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Diabetiker mit Einstichstelle

Medizin am Abend Fazit:
Schonend piksen

Diabetiker, die Insulin spritzen, sollten die Einstichstelle regelmäßig wechseln.

Wiederholtes Stechen in dieselbe Stelle führt zu Gewebsverhärtungen, die die Aufnahme des Insulins behindern, erklärt das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".

 Wort und Bild - Diabetes Ratgeber


Einer Studie mit 430 Teilnehmern zufolge sind solche Verhärtungen ein häufiger Grund für unerklärliche Unterzuckerungen und Zuckerschwankungen. Auch sollte die Pen-Nadel möglichst nach jedem Benutzen gewechselt werden. Nach mehr als fünfmaligem Gebrauch steigt das Risiko für Gewebsverletzungen, die zu Verhärtungen führen, stark an.

Weitere Informationen über www.diabetes-ratgeber.net

TV-Hinweis zum Thema Frühgeburten

Donnerstag, 8. Januar 2015, 20.15 Uhr und 21.00 Uhr, 3sat Erstausstrahlungen

Die 3sat-Wissenschaftsdokumentation "Früher Kampf ins Leben" von Antje Christ begleitet extreme Frühgeburten in Deutschland, Österreich und Japan und benennt die medizinischen und ethischen Gründe für die unterschiedlichen Herangehensweisen in den unterschiedlichen Ländern.

In Deutschland sind sieben von 100 Neugeborenen Frühgeburten. Und es werden mehr, denn die Risikofaktoren nehmen zu: Immer mehr Frauen entscheiden sich erst spät für Kinder, und die Zahl der künstlichen Befruchtungen steigt. Dabei kommt es nicht nur häufiger zu Mehrlingsgeburten - eine künstliche Befruchtung verdoppelt auch das Risiko auf eine Fehl- und Frühgeburt. Besonders schwer ist der Start ins Leben für die "extremen Frühchen": Kinder, die nicht älter als 26 Wochen sind.

Forschung und klinische Medizin tasten sich näher an den Menschen im Grenzbereich zwischen Zeugung und Reife heran, immer jüngere Frühchen können behandelt werden. Angela Kribs, Neonatologin an der Universitätsklinik Köln, wo man sich auf sehr extreme Frühchen spezialisiert hat: "Je mehr wir über die Entwicklung dieser kleinsten Kinder wissen, umso mehr lernen wir, und umso mehr profitieren die etwas älteren Kinder davon bei unserer medizinischen Behandlung." Ihr Kollege von der Universität Maastricht, Hendrik Niemarkt, wo man zurückhaltender mit der Therapie Frühgeborener umgeht, meint: "Man lernt, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, sondern, dass es eine ethische Frage ist." Die Frühchenbehandlung bleibt ein heikles Thema in Europa, die Ärzte sind sich nicht einig, ab wann es sinnvoll ist, Leben um jeden Preis zu erhalten.

Im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" diskutiert im Anschluss um 21.00 Uhr Gert Scobel mit seinen Gästen über das Thema "Baby nach Plan":

Google und Facebook wollen bis zu 20.000 Dollar für das Einfrieren von Eizellen ihrer Mitarbeiterinnen ausgeben.

Den Frauen soll damit geholfen werden, sich zunächst ihrer Karriere zu widmen und ihre Schwangerschaft auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. In den USA stößt dieses Angebot auf großes Interesse. Wie sieht es aber in Deutschland aus? Werden zukünftig auch deutsche Arbeitgeber Social Freezing für ihre Mitarbeiter finanzieren? Und werden die eingefrorenen Eizellen später nach Kriterien zunehmender Perfektionierung des Menschen ausgewählt werden?

Über die moderne Reproduktionsmedizin diskutiert Gert Scobel zusammen mit seinen Gästen: Professor Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen, Professor Andreas Bernard, Universität Lüneburg, sowie Professor Jan-Steffen Krüssel, Frauenklinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Medizin am Abend DirektKontakt
Pepe Bernhard +49 (0) 6131 - 701 6261 bernhard.p@3sat.de

Behandlung der Augen Makula-Degeneration

Medizin am Abend Fazit:

Kassen zahlen, Kliniken klagen / Krankenhäuser fühlen sich bei der Erstattung teurer Augenmedikamente benachteiligt

Neue Medikamente haben die Behandlung der Makula-Degeneration möglich gemacht. Diese Augenerkrankung führt unbehandelt häufig zur Erblindung. Die sehr teuren Arzneimittel sind aber erst seit Oktober als Regel-Kassenleistung zugelassen. Rund 1000 Euro kostet eine Injektion, die manchmal monatlich nötig ist. Krankenhäuser, in denen bisher rund 9000 Patienten behandelt wurden, sind nicht automatisch in diese Kostenerstattung einbezogen. Professor Frank G. Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik in Bonn, bezeichnet die dadurch entstandene Situation in der "Apotheken Umschau" als "chaotisch". "Bleibt es dabei, droht ein dramatischer Versorgungsengpass", warnt er. Viele Augenarztpraxen seien chronisch überlaufen und könnten die zusätzlichen Patienten nicht bewältigen. Die Kassen sehen das Szenario nicht so dramatisch. Krankenhausärzte könnten sich bei Versorgungsengpässen ermächtigen lassen, die Leistung anzubieten und bekämen sie dann auch erstattet.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 1/2015 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Medizin am Abend DirektKontakt 

Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
www.apotheken-umschau.de

 

Muskelbildung für 2015

Medizin am Abend Fazit:
Muskelbildung – auf die richtigen Verbindungen kommt es an

Unser Körper besitzt verschiedene Arten von Muskeln. Während der
Herzmuskel Blut durch die Gefäße pumpt, können wir mit Hilfe der
Skelettmuskeln Gewichte stemmen oder einen Marathon laufen. Durch einen
speziell angepassten Bauplan sind die einzelnen Muskeln optimal für ihre
jeweilige Funktion gerüstet.

Diese Anpassungen kommen durch verschiedene Varianten der Protein-Bausteine zustande, die die kontraktilen Muskelmaschinen bilden:

die Sarkomere.

Forscher am Max-Planck-Institut für
Biochemie haben nun anhand von Flugmuskeln der Taufliege Drosophila ein
wichtiges Prinzip entdeckt, das erklärt, wie die unterschiedlichen
Proteinvarianten in den entsprechenden Muskeln produziert werden.

Jeder Muskel besteht aus Hunderten von kontraktilen Minimaschinen, den
sogenannten Sarkomeren. Je nach Art und Eigenschaft des Muskels
unterscheiden sich diese Maschinen in ihrem molekularen Aufbau. Diese
verschiedenen Varianten der Sarkomere wirken sich auf die
Kontraktionsgeschwindigkeit oder die Kraft der Muskeln aus. Die
Flugmuskeln der Taufliege Drosophila etwa müssen extrem schnell
kontrahieren (200 Mal pro Sekunde), um ihnen das Fliegen zu ermöglichen.
Wissenschaftler um Frank Schnorrer haben dieses Fliegenmodell untersucht,
um zu klären, wie die unterschiedlichen Kompositionen der Sarkomere
zustande kommen.

„Wir konnten zunächst zeigen, dass in der schnellen Flugmuskulatur mehr
als 700 Proteine in einer anderen Variante vorlagen als in der langsamen
Beinmuskulatur“, berichtet Maria Spletter, die Erstautorin der Studie.
„Die verschiedenen Proteinvarianten bilden also Sarkomere mit
unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften.“ Was den Wissenschaftlern
besonders auffiel: oft gingen die unterschiedlichen Proteinvarianten auf
das gleiche Gen zurück. Die Gene beinhalten die Baupläne für Proteine.
Vereinfacht gesagt, wurde also der Bauplan für das spätere Protein
unterschiedlich interpretiert. Dies geschah durch einen Mechanismus, den
Forscher als „alternatives Splicing“ bezeichnen: Gene bestehen aus
mehreren kleinen Einheiten, den Exons, die von der Zelle abgeschrieben,
zusammengeklebt und dann in ein Protein übersetzt werden. Alternatives
Splicing bezeichnet das unterschiedliche Zusammenkleben von mehreren Exons
und führt so zu verschiedenen Proteinvariationen des gleichen Gens.

Bis zum Zerreißen gespannt

Doch woher weiß der Flugmuskel, welche Varianten der Proteine er nun
benötigt? In weiteren Untersuchungen identifizierten die Wissenschaftler
ein Protein mit dem Namen „Arrest“, was die richtigen Exons erkennt und
aneinanderklebt. „Wenn die Funktion von Arrest gestört ist“, so Spletter,
„werden im Flugmuskel die falschen Exon-Kombinationen zusammengeführt und
so Proteinvarianten gebildet, die sonst nur in Beinmuskeln vorkommen.“ Die
Folgen sind dramatisch: die Fliegen können nicht mehr fliegen und
schlimmer noch, ihre Flugmuskeln werden durch eine zu starke Kontraktion
sogar in Stücke gerissen.

Und auch für uns Menschen könnten diese Ergebnisse von Bedeutung sein.

„Arrest-verwandte Proteine kommen auch in den Muskeln von Säugetieren vor,
daher könnte dieser Mechanismus auch beim Menschen eine Rolle spielen“
schlägt Schnorrer die Brücke. Die Entdeckung des neuen Mechanismus‘ wirft
also weitere Fragen auf, denen sich die Forscher in Zukunft widmen werden.

Sie wollen klären, wie alternatives Splicing bei Sarkomer-Proteinen zu
einem gesunden oder kranken Muskel führt. [HS]


Originalpublikation:
M. Spletter, C. Barz, A. Yeroslaviz, C. Schönbauer, I. Ferreira, M. Sarov,
D. Gerlach, A. Stark, B. Habermann and F. Schnorrer: The RNA binding
protein Arrest (Bruno) regulates alternative splicing to enable myofibril
maturation in Drosophila flight muscle. EMBO Reports, December 22, 2014.
DOI: 10.15252/embr.201439791


Medizin am Abend DirektKontakt

Dr. Frank Schnorrer
Muskeldynamik
Max-Planck-Institut für Biochemie
Am Klopferspitz 18
82152 Martinsried
E-Mail: schnorrer@biochem.mpg.de
www.biochem.mpg.de/schnorrer

Anja Konschak
Max-Planck-Institut für Biochemie
Am Klopferspitz 18
82152 Martinsried
Tel. +49 89 8578-2824
E-Mail: konschak@biochem.mpg.de

Notrufsystem eCall

Notruf in 45 Sekunden

Im Herbst 2015 wird in Deutschland das automatische Notrufsystem eCall (emergency call) eingeführt. Alle Autohersteller, die ab dem 01. Oktober 2015 eine Erlaubnis zur Herstellung eines neuen Fahrzeugs in Deutschland bekommen wollen, sind verpflichtet das eCall-System in ihren Kfz einzubauen. Im Falle eines Unfalls soll eCall innerhalb von 25 bis 45 Sekunden automatisch eine Verbindung zur Notrufzentrale herstellen. Dadurch könnten Rettungskräfte verletzten Autofahrern deutlich schneller helfen.

Luftverschmutzung contra Gesundheit - LKW Maut in Deutschland

Medizin am Abend Fazit:

Ab heute gelten neue Tarife, die Kosten für Infrastruktur und Luftverschmutzung enthalten

Seit heute 00:00 Uhr gelten die neuen Mauttarife für Lkw ab 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht in Deutschland.

Die neuen Tarife wurden in den Wochen vor Weihnachten mit einem Software-Update per Mobilfunk auf mehr als 810.000 Fahrzeuggeräte verteilt.

Die Aktualisierung der rund 3400 Mautstellen-Terminals und des Internet-Einbuchungssystems wurde anforderungsgemäß drei Tage früher abgeschlossen, damit die Fahrer im manuellen Einbuchungssystem die Tickets für den 1. Januar buchen konnten.

 

Die neuen Mauttarife setzen sich aus zwei Mautteilsätzen zusammen: einem für die Infrastrukturabgabe und einem für die Kosten der Luftverschmutzung, die die Lkw verursachen. Letzterer ist von der Schadstoffklasse abhängig.

Gleichzeitig wurde ein Mautsatz für schwere Lkw der Schadstoffklasse Euro 6 eingeführt. Für diese modernen Fahrzeuge werden keine Kosten für die Verursachung von Luftverschmutzung berechnet. 

So wird die Maut berechnet: Der Gesamtbetrag ergibt sich aus der Strecke, die ein Fahrzeug oder eine Fahrzeugkombination auf mautpflichtigen Straßen zurücklegt und einem Mautsatz je Kilometer, der die Infrastrukturkosten und die Kosten für die verursachte Luftverschmutzung enthält. 

- Der Mautteilsatz für die Infrastrukturkosten unterscheidet zwischen Lkw mit bis zu drei Achsen und Lkw mit vier oder mehr Achsen.

- Der Mautteilsatz der Kosten für die verursachte Luftverschmutzung richtet sich nach der Schadstoffklasse. Jedes Fahrzeug wird aufgrund seiner Schadstoffklasse einer der sechs Kategorien A, B, C, D, E und F zugeordnet.

Dabei gilt: Je moderner die Abgastechnik des Lkws ist, desto günstiger wird der Mautteilsatz für die Luftverschmutzung. 

Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 6 sind in die Kategorie A eingruppiert und zahlen nur die Infrastrukturkosten. 

Die neuen Mauttarife sind im Bundesfernstraßenmautgesetz festgeschrieben und basieren auf den Erkenntnissen des Wegekostengutachtens, das im März 2014 veröffentlicht wurde.

Medizin am Abend DirektKontakt

Weitere Informationen unter www.toll-collect.de

Claudia Steen +49(30)740772200

Das Silikonherz mit der defekten Aortenklappenprothese


Bad Oeynhausen: Dank Silikonherz zur passenden Herzklappe

Für eine Hochrisikopatientin mit einer defekten Herzklappenprothese haben
Spezialisten der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie des Herz-
und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, unter der Leitung von
Prof. Dr. Jan Gummert erstmals eine sehr individuelle Therapie entwickelt:

Vor einer minimalinvasiven transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI-
Verfahren) wurden entscheidende Teile des Patientenherzens aus Silikon
originalgetreu nachgebaut.

Im Vorfeld des Eingriffs haben sich die Herzchirurgen in Zusammenarbeit
mit dem Helmholtz-Institut der Rheinisch-Westfälischen Technischen
Hochschule (RWTH) in Aachen zu wichtigen Untersuchungen und Simulationen
an diesem Silikonherzen zusammengesetzt, um die bestmöglichste Therapie
für ihre Patientin auszuwählen. Auf diese Weise konnte die neue Herzklappe
ideal platziert und mit dem geringstmöglichen Risiko eingesetzt werden.

Die 80-jährige Elfriede M. ist kurzatmig und kann sich nur noch mit einem
Rollstuhl fortbewegen. Ihre bereits vorhandene Aortenklappenprothese ist
stark verkalkt. Die Klappensegel öffnen sich nicht mehr weit genug, um
ausreichend Blut in den Körperkreislauf zu pumpen. Ihr hohes Alter, ihre
Vorerkrankungen und die Voroperation an der Aortenklappe machen eine
herkömmliche Operation am offenen Herzen riskant für Elfriede M. Speziell
für Hochrisikopatienten wie sie hat deshalb Prof. Dr. Stephan Ensminger,
Oberarzt der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, innerhalb
einer Forschungskooperation mit dem Helmholtz-Institut der RWTH in Aachen
eine neue und sichere Vorgehensweise entwickelt.

Detailgetreue 3-D-Nachbildung gibt den entscheidenden Hinweis

Zunächst wurden dazu Teile des Herzens der Patientin originalgetreu in
einem modernen 3D-Druckverfahren aus Silikon nachmodelliert. Die bereits
vorhandene biologische Prothese wurde in das Modell eingesetzt, sodass ein
genaues Abbild des Herzens der Patientin entstand. Gemeinsam überlegten
die Ingenieure aus Aachen mit den Experten am HDZ NRW, welche neue
Herzklappe am besten in ihre defekte Prothese passt. In zahlreichen
Testläufen, unter anderem auch mit Einsatz einer Highspeed-Kamera, wurden
die Segelbewegungen der möglichen neuen Klappe beurteilt.

Welche Prothese sitzt perfekt in der defekten Aortenklappe?

Aus einer Auswahl verschiedener Klappenarten, -größen und –positionen
entschied sich das Team für eine Klappe der Firma Edwards, die besonders
gute Ergebnisse und eine hohe Funktionalität hatte. „Dank unserer Tests im
Vorfeld der Operation haben wir die optimale Position der Katheter-
Herzklappe in der defekten Aortenklappenprothese für unsere Patientin
bestimmen können“, so Prof. Ensminger. „Die Klappensegel funktionieren
jetzt einwandfrei.“

Elfriede M. war die erste Patientin weltweit, deren TAVI-Operation mit
Hilfe einer originalgetreuen Herznachbildung so präzise geplant werden
konnte. „Die Situation ergab sich, weil wir für jeden Patienten die
individuell bestmögliche Behandlungsstrategie erreichen wollen“, betont
Prof. Gummert. „Das Verfahren ist ebenso zukunftsweisend wie schonend und
verspricht Aussichten auch für Patienten, die im allgemeinen als nicht
mehr operabel gelten.“

Bereits neun Tage nach dem Eingriff konnte Elfriede
M. das Bett verlassen und mit einer Gehhilfe erste kleine Ausflüge
unternehmen. Ihre Lebensqualität hat sich bereits spürbar verbessert.
Einen Rollstuhl braucht sie nicht mehr.

  • Hintergrundinformation:
  • Das „TAVI“-Verfahren ist die erst seit wenigen Jahren angewendete
  • minimalinvasive transkatheter-Aortenklappenimplantation am schlagenden
  • Herzen, den die Bad Oeynhausener Herzspezialisten ohne den sonst
  • notwendigen Einsatz der Herz-Lungen-Maschine vornehmen. Die
  • Aortenklappenprothese (Ersatzklappe) wird hierbei im zusammengefalteten
  • Zustand mittels Katheter entweder von der Leistenarterie ausgehend in das
  • Herz eingeführt (transfemoraler Zugang) oder sie wird direkt über die
  • Herzspitze in die linke Herzkammer eingebracht (transapikaler Zugang). Für
  • welchen Patienten welche Herzklappe am besten geeignet ist und von welchem Verfahren er voraussichtlich langfristig am meisten profitiert, darüber berät im Herz- und Diabeteszentrum NRW grundsätzlich ein Herzteam, das sich aus erfahrenen Kardiologen und Herzchirurgen zusammensetzt.
 Prof. Dr. Jan Gummert (r.) und Prof. Dr. Stephan Ensminger mit dem 3D-Modell

Medizin am Abend DirektKontakt

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Anna Reiss
Kerstin Konze
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 / 97 1955
Fax 05731 / 97 2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.hdz-nrw.de

Neue Medikamente 2015

"2014 war ein bedeutendes Jahr für die Medizin; und für 2015 zeichnen sich weitere wichtige Fortschritte für viele Patienten und Patientinnen ab, dank der Arzneimittelentwicklung forschender Pharma-Unternehmen". Das kündigte Birgit Fischer, die Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa), in Berlin mit Blick auf die laufenden Zulassungsverfahren an.


So dürfte eine zweistellige Zahl neuer Krebsmedikamente die Zulassung erhalten - darunter mehrere gegen den Schwarzen Hautkrebs und weitere gegen Lungen-, Magen- und Eierstockkrebs, Leukämien, Lymphome und das multiple Myelom.

Mehrere dieser Medikamente nutzen immun-onkologische Wirkprinzipien: Sie bringen beispielsweise Tumorzellen mit ihren "Gegnern", bestimmten Immunzellen, in engsten Kontakt oder lenken die Aufmerksamkeit des Immunsystems mit Hilfe von Viren auf den Tumor.

Für Patienten mit stark erhöhtem Cholesterinspiegel und entsprechend hohem Infarkt- und Schlaganfallrisiko dürfte eine neue Klasse von Cholesterinsenkern verfügbar werden. Mediziner nennen sie PCSK-9-Inhibitoren.

Das Sortiment hoch wirksamer Medikamente zur Heilung von Hepatitis C dürfte 2015 weiter wachsen, da ein weiterer Anbieter den Markt erreichen kann.

Ebenso dürften weitere Antibiotika gegen den problematischen Klinikkeim MRSA verfügbar werden. Diese Medikamente werden vielen Patienten zu Gute kommen.

Mehrere Medikamente dürften für die Behandlung von Patienten mit den schweren Gerinnungsstörungen Hämophilie A und B herauskommen. Sie zeichnen sich beispielsweise dadurch aus, dass sie seltener injiziert werden müssen als bisherige Mittel oder auch dann einsetzbar sind, wenn bisherige Präparate bei einem Patienten aufgrund von Immunreaktionen nicht mehr wirken. "An diesen Beispielen wird anschaulich, welchen Nutzen auch Weiterentwicklungen auf Basis bekannter Wirkprinzipien für die Patienten bringen können", so Birgit Fischer.

An vorbeugenden Medikamenten könnten 2015 weitere Mittel gegen Schlaganfälle und Thrombosen den Markt erreichen; ein Impfstoff soll vor noch mehr Stämmen von humanen Papillom-Viren (HPV) schützen, die Gebärmutterhalskrebs hervorrufen können.

Voraussichtlich werden 2015 mehr als zehn der neuen Medikamente ausdrücklich der Behandlung von Patienten mit seltenen Krankheiten dienen; darunter solchen mit mehrere Erbkrankheiten, seltenen Krebsarten und neurologischen Störungen.

"Die forschenden Pharmafirmen haben über viele Jahre erhebliche Anstrengungen unternommen, um diese neuen Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Es steht zu hoffen, dass die Medikamente dann auch die Patienten erreichen, die sie benötigen", so Birgit Fischer. "Das war bei den meisten Arzneimitteln, die in den letzten Jahren auf den Markt kamen, leider meist nicht der Fall. Oft wurden sie weniger als einem Drittel der Patienten verordnet, für die die Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens sie als überlegen ansieht - und das, obwohl die Krankenkassen mit den Herstellern entsprechende Erstattungsbeträge ausgehandelt haben. 2015 sollten Wege zu einer besseren Versorgung der Patienten in Deutschland gefunden werden!"


Medizin am Abend DirektKontakt

Dr. Rolf Hömke
Tel: +49 30 20604-204
Fax: +49 30 20604-209
mailto:r.hoemke@vfa.de

Weitere Informationen unter:

www.vfa.de/hepatitis-c
www.vfa.de/neue-antibiotika

Ab 1. Januar gilt nur noch die elektronische Gesundheitskarte eGK


Medizin am Abend Fazit:

Beim Arztbesuch daran denken:
Ab 1. Januar gilt nur noch die elektronische Gesundheitskarte


Wer am Neujahrstag einen Arzt aufsuchen muss, sollte daran denken: Ab jetzt gilt nur noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK), die der gesetzlich Versicherte von seiner Krankenkasse erhält beziehungsweise hoffentlich inzwischen erhalten hat. Nur mit ihr lässt sich beim Arzt oder Psychotherapeuten ab dem 1. Januar 2015 der Besuch und die erbrachte Leistung „auf Kasse“ abrechnen – sprich: der Patient muss die Untersuchung nicht selbst bezahlen, sondern seine Karte dafür einlesen lassen.

Die elektronische „Gesundheitskarte“ löst mit Ende 2014 somit endgültig die alte „Krankenversichertenkarte“ ohne Lichtbild ab. 

Eine solche Karte gilt dann nicht mehr, und zwar unabhängig davon, welches Gültigkeitsdatum auf ihr abgedruckt ist. 

Vertragsärzte und –psychotherapeuten dürfen diese alten Chipkarten nur noch bis zum 31. Dezember 2014 akzeptieren.

Danach müssen Patienten, die keine eGK vorlegen, ihre Behandlung privat bezahlen.

Anschließend haben sie zehn Tage Zeit, eine gültige Karte oder einen sonstigen Versichertennachweis in der Praxis vorzulegen.
Anderenfalls muss der Arzt oder Psychotherapeut dem Patienten eine Privatrechnung ausstellen. Aus eigener Tasche muss dieser ohne Vorlage einer gültigen Gesundheitskarte dann zum Beispiel auch Medikamente oder Physiotherapie bezahlen.

Nicht relevant ist die Neuregelung für privat krankenversicherte Patienten und Versicherte sogenannter „sonstiger Kostenträger“ (hierzu zählt beispielsweise die Polizei): Sie erhalten keine eGK und können weiterhin mit der alten Karte zum Arzt oder Psychotherapeuten gehen.


Elektronischen Gesundheitskarte (eGK)

Auf massiven Druck des Bundesgesundheitsministeriums wurde der 1. Januar 2015 zum Tag X der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ausgerufen: Ab dann sollen Ärzte ihre Patienten nur noch gegen Vorlage dieser neuen Karte auf Kassenkosten behandeln. Und wer keine eGK besitzt, soll das spüren: Trotz bezahlter Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung bekommen "eGK-Verweigerer" eine Privatrechnung. Bei Arzneimitteln, Krankengymnastik und Hilfsmitteln müssen sie in diesem Fall zudem in Vorkasse gehen. "Datenschutzkritische Bürger sollen zur Strafe also extra zahlen", sagte die Sprecherin der Aktion "Stoppt die e-Card", Dr. Silke Lüder, heute in Hamburg. Derzeit besitzen geschätzt fünf Prozent der Versicherten noch keine eGK - das sind mehrere Millionen Bürger.

Auch für die Ärzte ist diese neue Regelung eine Zumutung. "Es kann nicht unsere Aufgabe sein, ab Januar Patienten, die mit ihrer bisherigen, noch gültigen Krankenversicherungskarte zu uns kommen, entweder nach Hause zu schicken oder ihnen eine Rechnung zu stellen", kritisierte die Allgemeinärztin. "Wie verantwortungslos und unsozial ist das? Es gibt viele Patienten, die sich eine Privatrechnung oder Vorkasse nicht leisten können. Haftet Minister Gröhe für die gesundheitlichen Folgeschäden? Es ist unglaublich unverschämt, dass wir Ärzte unsere Patienten nicht mehr problemlos behandeln dürfen. Und es ist peinlich für das Pleitenprojekt eGK, dass es nach zehnjähriger Planungsphase nun mit Zwang gegen Bürger und Ärzte durchgesetzt werden muss."

Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung setzen Ärzte unter Druck: Entweder könnten sie ohne eGK ihre Leistungen eben nicht abrechnen oder sie müssten eine Privatrechnung erstellen, heißt es aus diesen Kreisen. "Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit", erläuterte Lüder. "Legt der Patient beim Arztbesuch oder nachträglich einen Versicherungsnachweis auf Papier vor, dann kann er auf Kassenkosten behandelt werden - das hat die Bundesregierung kürzlich bestätigt." Eine bereits ausgestellte Privatrechnung müsse der Arzt dann allerdings mit großem bürokratischen Aufwand wieder zurückzahlen.

Auch den Patienten wird dieses sogenannte Ersatzverfahren so schwer wie möglich gemacht: "Nach unserer Erfahrung stellen viele Kassen jetzt schon Bürgern ohne eGK, die bei ihnen als "Verweigerer" geführt werden, nur noch Versicherungsnachweise für einen Tag aus. Eine unglaubliche Schikane", empört sich Gabi Thiess, Patientensprecherin der Bürgerinitiative. "Ich kann jeden kritischen Versicherten nur auffordern, ab dem 1. Januar von seiner Kasse einen Nachweis für ein ganzes Quartal zu verlangen. Das erhält man bei jeder anderen Versicherung auch."

Dass es bei dem eGK-Projekt gar nicht um die kleine Karte an sich geht, machte Kai-Uwe Steffens, Informatiker und Sprecher des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung in der Aktion "Stoppt die e-Card", noch einmal deutlich.

"Die eGK ist der Schlüssel für die digitale Speicherung aller Patientendaten außerhalb der jetzigen Speicherorte in Kliniken und Praxen. Es geht darum, die Verfügung über alle Daten hier faktisch in die Hände von Krankenkassen und Gesundheitsindustrie zu legen." Ausführende Organe seien private Providerfirmen und niemand könne diese Daten auf Dauer zu schützen. Steffens: "Die ärztliche Schweigepflicht wäre dann Geschichte."

  • Über die Aktion "Stoppt die e-Card"
  • "Stoppt die e-Card" ist ein breites Bündnis von 54 Bürgerrechtsorganisationen, Datenschützern, Patienten- und Ärzteverbänden. Unter anderem gehören dazu: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Digitalcourage, Chaos Computer Club, IPPNW, Freie Ärzteschaft e. V., NAV-Virchowbund, Deutsche AIDS-Hilfe. Das Bündnis lehnt die eGK ab und fordert, das milliardenschwere Projekt einzustampfen. 

Medizin am Abend DirektKontakt

Dr. Silke Lüder, E-Mail: silke.lueder@stoppt-die-e-card.de Grachtenplatz 7, 21035 Hamburg