundlegende Erkenntnis der Forscher war: Je nachdem welches Tumorsuppressorgen betroffen war und wie stark dessen Funktion beeinträchtigt wurde, wird entweder das mutierte Kras-Gen oder ein anderes Krebsgen vervielfältigt.

Die Wichtigsten Entwicklungsschritte aufgeklärt

Erst durch das Ausschalten der zelleigenen Schutzmechanismen und die darauffolgende ‚Dosisverstärkung‘ kann am Ende ein Tumor entstehen.

Welchen Weg die Zelle dabei einschlägt und welche Gene beteiligt sind, bestimmte dann maßgeblich die Eigenschaften des Bauchspeicheldrüsentumors.

Durch das Modell der ‚Dosisverstärkung‘ lassen sich erstmals genetische Muster festlegen, die dessen Aggressivität und Metastasierung erklären.

„Wir haben Hinweise darauf, dass unsere Entdeckung ein grundlegendes Prinzip bei der Entstehung von Tumoren darstellt und auch bei anderen Krebsarten von Bedeutung ist.

Wir gehen nun der Frage nach, inwieweit diese neuen Einblicke in die Tumorbiologie für die Entwicklung neuer Therapiestrategien genutzt werden können.“, erklärt Prof. Roland Rad die nächsten Forschungsziele.

Folgende Institutionen waren ebenfalls an der Studie beteiligt: The Wellcome Trust Sanger Institute, Ludwig-Maximilians Universität (Anthropologie und Humangenetik), Helmholtz Zentrum München, (Forschungsabteilung Strahlenzytogenetik), Universidad de Oviedo (Institute of Oncology of Asturias, Departamento de Bioquímica y Biología Molecular, Facultad de Medicina, Instituto Universitario de Oncología, Nanomaterials and Nanotechnology Research Center), University of Cambridge (Department of Veterinary Medicine), Instituto de Medicina Oncológica y Molecular de Asturias, Klinikum der LMU München-Grosshadern (Medizinische Klinik und Poliklinik II), Instituto de Biomedicina y Biotecnología de Cantabria

Originalpublikation
S. Mueller, T. Engleitner, R. Maresch, M. Zukowska, S. Lange, T. Kaltenbacher, B. Konukiewitz, R. Öllinger, M. Zwiebel, A. Strong, H.-Y. Yen, R. Banerjee, S. Louzada, B. Fu, B. Seidler, J. Götzfried, K. Schuck, Z. Hassan, A. Arbeiter, N. Schönhuber, S. Klein, C. Veltkamp, M. Friedrich, L. Rad, M. Barenboim, C. Ziegenhain, J. Hess, O. M. Dovey, S. Eser, S. Parekh, F. Constantino-Casas, J. de la Rosa, M. I. Sierra, M. Fraga, J. Mayerle, G. Klöppel, J. Cadiñanos, P. Liu, G. Vassiliou, W. Weichert, K. Steiger, W. Enard, R. M. Schmid, F. Yang, K. Unger, G. Schneider, I. Varela, A. Bradley, D. Saur, R. Rad, Evolutionary routes and KRAS dosage define pancreatic cancer phenotypes, Nature, 2018, DOI: 10.1038/nature25459
https://www.nature.com/articles/nature25459

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Windkrafträder: Stresssymptome, Stressbewältigung, Gesundheitsbilderfahrung

Medizin am Abend Berlin Fazit: Windräder: Wie sich der Stress für Anwohner reduzieren lässt

Egal ob beim Einschlafen, Entspannen oder bei Freizeitaktivitäten: 

Die Geräusche von Windrädern belästigen knapp ein Drittel der Anwohner eines Windparks gar nicht oder nur wenig. 

  • Jeder Zehnte erlebt dagegen Stresssymptome, wie Reizbarkeit oder Einschlafprobleme. 

Aber nicht nur der Lärm ist für die Betroffenen ein Problem, so Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Energy Policy". 

  • Gerade auch eine kritische Haltung gegenüber des Windparks begünstigt das Stressempfinden.

Eine bessere Informationspolitik während der Planungsphase könnte der Studie zufolge dabei helfen, die Probleme der Anwohner zu mindern. 
 
Die Umweltpsychologen um Prof. Dr. Gundula Hübner und Dr. Johannes Pohl von der MLU untersuchten für ihre Studie einen Windpark in Norddeutschland in der Zeit von 2012 bis 2014.

Dazu führten sie Befragungen mit den Anwohnern durch und der Projektpartner UL DEWI (UL International GmbH) analysierte Tonaufnahmen der Windräder.

Sogar das Wetter floss in die Betrachtung der Psychologen mit ein. 
  • So konnten die Forscher zum Beispiel herausfinden, dass die Geräusche der Windräder bei einer hohen Luftfeuchtigkeit und bei Frost stärker wahrgenommen wurden.
Ein weiteres Ergebnis:  

Bei knapp 10 Prozent der Befragten, die sich nach eigenen Angaben von den Windrädern belästigt fühlten, traten mindestens einmal pro Monat Stresssymptome auf. 

"Dazu gehören beispielweise Probleme beim Einschlafen, ein allgemein unruhiger Schlaf, negative Stimmung und eine stärkere Reizbarkeit", erklärt Pohl. 
Zum Vergleich: Beim Verkehrslärm gaben 16 Prozent der Befragten an, mindestens einmal pro Monat an einem solchen Stresssymptom zu leiden.

Als die Psychologen zwei Jahre später die Anwohner erneut befragten, war der Anteil an Personen, die unter mindestens einem konkreten Symptom litten, auf 6,8 Prozent gesunken. "Viele Anwohner gewöhnen sich an die Geräusche des Windparks oder sie finden sich damit ab.

Gut ein Viertel der Betroffenen schließen nachts ihre Fenster, um nicht mehr von den Geräuschen gestört zu werden", sagt Pohl.

Auffällig sei jedoch, dass gerade die Menschen weiterhin die größten Probleme mit den Windrädern hätten, die der Anlage ohnehin sehr kritisch gegenüber eingestellt sind. 

  • Diese Gruppe habe auch wenig Interesse daran gezeigt, Methoden zur Stressbewältigung zu lernen, so der Forscher. 

Das zeige, wie schwer es ist, bereits etablierte Einstellungen wieder zu verändern.

Die Umweltpsychologen der Uni Halle schlagen deshalb vor, die Probleme und Bedenken der Anwohner bereits in der Planungsphase offensiv anzugehen. 

 "Wie die Anwohner die Planungs- und Bauphase erleben, ist ein entscheidender Indikator dafür, wie stark oder schwach sie am Ende von den Windanlagen beeinträchtigt werden", fasst Pohl zusammen. Deshalb sei es wichtig, die Phase als möglichst positive Erfahrung zu gestalten.

Das könne zum Beispiel über frühzeitige Informationskampagnen und Bürgerversammlungen geschehen. Außerdem sollten die Anwohner nach Möglichkeit in die Planung einbezogen werden.

Außerdem hatten einige der Anwohner Aufnahmen lästiger Geräusche bei Nacht angefertigt, die von den DEWI-Forschern analysiert wurden.

"Durch den Wind und die Bewegung der Rotorblätter kann eine Amplitudenmodulation entstehen, also ein unregelmäßiges Pulsieren der Lautstärke. 

Diese Unregelmäßigkeit ist es, die einige Anwohner stört und die sie als unregelmäßiges Wummern oder Rauschen wahrnehmen", sagt Dr. Johannes Pohl vom Institut für Psychologie der MLU.

  • Ein leises, gleichmäßiges Hintergrundrauschen lasse sich dagegen besser ignorieren, so der Forscher. 
  • Die meisten Beschwerden traten während der Nacht- und der frühen Morgenstunden auf, wenn es wenig andere Geräusche gibt. 

Die Nähe der eigenen Wohnung zum Windpark hat der Studie zufolge dagegen keinen nennenswerten Einfluss auf die Belästigung der Anwohner.

Ihre Studienergebnisse bringen die Psychologen aus Halle unter anderem in das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt "TremAc" ein:

Dort arbeiten zehn universitäre und kommerzielle Forschungseinrichtungen an einem neuen Konzept zur Vorhersage von Schall und Erschütterungen durch Windkraftanlagen. 

Mit diesem Modell soll das Zusammenspiel der beiden Faktoren besser verstanden und vorhergesagt werden können, um unter anderem die Geräusche von Windenergieanlagen auch für Betroffene angenehmer zu gestalten.

Hierzu finden auch akustische und seismische Messungen sowie umweltpsychologische und -medizinische Befragungen an zwei Windparks statt.

Publikation:
Johannes Pohl, Joachim Gabriel, Gundula Hübner, Understanding stress effects of wind turbine noise - The integrated approach, In Energy Policy, Volume 112, 2018, Pages 119-128, ISSN 0301-4215, DOI: 10.1016/j.enpol.2017.10.007

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CAVE Rettungsstelle: Weltfrauentag - WeltnierenTag: Einfach zu hoher Blutdruck

Medizin am Abend Berlin Fazit: Weltnierentag: Zu hoher Blutdruck ist eine häufige Ursache für Nierenversagen

Ein zu hoher Blutdruck ist nach dem Diabetes die zweithäufigste Ursache für schwere Nierenerkrankungen. 

  • In Deutschland könnte er für ein Viertel aller Dialyse-Fälle verantwortlich sein. 

Die rechtzeitige Diagnose und eine konsequente Behandlung können chronische Nierenschäden verhindern, teilt die Deutsche Hochdruckliga (DHL®) anlässlich des Weltnierentags am 8. März mit. 
 
Etwa 300 Mal am Tag wird das Blut in den Nieren gefiltert und von Schadstoffen befreit. 

  • Die Arbeit erledigen in jeder Niere etwa eine Million mikroskopisch kleine Nierenkörperchen mit einem angeschlossenen Kanälchen, in denen der Urin entsteht. 
  • Zusammen werden diese Einheiten als Nephrone bezeichnet.

Ein zu hoher Blutdruck kann die Nierenkörperchen zerstören. 

„Bereits beim gesunden Menschen kommt es im Verlauf des Lebens zu einem Verlust von Nephronen“, erklärt DHL®-Vorstandsvorsitzender Professor Dr. med. Bernhard Krämer, Direktor der V. Medizinischen Klinik an der Universitätsmedizin Mannheim:

„Bei Menschen mit Bluthochdruck ist dieser Prozess beschleunigt, so dass am Ende nicht mehr genügend Nephrone vorhanden sind, um das Blut von Stoffwechselschlacken zu befreien.“

In Deutschland haben etwa 20 bis 30 Millionen Menschen einen zu hohen Blutdruck.

Zu den Folgen gehören neben Schlaganfall und Herzinfarkt auch Nierenschäden. Die nephrologischen Fachverbände schätzen, dass ein chronisches Nierenversagen in Deutschland zu 24 Prozent auf den Bluthochdruck zurückzuführen ist. „Damit wäre der Bluthochdruck in Deutschland für 20.000 von über 80.000 Dialysefällen verantwortlich“, sagt Professor Krämer.

Viele Erkrankungen können durch eine rechtzeitige und gute Behandlung des Bluthochdrucks vermieden werden. Professor Krämer erläutert: 

„Wir verfügen nicht nur über eine Reihe von Medikamenten, die den Blutdruck senken und damit die Nieren schonen. Einige Mittel wie die ACE-Hemmer oder AT1-Antagonisten können über eine Hemmung von Angiotensin II auch bei Nierenerkrankungen den Blutdruck senken und häufig eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion verhindern.“

  • Wegen der engen Beziehung zwischen Blutdruck und Nieren, rät die Deutsche Hochdruckliga allen Patienten mit hohem Blutdruck, die Nierenfunktion regelmäßig überprüfen zu lassen. 
  • Dies geschieht heute durch eine Untersuchung des Urins auf Albumin, das bei vielen Nierenerkrankungen vermehrt ausgeschieden wird. 
  • Eine 24-Stunden-Blutdruckmessung gibt einen ersten Hinweis, ob der Bluthochdruck seine Ursache in den Nieren hat. 
  • „In diesem Fall fehlt häufig der leichte Abfall des Blutdrucks, zu dem es in den Nachstunden kommt“, erläutert Prof. Dr. Ulrich Wenzel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. 
  • Eine Ultraschall- und Laboruntersuchungen können dann häufig die Ursache aufdecken.
  • Bei einer Verengung der Nierenarterien können in ganz ausgewählten Fällen eine Angiografie mit Aufweitung und Stent-Einlage Blutdruck und Nierenfunktion verbessern. 
  • Bei Patienten, deren Blutdruck sich durch Medikamente definitiv nicht senken lässt, kann eine Verödung von Nervenfasern in den Nierenarterien zur Blutdrucksenkung erwogen werden. 

Laut Professor Wenzel kommt sie aber derzeit nur in besonderen Ausnahmefällen und im Rahmen von klinischen Studien zur Anwendung.

Ein nierenbedingter Bluthochdruck lässt sich auch durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen. 

Wichtig ist aus Sicht der DHL® ein Verzicht auf das Rauchen, da damit eine vorzeitige Verkalkung der Nierenarterien verhindert wird.

Auch eine salzarme Kost kann die Nieren entlasten, zu deren Aufgaben die Ausscheidung von übermäßig mit der Nahrung aufgenommenem Kochsalz gehört.

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Frauentag 2018: Mütter und kostenlose Kindertagsbetreuung

Medizin am Abend Berlin Fazit: Beitragsfreie Kita-Betreuung führt nicht dazu, dass Frauen mehr arbeiten

Mütter weiten ihr Arbeitsangebot nicht aus, wenn ihnen eine kostenlose Kindertagesbetreuung zur Verfügung steht. 

Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. 

  • Zwar steigert die Beitragsfreiheit die Kita-Besuchsquote von Kleinkindern, doch das familienpolitische Ziel einer Stärkung der Frauenerwerbstätigkeit wird verfehlt. 
Die Autorinnen halten es für sinnvoller, die Kita-Gebühren nach Haushaltseinkommen zu staffeln und die eingesparten Mittel in die Betreuungsqualität zu investieren. 
 
Die Studie von Anna Busse und Christina Gathmann, Ökonominnen an der Universität Heidelberg, untersucht anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus den Jahren 2010 bis 2015, wie sich die Abschaffung der Gebühren für Kindergärten und Kindertagesstätten in verschiedenen Bundesländern auf die Betreuungssituation, Erwerbstätigkeit und kindliche Entwicklung ausgewirkt haben. 

  • Das letzte Kindergartenjahr ist inzwischen in neun der elf alten Bundesländer beitragsfrei. 
Drei dieser Länder haben die Beitragsfreiheit bereits auf jüngere Kinder ausgeweitet.
  • Die Einführung des kostenlosen letzten Kindergartenjahres hatte auf die Besuchsquote, die in dieser Altersgruppe bereits vor der Beitragsfreiheit bei 97 Prozent lag, praktisch keinen Einfluss. 
  • Bei den Zwei- bis Dreijährigen erhöhte die Reform hingegen die Besuchsquote um 8 Prozentpunkte. 
  • Besonders stark fiel der Anstieg bei Kindern aus einkommensschwachen Familien aus. 
„Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten, da Kinder aus ärmeren Bevölkerungsschichten in einem qualitativ hochwertigen Betreuungsangebot besser ihre Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln können“, erklärt Wirtschaftsprofessorin Christina Gathmann. Insbesondere Mädchen profitieren der Studie zufolge von der außerhäuslichen Betreuung.

Insgesamt habe die Einführung der Beitragsfreiheit aber hauptsächlich zu „Mitnahmeeffekten“ geführt, die zwar das Familienbudget erhöhen, jedoch die gewählte Kinderbetreuung nur unwesentlich beeinflussen.

Außerdem fanden die Forscherinnen kaum positive Wirkungen auf die Erwerbsbeteiligung oder die wöchentliche Arbeitsstundenzahl von Müttern.

  • Eher scheinen die Familien das zusätzliche Einkommen zu nutzen, um das Arbeitsangebot der Mütter zu verringern.

Das Ziel, durch die Bereitstellung beitragsfreier Betreuungsplätze die Erwerbstätigkeit und damit die ökonomische Eigenständigkeit von Frauen, vor allem von Alleinerziehenden, zu erhöhen, werde jedenfalls durch diese Politik nicht erreicht, so das Fazit der Untersuchung. 

Die Förderung des Kita-Besuchs von Kindern aus ärmeren Familien sei kostengünstiger durch die vielerorts bereits übliche Staffelung der Gebühren nach Haushaltseinkommen zu erreichen.

Die so eingesparten Mittel könnten dann in die Qualität der Kinderbetreuung investiert werden, von der alle Vorschulkinder profitieren würden.

Download der englischsprachigen Studie:

Anna Busse, Christina Gathmann: Free Daycare and its Effects on Children and their Families
IZA Discussion Paper No. 11269
http://ftp.iza.org/dp11269.pdf

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Mark Fallak
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Diabetes Typ 2- Kosten der Folgeerkrankungen

Medizin am Abend Berlin Fazit: Typ-2-Diabetes: Das kosten die Folgeerkrankungen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben die Krankenkassen-Daten von über 300.000 Menschen mit Diabetes untersucht. 

Im Fachjournal ‚Diabetes Care‘ schlüsseln sie auf, welche Kosten die verschiedenen Folgeerkrankungen verursachen. Die Helmholtz Autorinnen und Autoren sind Mitglieder des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). 
 
Schätzungen zufolge sind rund sieben Millionen Menschen in Deutschland von Typ-2-Diabetes betroffen.

Bereits im frühen Stadium können Schäden an Gefäßen und anderen Organen beginnen. 

Dazu zählen beispielsweise Augenleiden, die bis zum Erblinden führen können, Nierenschäden, die ein Nierenversagen zur Folge haben können, Fußbeschwerden, die eine Amputation erfordern können oder schwere Herz- und Kreislauferkrankungen wie ein Herzinfarkt oder chronische Herzschwäche.

„Wir wollten wissen, wie hoch die dadurch entstehenden Kosten sind, die von den Krankenkassen und somit von der Gesellschaft getragen werden“, beschreibt Erstautorin Katharina Kähm den Ansatz der Studie. Die Doktorandin und ihre Kollegen vom Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) am Helmholtz Zentrum München untersuchten dazu Daten von 316.220 Menschen mit Typ-2-Diabetes aus den Jahren 2012 bis 2015.

Hohe Gesundheitskosten durch Komplikationen bei Typ-2-Diabetes

Anhand dieser Datengrundlage konnten die Forscher die Kosten der Folgeerkrankungen detailliert ermitteln. Typ-2-Diabetes macht sich in der Mehrzahl erst im höheren Alter bemerkbar. Entsprechend stellen die Autoren eine Beispielrechnung auf, die von einem Mann zwischen 60 und 69 Jahren ausgeht. Allein in dem Quartal, in dem die entsprechende Folgeerkrankung eintritt, verursacht das in dem Fall

• bei einem Augenleiden (Retinopathie) rund 700 Euro
• bei Erblinden etwa 3.000 Euro
• bei Nierenschäden rund 3.400 Euro
• bei (dialysepflichtigem) Nierenversagen rund 23.000 Euro
• bei einem Diabetischen Fuß rund 1.300 Euro
• bei einer Amputation über 14.000 Euro


„Zudem reichen die mittleren Kosten bei Herz- Kreislauferkrankung von 2.700 für Angina pectoris bis 20.000 Euro für tödliche ischämische Komplikationen“, ergänzt Michael Laxy, Arbeitsgruppenleiter am IGM. „Auch in den Quartalen nach erstmaligem Eintritt dieser Folgeerkrankungen bleiben die Kosten erhöht.“

Die Studie ist den Autoren zufolge die erste in einer derartigen Größe und in diesem Detaillierungsgrad. 

Langfristig soll sie zur Verbesserung der Vorsorgeprogramme führen:

„Die Ergebnisse zeigen klinischen und gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern die erheblichen finanziellen Folgen von Diabetes-bedingten Komplikationen auf“, so Prof. Dr. Rolf Holle. „Die Studie kann also die Planungen und Priorisierung neuer Präventions- und Behandlungsprogramme im Management von Typ-2-Diabetes unterstützen.“ Künftig wollen Michael Laxy und sein Team untersuchen, welche ökonomischen Auswirkungen mehrere gleichzeitig bestehende Erkrankungen haben.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Thema Folgeerkrankungen von Diabetes finden Sie beim Diabetesinformationsdienst München

http://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/erkrankungsformen/folgeerkrankungen/index.html

Hintergrund:
Katharina Kähm ist Teilnehmerin der Helmholtz Graduate School Environmental Health, kurz HELENA. Ihre Doktorarbeit wird betreut von Prof. Dr. Rolf Holle, der seinen Ruhestand angetreten hat und dessen Arbeitsgruppe Dr. Michael Laxy nun weiterführt.

Original-Publikation:
Kähm, K. et al. (2018): Health Care Costs Associated With Incident Complications in Patients With Type 2 Diabetes in Germany. Diabetes Care, DOI: 10.2337/dc17-1763

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören. http://www.helmholtz-muenchen.de

Das Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen (IGM) untersucht Ansätze zur Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung. Das Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, allen Bürgern eine qualitativ hochwertige und finanziell tragbare medizinische Versorgung zu gewährleisten. Der rasche medizinisch-technische Fortschritt und die demographischen Veränderungen verschärfen das beschriebene Spannungsverhältnis. Eine fundierte Evaluation der Strukturen und Prozesse der gesundheitlichen Versorgung unter den Gesichtspunkten von Effektivität und Effizienz ist eine unabdingbare Voraussetzung für rationales Handeln. http://www.helmholtz-muenchen.de/igm

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung e.V. ist eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Es bündelt Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung und verzahnt Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, maßgeschneiderten Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Mitglieder des Verbunds sind das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE in Potsdam-Rehbrücke, das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrum München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, assoziierte Partner an den Universitäten in Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck und München sowie weitere Projektpartner. http://www.dzd-ev.de

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Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 2238 - Fax: +49 89 3187 3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Katharina Kähm, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen, Ingolstädter Landstr. 1, 85764 Neuherberg - Tel. +49 89 3187 4161 - E-Mail: katharina.kaehm@helmholtz-muenchen.de

CAVE: Hanta-Virus - Erhöhtes Infektionsrisiko bei Frühjahrsputz Staub

Medizin am Abend Berlin Fazit: Krank durch Frühjahrsputz?

Wer beim Frühjahrsputz Staub einatmet, setzt sich in manchen Gebieten Deutschlands einem erhöhten Infektionsrisiko durch Hanta-Viren aus. 

Diese finden sich unter anderem in Staub, der mit den Ausscheidungen infizierter Rötelmäuse kontaminiert ist. 

Wissenschaftler der Goethe-Universität und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums haben die Entwicklung von Hanta-Infektionen in Deutschland nun anhand von Langzeitdatenreihen untersucht und festgestellt: 
  • Erhöhte Gefahr droht im Frühsommer und in waldreichen Gebieten sowie nach „fetten Jahren“ für die Rötelmaus. 

Entwicklungszyklus des Hanta-Virus
Entwicklungszyklus des Hanta-Virus Goethe-Universität
 
Hanta-Viren erregten erstmals Anfang der 1950er öffentliches und wissenschaftliches Interesse, als zahlreiche amerikanische Soldaten sich in Korea mit dem damals unbekannten Erreger infizierten und an hämorrhagischem Fieber erkrankten. hämorrhagisc

  • Dies ist vor allem wegen der erhöhten Blutungsneigung gefährlich, die zu akutem Nierenversagen führen kann. 

In Deutschland wurden Infektionen mit Hanta-Viren Mitte der 1980er Jahre bekannt. In den meisten Fällen ist das durch die Rötelmaus (Myodes glareolus) übertragene Puumala-Virus (PUUV) die Ursache.

  • Die Maus selbst erkrankt nicht, kann den Erreger aber zum Beispiel durch einen Biss auf den Menschen übertragen. Auch durch Kot, Urin oder erregerhaltige Aerosole, die beispielsweise während Reinigungsarbeiten in der Land- und Forstwirtschaft aufgewirbelt und eingeatmet werden, kann es zur Infektion kommen.

Belastbare Daten über die Häufigkeit der Hanta-Virus-Infektionen sind in Deutschland seit der Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001 verfügbar. 

Besonders viele Puumala-Virus-Infektionen treten in Baden-Württemberg und angrenzenden Gebieten in Bayern und Nordrhein-Westfalen auf. 

In Nordostdeutschland gibt es dagegen wenige PUUV-Virus-Fälle. 

  • In großen Städten und Ballungsgebieten (Berlin, Stuttgart, Bonn) ist die Zahl der PUUV-Infektionen pro 100.000 Einwohner tendenziell höher als in ländlichen Gebieten. 

Während die räumlichen Muster über die letzten 15 Jahre ähnlich geblieben sind, gab es starke zeitliche Schwankungen: So war die Zahl der gemeldeten PUUV-Infektionen in den Jahren 2007, 2010 und 2012 besonders hoch.

Die Gruppe von Prof. Sven Klimpel von Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität hat diese Daten zusammen mit Kollegen des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum untersucht, um räumliche, zeitliche und saisonale Muster für das Auftreten der Infektion zu identifizieren. Wie die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von „PeerJ“ mitteilen, gelten als wichtige Faktoren für die Rötelmausdichte die Landnutzung (insbesondere der Waldanteil), klimatische Faktoren (kalte Winter) und das Nahrungsangebot. 

Jahre, in denen Buche, Eiche und Kastanie besonders viele Früchte produzieren (Mastjahre), bedeuten ein reiches Nahrungsangebot für den Krankheitsüberträger. Das führt oft zu einem starken Anstieg der Populationsdichte und damit zu mehr infizierten Rötelmäusen, was letztlich auch das Infektionsrisiko für den Menschen erhöht. Tatsächlich gingen den infektionsreichen Jahren 2007, 2010 und 2012 jeweils Mastjahre voraus. Allerdings folgte auf das Mastjahr 2014 nur ein Jahr mit leicht erhöhter Anzahl an humanen Puumala-Virus Infektionen. Entscheidend für das Auftreten von Mastjahren sind wiederum klimatische Bedingungen in den Vorjahren und der zeitliche Abstand zum vorhergehenden Mastjahr.

Aufgrund der komplexen Zusammenhänge und der Vielzahl an Faktoren, die Einfluss auf die Zahl der Puumala-Virus-Infektionen haben, ist es derzeit noch schwierig, ein zuverlässiges Vorhersage-Modell zu erstellen. Anhand von Korrelationsanalysen konnte die Gruppe aber ein höheres Risiko für waldreiche Gebiete ableiten sowie für den Frühsommer und für Jahre, die auf ein Mastjahr folgen. „Durch den Klimawandel, der häufigere Mastjahre und mildere Winter mit sich bringt, könnte die Zahl der Puumala-Virus-Infektionen künftig ansteigen“, prognostiziert Klimpel.

Publikation: Sarah Cunze, Judith Kochmann, Thomas Kuhn, Raphael Frank, Dorian D. Dörge und Sven Klimpel: Spatial and temporal patterns of human Puumala virus (PUUV) infections in Germany, DOI 10.7717/peerj.4255

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der zehn drittmittelstärksten und drei größten Universitäten Deutschlands mit drei Exzellenzclustern in Medizin, Lebenswissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. Zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Mainz ist sie Partner der länderübergreifenden strategischen Universitätsallianz Rhein-Main. Internet: www.uni-frankfurt.de

Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr 200 Jahren. Diese integrative „Geobiodiversitätsforschung“ sowie die Vermittlung von Forschung und Wissenschaft sind die Aufgaben Senckenbergs. Drei Naturmuseen in Frankfurt, Görlitz und Dresden zeigen die Vielfalt des Lebens und die Entwicklung der Erde über Jahrmillionen. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main wird von der Stadt Frankfurt am Main sowie vielen weiteren Partnern gefördert. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.

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Prof. Sven Klimpel, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität, Fachbereich 15 und Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Campus Riedberg, Tel.: (069) Tel.: (069) 798 42237, Klimpel@bio.uni-frankfurt.de

Die Präsidentin der Goethe-Universität Redaktion: Dr. Anne Hardy,
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Bei Stammzelltransplantattion: Lebensgefährliche Darmentzündungen, Haut, Leber

Medizin am Abend Berin Fazit: Transplantationsrisiken minimieren

Häufig ist eine Knochenmarktransplantation für Patienten mit Leukämie die Rettung, doch das Risiko von Komplikationen ist groß. 

Trotz der aufwendigen und häufig langen Suche nach einem geeigneten Spender, kommt es bei fast der Hälfte der Patienten zu einer unerwünschten Reaktion des Immunsystems, die sich oft gegen die Haut und Leber und in bis zu 50 Prozent der Fälle gegen den Darm richtet. 

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) konnten nun entschlüsseln, wie es zu diesen teils lebensgefährlichen Darmentzündungen kommt und einen möglichen Behandlungsansatz aufzeigen. 

Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. 
 
Auslöser der heftigen Immunreaktion ist eine spezielle Form von Abwehrzellen des Spenders.

  • Diese so genannten T-Lymphozyten erkennen die Körperzellen des Empfängers als fremd und attackieren sie. 

Die FAU-Forscher konnten nun zeigen, dass diese besondere Form der T-Lymphozyten von einem Protein namens BATF (engl. „basic leucin zipper ATF-like transcription factor“) gesteuert wird. „Das BATF-Eiweiß arbeitet wie ein Zentralschalter in den Spender-T-Lymphozyten“, sagt Prof. Dr. Kai Hildner von der Medizinischen Klinik 1- Gastroenterologie Pneumologie, Endokrinologie (Direktor: Prof. Dr. Markus F. Neurath).  

„Wird das Protein angeschaltet, können sich hoch aggressive Immunzellen entwickeln, die die Entzündungsvorgänge massiv verstärken und dann im Wechselspiel mit anderen Immunzellen großen Schaden im Darm nach einer Stammzelltransplantation anrichten.“

Die Gruppe um Professor Hildner in Kooperation mit der Medizinischen Klinik 5 und Arbeitsgruppen in Frankfurt, Regensburg und Würzburg konnte darüber hinaus noch einen anderen Zusammenhang nachweisen:

Die in den Darm eingewanderten T-Lymphozyten des Spenders schütten einen Botenstoff (GM-CSF – Granulozyten-Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor) aus und vermitteln so die Entzündungsreaktion im Darm. 
  • Blockierten die Forscher die Entwicklung und Funktion dieser spezialisierten T-Lymphozyten mit Medikamenten, lösten sich die Entzündungen im Darm auf.
Von der Entdeckung dieses molekularen Mechanismus erhoffen sich die Wissenschaftler neue Therapien zur Beeinflussung der Darmentzündungen nach Transplantationen entwickeln zu können, um die Überlebenschancen der Patienten nach einer Stammzelltransplantation weiter zu erhöhen.

Manuskript
https://www.jci.org/articles/view/89242 (DOI: 10.1172/JCI89242)

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Dr. Susanne Langer Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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91054 Erlangen
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Patienten mit Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL)

Medizin am Abend Berlin Fazit: 

Am UKW mitentwickeltes Anti-Leukämiemedikament besonders wirksam bei minimaler Resterkrankung

Eine kürzlich veröffentlichte Studie kombinierte hochpräzise Krebsdiagnostik auf molekularer Ebene mit dem zukunftsweisenden Immuntherapeutikum Blinatumomab. 

Es zeigte sich, dass die Behandlung mit dem am Uniklinikum Würzburg maßgeblich mitentwickelten Medikament in einem sehr frühen Rezidiv-Stadium das Überleben von Patienten mit Akuter Lymphatischer Leukämie deutlich verbessert. 

Geleitet wurde die europaweite, multizentrische Studie unter anderem von Prof. Dr. Ralf Bargou, dem Direktor des am UKW angesiedelten Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken. 

Das Immuntherapeutikum Blinatumomab – Medikamentenname Blincycto – wirkt auch bei minimaler Resterkrankung von Akuter Lymphatischer Leukämie.
Das Immuntherapeutikum Blinatumomab – Medikamentenname Blincycto – wirkt auch bei minimaler Resterkrankung von Akuter Lymphatischer Leukämie.
Bild: Robert Wenzl / Uniklinikum Würzburg
 
Ende Januar dieses Jahres erschien in der Fachzeitschrift Blood der US-amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie die Publikation zu einer Studie, bei der Patienten mit einer minimalen Resterkrankung von Akuter Lymphatischer Leukämie erfolgreich mit dem Antikörper-Medikament Blinatumomab behandelt wurden.

Hier die Hintergründe und Details.

Über die Krankheit und ihre bisherige Behandlung
  • Die Akute Lymphatische Leukämie (ALL) ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems (Blutkrebs), bei der eine frühe Vorstufe der Lymphozyten entartet und sich unkontrolliert vermehrt. 
  • Lymphozyten sind weiße Blutkörperchen und Teil des Immunsystems. 
  • Ihre Vermehrung und Erneuerung ist bei gesunden Menschen strikt reguliert. 
  • Bei der ALL ist dieser Prozess außer Kontrolle geraten.
  • Nach dem klassischen Behandlungspfad erhalten die Patienten nach der Erstdiagnose eine so genannte Induktions-Chemotherapie, deren Ziel es ist, eine Rückbildung (Remission) des Blutkrebses zu induzieren. 

50 bis 60 Prozent der Erkrankten sprechen auf diese Therapie gut an und gelten – oft nach weiterer konsolidierender Chemotherapie – als geheilt. 
Bei den restlichen Patienten bleibt nach der Induktions-Chemotherapie mindestens eine minimale Resterkrankung (Minimal Residual Disease – MRD) bestehen. 
Patienten mit MRD-positiver Erkrankung erleiden praktisch immer ein klinisches Rezidiv und haben in aller Regel eine sehr schlechte Prognose.

Einem Teil kann noch eine allogene Stammzelltransplantation als weitere Behandlungsoption angeboten werden, aber insgesamt ist die Sterberate unter den Betroffenen sehr hoch.

Über den Wirkstoff Blinatumomab

Blinatumomab gehört zu einer neuen Klasse von so genannten bispezifischen Antikörpern, die direkt das menschliche Immunsystem gegen Tumorzellen wirken lassen.

Es ist das erste zugelassene Medikament, das die körpereigenen T-Zellen, eine Form der Lymphozyten, einspannt, um Leukämiezellen zu vernichten. 

Diese „Killer“ können in der Regel Krebszellen nicht von gesunden Zellen unterscheiden und greifen sie deshalb auch nicht an. Den Forschern gelang es, diese biochemische Blindheit zu überwinden, indem sie gentechnisch einen Antikörper designten, der einerseits in der Lage ist, an der Krebszelle anzudocken und andererseits an T-Zellen binden kann. Mit Hilfe dieses „Adapters“ werden die Abwehrzellen aktiviert, sie erkennen die schädlichen Zellen und können sie in der Folge zerstören.
An der Erfindung, Entwicklung und klinischen Erprobung von Blinatumomab entscheidend beteiligt waren Prof. Dr. Ralf Bargou, der Direktor des am Uniklinikum Würzburg (UKW) angesiedelten Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken, Dr. Marie-Elisabeth Goebeler, die Leiterin der Early Clinical Trial Unit am UKW, sowie Prof. Dr. Max Topp, der Leiter des Bereichs Hämatologie an der Medizinischen Klinik II des Würzburger Uniklinikums.

Über die Studie

Die jetzt veröffentlichte Studie nutzte modernste Methoden der molekularen Diagnostik, um mit hoher Sensitivität und Spezifität ALL-Patienten mit MRD zu identifizieren. Diese wurden mit Blinatumomab behandelt. Die Studie begann im Jahr 2010 und wurde von Krebszentren in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Tschechien getragen. Die Leitung lag in den Händen von Dr. Nicola Gökbuget vom Uniklinikum Frankfurt/Main und von Prof. Ralf Bargou vom CCC Mainfranken. Mit 116 Teilnehmer/innen war die Grundgesamtheit an Studienpatienten für eine seltene Erkrankung wie ALL sehr hoch. Als Ergebnis zeigte sich, dass knapp 80 Prozent der Behandelten auf die Antikörpertherapie sehr gut ansprachen und MRD-negativ wurden, was zu einer deutlichen Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit der betroffenen Patienten führte.

„Die Studie zeigt, dass Blinatumomab nicht nur bei einem voll entwickelten Rezidiv hilfreich eingesetzt werden kann, sondern auch – und gerade – in einem viel früheren Stadium. 

Die moderne, hochempfindliche molekulare Diagnostik zusammen mit den neuen therapeutischen Entwicklungen in der Immun-Onkologie hilft uns, das Rezidiv immer frühzeitiger zu erkennen und gezielt zu behandeln. Dadurch lassen sich die Heilungschancen für die betroffenen Patienten weiter verbessern“, resümiert Prof. Bargou.

Literaturnachweis:

Blinatumomab for minimal residual disease in adults with B-precursor acute lymphoblastic leukemia
Gökbuget N., Dombret H., Bonifacio M., Reichle A., Graux C., Faul C., Diedrich H., Topp MS., Brüggemann M., Horst HA., Havelange V., Stieglmaier J., Wessels H., Haddad V., Benjamin JE., Zugmaier G., Nagorsen D., Bargou RC.
Blood. 2018 Jan 22. pii: blood-2017-08-798322. doi: 10.1182/blood-2017-08-798322

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